„Einfach ein No Go!“

dm: Liefer-Problem bei Drogerie? Mega-Shitstorm nach Online-Bestellung – „Euer ernst?“

dm: Im Internet häufen sich die Beschwerden zum Zustand der Lieferungen aus dem Online-Shop. Jetzt setzt der Drogerie-Riese zur Erklärung an.

  • dm*: Immer mehr Kunden-Beschwerden nach Bestellungen im Online-Shop.
  • Über der Drogerie braut sich ein Shitstorm zusammen – mehrere Kunden teilen ihre Unzufriedenheit im Netz.
  • Jetzt reagiert dm ausführlich auf die Vorwürfe:

Karlsruhe - In Zeiten von Corona* greifen immer mehr Kunden auf Online-Shopping zurück. Auch der Shop von dm erfreut sich großer Beliebtheit, denn der Drogerie-Riese bietet auch im Internet die meisten Produkte aus dem gewohnten Sortiment. Jetzt braut sich über der Drogerie-Kette allerdings ein ausgewachsener Shitstorm zusammen – denn immer mehr Kunden teilen im Netz ihre Unzufriedenheit mit dem Online-Shop. Der Grund: Artikel sind ungeeignet verpackt oder kommen gar beschädigt an. In der Facebook-Community von dm häufen sich Beiträge von empörten Kunden inklusive Beweis-Fotos von den geöffneten Paketen. Jetzt reagiert dm auf die Vorwürfe.

Drogeriedm
GründerChristoph Werner
Gründung28. August 1873
Sitz Karlsruhe

dm: Beschwerde-Welle wegen Online-Lieferungen aus der Drogerie

Die Welle an Beschwerden gegen den dm-Online-Shop begann zunächst mit dem empörten Facebook-Beitrag einer Kundin, die ein Beweisfoto ihrer Lieferung postete. Wie HEIDELBERG24* berichtet, hatte die Frau diverse Hygiene-Produkte und zeigte sich geschockt, nachdem sie ihre dm-Lieferung erhalten hatte.* Denn nicht nur war das Päckchen offenbar viel zu klein für die bestellten Artikel – die Verpackungen waren zudem teilweise aufgerissen und Tabletten und Pflaster fielen lose im Paket herum. Die Drogerie entschuldigte sich öffentlich bei der Kundin für den Zustand der Lieferung – doch weitere Kundenbeschwerden ließen nicht lange auf sich warten.

Online-Bestellung bei dm: Drogerie-Kunden verärgert – immer mehr Beschwerden auf Facebook

Wenige Tage später melden sich weitere Kunden auf der Facebook-Seite von dm zu Wort. Eine Käuferin im Online-Shop der Drogerie zeigt das Bild einer Lebensmittelbestellung, wo erneut Verpackungen aufgerissen sind. Verärgert richtet die Kundin sich an das Social-Media-Team: „Keine Ahnung wer das Paket gepackt hat, aber empfindliche Verpackung sollte man vor anderen (schweren) Gegenständen schützen.“ Auch hier verspricht dm, dass der beschädigte Artikel – in dem Fall ein Pulver, das sich im ganzen Paket verteilt – ersetzt werden würde.

dm: Bestellung aus Online-Shop der Drogerie – Kundin macht ihrem Ärger Luft

In einem anderen Fall haben es die Verpacker des Drogerie-Shops offenbar hingegen etwas zu gut gemeint. Eine umweltbewusste dm-Kundin veröffentlicht ein Foto auf Facebook, das zeigt, dass bei ihrer Bestellung zwei Tetra-Paks noch einmal mit Plastik verpackt wurden. „Ist das euer Ernst?“, schreibt sie dazu. Immer mehr Verbraucher fordern vom Einzelhandel nachhaltigere Verpackungen. Auch ein Fund im Gemüseregal von Lidl* löste erst kürzlich eine entsprechende Beschwerde-Welle aus. Viele dm-Kunden können dies im Fall einer Online-Bestellung allerdings nicht ganz nachvollziehen: „Sonst wird hier rumgemeckert, wenn die Suppe ausläuft. Willst du kein Plastik geh in den Laden“, kommentiert eine Facebook-Nutzerin. „Man kann es einfach niemandem mehr recht machen“, meint eine andere Kundin.

Immer wieder schildern Kunden ihre Unzufriedenheit mit dem ein oder anderen Produkt aus dem Online-Shop von dm – allerdings erhalten sie hierfür aus der Community nicht immer Verständnis. So löste die Beschwerde einer dm-Kundin zu einer Bestellung von FFP2-Masken* erst kürzlich eine riesige Diskussion aus.

Online-Bestellung bei dm: Drogerie in Erklärungsnot – „Einfach ein NO GO!“

„Ich bestelle seit gut 1 Jahr bei Euch online, und jedes mal wenn ich Katzenstreu mitbestellt habe kommt das Paket so bei mir an!“ beginnt eine weitere dm-Kundin ihre Beschwerde bei der Drogerie. Zum Beweis postet sie ein chaotisches Foto eines Pakets, in dem offenbar Katzenstreu ausgetreten ist. „Auch bei meiner letzten Bestellung ist es so angekommen, das Katzenstreu natürlich in die ganzen anderen Sachen mit eingebunden. Was dann besonders prickelnd ist, wenn man Eure Baby Gläschen bestellt und man beim Öffnen der Gläschen dann das Katzenstreu findet. Das ist einfach ein NO GO!!!“, schreibt die wütende Kundin weiter.

In den Kommentaren zu den Kundenbeschwerden sehen einige Facebook-Nutzer das Problem allerdings nicht bei dm selbst, sondern eher beim Paket-Lieferanten. „Ich würde bei DHL mal anfragen, wie die mit den Paketen umgehen“, schreibt zum Beispiel eine Kundin. „Normal ist das nicht, das du ständig reklamieren musst.“

dm: Drogerie verteidigt sich gegen Shitstorm – „Wir haben uns entschieden...“

Dennoch setzt dm angesichts der sich häufenden Beschwerden auf Facebook zur Erklärung an – und bittet nicht nur um Entschuldigung, sondern auch um mehr Verständnis. „Seitens unserer Kunden gibt es immer mehr Aufrufe mit der Bitte um weniger Verpackung und mehr Nachhaltigkeit“, kommentiert das Social-Media-Team der Drogerie. „Daher haben wir uns entschieden, bei Artikeln, die nicht flüssig sind und der Artikelkarton einen stabilen Eindruck macht, keine erneute Umverpackung mittels eines PE-Beutels zu verwenden.“ Die Drogerie-Kette verspricht jedoch, alle nicht mehr zu verwendenden Artikel gutzuschreiben, sollte eine Lieferung beschädigt ankommen. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Daniel Naupold/dpa /Screenshots Facebook

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