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Testkauf mit Schock-Ergebnis: resistente Keime in jedem dritten Discounter-Fleisch

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Von: Katja Becher

Schockierende Erkenntnisse bei Testkäufen im Discounter: Laut Experten wurden in mehr als einem Viertel der Fleisch-Portionen resistente Keime gefunden.

Hannover - Bei Testkäufen in zwei deutschen Discountern hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in mehr als einem Viertel der getesteten Putenfleisch-Portionen antibiotikaresistente Keime nachgewiesen. In einer ganzen Reihe von Proben seien sogar Keime gefunden worden, die gegen Reserve-Antibiotika resistent waren, so die DUH-Agrarexpertin Rheinhild Benning am Dienstag in Berlin. HEIDELBERG24* erklärt, was das für Verbraucher und Discounter-Kunden bedeutet:

OrganisationDeutsche Umwelthilfe
Mitglieder448
Gründung1875
SitzHannover

Discounter-Test: Reserve-Antibiotika und Keime in Fleisch gefunden – „Wir brauchen Beschränkung“

Reserve-Antibiotika, die in dem Putenfleisch beim Discounter gefunden wurden, sollen eigentlich bei der Behandlung von Menschen als letztes Hilfsmittel im Kampf gegen Infektionen dienen, die durch multiresistente Bakterien ausgelöst werden. 

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Montgomery, kritisierte bei der Präsentation der DUH-Untersuchung die breite Verwendung dieser Medikamente in der Nutztierhaltung und forderte schärfere Vorschriften der EU. „Wir brauchen die Beschränkung der Reserve-Antibiotika auf die Heilung bei Menschen.“ Stattdessen würden die Medikamente eingesetzt, um Mängel in der Tierhaltung auszugleichen.

Testkäufe im Discounter: Antibiotikaresistente Keime im Fleisch – auch bei anderen Untersuchungen

Die DUH-Stichprobe von Fleisch im Discounter ist nicht die erste Untersuchung, die das Problem antibiotikaresistenter Keime in der Tierhaltung sichtbar macht. Auch andere Untersuchungen waren in der Vergangenheit bereits zu ähnlichen oder sogar schlechteren Ergebnissen gekommen. Nach einem aktuellen Bericht mehrerer europäischer Gesundheits- und Lebensmittelbehörden ist der umstrittene Medikamenteneinsatz in der Nutztierhaltung allerdings tendenziell rückläufig. „Der Einsatz von Antibiotika ist zurückgegangen und bei zur Lebensmittelerzeugung genutzten Tieren erstmals geringer als beim Menschen“, teilte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) Ende Juni mit. (dpa/kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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