Junge Frau im „Dude“-Look

Edeka: Mutter mit Kind aus Filiale geschmissen – aus diesem unfassbaren Grund

Eine Edeka-Filiale führt mitten in der Corona-Pandemie eine neue Kleiderordnung ein. Pyjamas und Pantoffeln sind ab sofort für Kunden verboten – das ist der Grund und so reagiert das Netz:  

Kleiderordnungen verbindet man für gewöhnlich mit dem Wiener Opernball oder schicken Großstadt-Diskotheken. Das Regeln und Vorschriften zur gewünschten Kleidung auch für den Supermarkt um die Ecke gelten sollen, haben einige Kunden nicht auf dem Schirm. So auch eine Frau, die gemeinsam mit ihrer Tochter, Ende Oktober ihren Wocheneinkauf in einem Duisburger Edeka-Markt erledigen wollte. Mit ihrem unkonventionellen Outfit erregte sie dermaßen die Missgunst des Marktleiters, das dieser die beiden des Supermarkts verwies. Wie HEIDELBERG24* berichtet stößt dieses Durchgreifen in den sozialen Medien auf ein geteiltes Echo.

Gegenwärtig steht Edeka außerdem in mit einem Produkt-Rückruf* in den Schlagzeilen: Mitten in der Corona-Pandemie stellt sich ein Desinfektionsgel von Edeka als hochgradig gefährlich* heraus.

Edeka: Geschäftsleiter schmeißt Mutter mit Tochter raus

Das hat den Edeka-Supermarktleiter auf die Palme gebracht: Am Samstagvormittag (24. Oktober) betritt eine Kundin mit ihrer Tochter gegen 10 Uhr den Edeka. Dabei soll die Frau im Geschäft Pyjama, Puschen und einen pinken Morgenmantel getragen haben.

Für Edeka-Geschäftsleiter Frank Schneider (43) ist das ein No-Go. Er eskortiert die Frau und ihre ebenfalls im Schlafdress gekleidete Tochter umgehend aus dem Edeka. „Mit leichtem Moppern“ habe sie mit der Tochter an der Hand den Laden verlassen, berichtet die „WAZ“.

Um weitere Grenzüberschreitungen bezüglich des „Dresscodes“ zuvorzukommen hängt der Edeka-Chef anschließend ein Verbotsschild am Eingang auf: „Personen mit Morgenmantel oder Schlafanzug!!! haben keinen Zutritt zu unserem Laden!!!“ 

Edeka: Filialleiter betont Hygiene-Regeln in Corona-Zeiten

Soweit so gut. Hätte es der Edeka-Filialleiter dabei belassen, wäre die Aktion wahrscheinlich weitgehend auf Zustimmung gestoßen. Jedoch scheint sich Schneider mit der Begründung ein Eigentor geschossen zu haben:

Gerade in der aktuellen Zeit ist Hygiene sehr wichtig“, betont der Edeka-Chef und fügt hinzu, dass es nicht die Zeit sei, „nachlässig“ zu sein, weder mit sich selbst, noch mit seinen Mitmenschen. Damit setzt Schneider die wichtigen Corona-Regeln in einem direkten Zusammenhang mit der Kleiderwahl.

Edeka: Begründung für Kleiderordnung stößt auf Kritik

Die Begründung des Edeka-Verantwortlichen kommt wiederum bei vielen Usern auf Twitter gar nicht gut an. Sie sehen sich in ihrer Freiheit gegängelt und können den Zusammenhang zwischen Kleiderordnung und Hygiene nicht nachvollziehen: „Schlafanzüge aus Hygienegründen verbieten, ja ne ist klar. Was für ein Snob“, kritisiert ein User auf Twitter.

Zugleich sehen sich viele Nutzer an den Kultfilm „The Big Lebowski von 1998 erinnert. Für Alt-Hippie Jeffrey Lebowski, gespielt von Jeff Bridges, ist es eine Selbstverständlichkeit mit Bademantel und Pantoffeln einkaufen zu gehen. Was der „Dude“ wohl zur neuen Kleiderordnung sagen würde? (esk) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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