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Bunte Eier aus dem Supermarkt: Darum warnen Experten vor dem Kauf

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Von: Katja Becher

Ostern steht vor der Tür - und in den Supermärkten wartet ein riesiges Angebot an passenden Artikeln. Doch vor allem beim Kauf der von bunt gefärbten Eiern ist Vorsicht geboten!

Schon Wochen vor Ostern* füllen sich die Supermarkt-Regale mit passenden Artikeln für das Fest. Neben unzähligen Schoko-Hasen und Oster-Süßigkeiten wird bei Aldi*, Kaufland*und Co. auch der Vorrat an bunt gefärbten Eiern aufgestockt, die es in Supermarkt und Discounter mittlerweile das ganze Jahr zu kaufen gibt. Wer Ostereier nicht selbst färben möchte, greift meist einfach zu den gefärbten Eiern aus dem Regal – doch mit der Zeitersparnis kommen auch viele Nachteile, die Kunden unbedingt kennen müssen. HEIDELBERG24* berichtet, warum Verbraucher-Experten bei den bunten Eiern aus dem Supermarkt einige Bedenken haben:

Ostern: Bunte Eier aus dem Supermarkt – Herkunft muss nicht gekennzeichnet werden

Supermarkt-Kunden greifen heutzutage beim Eier-Kauf lieber zu Bio-Artikeln oder Produkten aus Freiland-Haltung – und verzichten eher auf Eier aus Käfighaltung. Während rohe Eier aus dem Supermarkt mit Informationen über Herkunft und Haltungsart der Hühner gekennzeichnet werden müssen, ist das bei den bunten, weiterverarbeiteten Eiern nicht notwendig.

Weil diese nicht mehr als Ei gelten, sondern bereits als weiterverarbeitetes Produkt, findet man auf den gefärbten Ostereiern aus dem Supermarkt meist nur Infos zu Hersteller und Mindesthaltbarkeitsdatum. Wie Öko-Test berichtet, stammt ein erheblicher Teil der bunten Eier aus dem Supermarkt tatsächlich aus Käfighaltung. Die Verbraucher-Experten empfehlen deshalb, vor allem auf ein Detail beim Ostereier-Kauf zu achten: Wenn die Verpackung ein „KAT“-Siegel des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen trägt, stammen die Eier garantiert aus Boden-, Freiland-, oder Biohaltung.

Ostern: Gefärbte Eier aus dem Supermarkt – Öko-Test mit erschreckenden Ergebnissen

Öko-Test testete vor kurzem 20 Eier-Sorten auf Schadstoffe, Qualität und Haltungsbedingungen – nur 4 Bio-Produkte empfehlen die Experten tatsächlich für das Oster-Nest. Doch auch bei Eiern bedeutet das Bio-Siegel nicht gleich, dass man das beste Produkt in der Hand hält! Im Öko-Test fiel ausgerechnet das Aldi-Produkt „GutBio“-Eier durch. Darin wurde im Test ein hoher Dioxinwert nachgewiesen, der womöglich krebserregend sein kann. Die Bio-Eiern von Alnatura schnitten für die Test-Experten hingegen gut ab.

Ostereier im Supermarkt kaufen: Darauf sollten Kunden dringend achten

Wer lieber auf die bunten Eier aus dem Supermarkt verzichten möchte, kann die bunten Ostereier ganz einfach selbst färben*. Das empfehlen zum Beispiel auch die Experten von Öko-Test. Fällt die Wahl dennoch auf das Produkt aus dem Handel, sollte man jedoch auf einige Details achten: Im Supermarkt sollten Kunden demnach zunächst genau überprüfen, ob die Schale der Eier unbeschädigt ist. Denn bei Rissen können Keime an das hart gekochte Ei gelangen. Fallen Risse erst zu Hause auf, sollten die bunten Eier nur mit Bedacht gegessen werden. Wenn sie nicht mehr gut Riechen, gehören sie unbedingt in die Mülltonne.

Eine bläulich-grünliche Verfärbung beim Eidotter, wie man sie bei bunten Ostereiern auf dem Supermarkt manchmal feststellen kann, ist laut Öko-Test hingegen nicht bedenklich. Die Farbe entsteht bei langen Kochzeiten der Eier. Ein wichtiger Tipp der Experten: Auch wenn bunte Eier auch im Supermarkt außerhalb des Kühlregals gelagert werden, sollten sie Zuhause unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt* werden. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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