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9-Euro-Ticket: Mit cleverem App-Trick volle Züge meiden

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Von: Daniel Hagen

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Dank 9-Euro-Ticket und Sommer-Sonne sind die Züge in Deutschland aktuell wieder richtig voll. Ein Trick in Ticket-Apps kann einen davor warnen, einen zu vollen Zug zu erwischen.

Ein altes Sprichwort besagt, dass man das Leben in vollen Zügen genießen soll. Wer auch immer hinter dem Spruch steckt, ist wohl noch nie im Hochsommer und ohne Klimaanlage für mehrere Stunden in einem vollen Zug gesessen. Gerade in Zeiten von Corona will man es eher vermeiden, mit ganz vielen Menschen eng beieinander zu stehen. Die Einführung des 9-Euro-Tickets am 1. Juni hat die Situation sogar noch etwas verschärft.

UnternehmenDeutsche Bahn AG
HauptsitzBerlin
Umsatz44,43 Milliarden EUR (2019)
CEORichard Lutz (22. März 2017–)

9-Euro-Ticket: Volle Züge im Sommer erwartet – kann die DB-App helfen?

Für insgesamt drei Monate können fast alle Regionalbahnen und Busse der Bundesrepublik für nur neun Euro genutzt werden. Wer große Reisen plant, verbringt da gerne schon einmal mehrere Stunden im Zug. Und da das Angebot für alle gilt, ist man in dieser Zeit nicht alleine.

Bereits vor der Einführung des 9-Euro-Tickets hat ein Bahn-Betriebsrat vor Chaos durch Menschenmassen gewarnt. Zudem steht das Pfingstwochenende bevor, an dem die Züge sowieso immer gut gefüllt sind. „Wenn so viele zusätzlich fahren, kann es punktuell zu starken Auslastungen kommen“, mahnt auch Verkehrsminister Volker Wissing und fordert dazu auf, auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen.

So wird bei der DB-App angezeigt, wenn eine Bahn überfüllt sein könnte.
So wird bei der DB-App angezeigt, wenn eine Bahn überfüllt sein könnte. © Screenshot DB-App

DB-App zeigt, wie voll die Züge durch das 9-Euro-Ticket werden

Doch ist es möglich, bereits im Voraus zu erkennen, welche Züge voll sind und welche nicht? Denn anders, als bei Zügen des Fernverkehrs, ist es im Regionalverkehr nicht möglich, einen Sitzplatz zu reservieren. Bevor man also in Ermangelung eines Sitzplatzes mehrere Stunden lang dicht gedrängt im Flur steht, sollte man sich vorab informieren.

Dafür lohnt sich die Anschaffung des DB-Navigators, der offiziellen App der Deutschen Bahn. Wenn man dort seinen Ziel- und Startort eingegeben hat, wird einem auch die erwartete Auslastung des Zuges gezeigt. Wer zum Beispiel am Pfingstwochenende von Mannheim nach Köln fahren möchte, muss mit „hohem Reisendenaufkommen“ und „hoher Auslastung“ rechnen. Oder anders gesagt – die Züge werden richtig voll!

Google Maps kann bei Reiseplanung mit 9-Euro-Ticket helfen

Auch über Google Maps lässt sich herausfinden, wie voll ein Zug werden könnte. Wer dort eine Route plant, könnte dabei eine Warnung erhalten, dass „mehr Besucher als gewöhnlich“ reisen. Vielleicht gelingt es, mit einem der Tricks einen Zug zu erwischen, der nicht komplett überfüllt ist. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. (dh)

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