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Duschen nur mit Wasser? Das passiert mit der Haut

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Du willst auf Seife, Duschgel und Co. verzichten? Körperpflege nur mit Wasser ist durchaus möglich und unter Umständen sogar gesund. Alles, was du dabei beachten musst, erfährst du hier.

Was man beim Duschen nur mit Wasser beachten sollte:

Nur mit Wasser zu duschen ist also absolut möglich und sogar gesund, denn reines Wasser entfernt zuverlässig Schweiß, Hautschuppen und Staub. Sogar Urin ist wasserlöslich. Trotzdem ist das Duschen nur mit Wasser für viele ein befremdlicher Gedanke. Der gute, gewohnte Duft der Pflegeprodukte fehlt und vielleicht hat man das Gefühl, nicht richtig sauber zu sein. Doch Fakt ist, dass für Menschen mit normaler oder trockener Haut, duschen nur mit Wasser in der Regel völlig ausreichend ist.

Duschen nur mit Wasser kann sogar richtig gesund sein, denn gerade die Überpflege der Haut kann das Risiko von Hautkrankheiten erhöhen. Für Menschen mit trockener, empfindlicher Haut, oder Neurodermitis ist es sogar ausdrücklich von Hautärzten empfohlen, und zwar maximal drei bis vier mal in der Woche. Gerade zu häufiges Duschen und Einseifen greift den natürlichen Säureschutzmantel an, der unsere Haut vor Bakterien und Pilzen schützt.

Was passiert, wenn ich mehrere Tage gar nicht dusche?

Duschen nur mit Wasser spart Zeit und Geld und es ist sogar gesund, bis zu vier Tage gar nicht zu duschen, solang man eben nicht stinkt. Berufsgruppen, die täglich mit Staub oder giftigen Substanzen zu tun haben oder einer starken körperlichen Arbeit nachgehen sowie Berufssportler, sollten natürlich öfter duschen. Wichtig ist auch die Art der Kleidung, Baumwolle ist beispielsweise atmungsaktiv, wodurch man darunter nicht so schnell schwitzt.

Ein guter Trick, um sich trotzdem gepflegt zu fühlen, ist der Einsatz von Ölen (zum Beispiel Olivenöl) nach dem Duschen, so haben es auch schon die alten Römer gemacht. Öle eignen sich sehr gut als Pflege für trockene Haut, sie werden nach dem Duschen sanft einmassiert. Es ist einfach eine psychologische Einstellung, sich auch ohne „fremden“ Duft, sauber zu fühlen. Überzeugend: Kinderärzte empfehlen, Babys im ersten Lebensjahr nur mit warmem Wasser zu waschen.

Was kann ich tun, wenn ich nicht auf mein Lieblingsduschgel verzichten, aber meine Haut trotzdem schützen will?

Am besten sollte man sich dann mit einer leichten Waschsubstanz nur sparsam an den kritischsten Stellen, wie den Achseln, den Leisten, der Pofalte und den Füßen waschen. Für die restlichen Körperteile reicht reines Wasser völlig aus. Wichtig: Stellt das Wasser nicht zu heiß ein. Denn eine heiße Dusche reizt die Haut und trocknet sie zusätzlich aus.

Es gibt viele milde und natürliche Waschlotionen, die ganz ohne Silikone und andere Zusatzstoffe auskommen. Diese sind insbesondere bei trockener und empfindlicher Haut zu empfehlen.

Heiß oder kalt? Kurz oder lang? Wie duscht man am besten?

Am gesündesten ist es, nicht zu warm und nicht zu kalt, also lauwarm und außerdem nicht zu oft und nicht zu lange zu duschen. Falls du nicht ganz auf Duschgel verzichten willst, gehe sparsam mit Kosmetikprodukten um, und wähle sorgfältig aus, was zu deinem Hauttyp passt. Wechselduschen sind gut für den Kreislauf und für das Immunsystem. Ideal ist eine kurze, kalte Dusche am Ende, das schließt die Hautporen und regt die Durchblutung an.

Wichtig: Seife, Shampoo und Duschgel nicht im Gesicht einsetzen, denn dort ist unsere Haut sehr empfindlich. Diese Produkte sind für die Gesichtshaut zu aggressiv und können zu Hautreizungen führen. Hier besser speziell für die Gesichtshaut geeignete Produkte benutzen. Ob Duschöl eine gute Alternative zu Duschgel ist, könnt hier im Artikel „Duschgel oder Duschöl? Was ist besser für die Haut?“ nachlesen. (khei)

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