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Insolvenz von Galeria Kaufhof – übernimmt aufstrebender Modehändler mehrere Filialen?

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Von: Teresa Knoll

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Galeria Kaufhof hat Insolvenz angemeldet, es gibt mehrere Anwärter zur Übernahme. Die Modekette Aachener hat bereits Standorte übernommen und Interesse an weiteren.

Auch zwei Monate nach der Eröffnung des Schutzschirmverfahrens steht noch nicht fest, wie viele Filialen von Galeria-Kaufhof wegen der Insolvenz geschlossen werden sollen. Einige könnten durchaus gerettet werden, etliche Standorte sollen von anderen Händlern übernommen werden. Wer Interesse angemeldet hat, ist noch nicht bekannt, allerdings hat die Dortmunder Modehandelskette Aachener verkündet, dass sie in Gesprächen zur Übernahme stehe.

Galeria Kaufhof-Insolvenz: Modekette Aachener interessiert an Übernahme

Mittlerweile seien „mehrere Bieter“ an der Übernahme von Geschäften der Galeria Kaufhof-Kette interessiert. „Aufgrund der laufenden Gespräche mit Vermietern und möglichen Erwerbern steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest, welche Filialen weiterbetrieben oder geschlossen werden“, teilte Deutschlands letzte große Warenhauskette am Dienstag (17. Januar) mit. Wer diese Interessenten sind, teilte das Unternehmen laut dpa nicht mit.

Die Dortmunder Modehandelskette Aachener hat jedoch berichtet, dass sie Gespräche über die Übernahme „einer größeren Zahl von Galeria-Standorten“ führe. „Sollte es zu Übernahmen kommen, wird allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der betroffenen Filialen das Angebot gemacht, den Arbeitsplatz zu behalten“, kündigte die Kette an. Zur Frage, welche Standorte für sie in Frage kommen, äußerte sich Aachener nicht.

Kaufhof-Filiale in Mannheim
Kaufhof-Filiale in Mannheim © MANNHEIM24/Marten Kopf

Aachener: Aufstrebender Modehändler hat bereits Galeria Kaufhof-Standorte übernommen

Die Modekette Aachener gibt es erst seit Anfang 2022. Sie betreibt nach Angaben des Branchenfachblatts Textilwirtschaft bisher bundesweit sieben Standorte, darunter auch frühere Galeria-Filialen in Flensburg, Brühl und Göttingen. Durch die Übernahme bestehender Textilhändler und -häuser will die Kette weiter wachsen. Auch ein Klamotten-Unternehmen aus Polen möchte in Deutschland größer werden.

Das Sortiment besteht bisher aus den Textilien, Accessoires und Schuhen, die nach eigenen Angaben „im gehobenen Preissegment“ angesiedelt sind. Mit der Übernahme von Galeria-Standorten soll das Konzept aber um weitere Sortimentsbestandteile erweitert werden. Die Schließungen der Filialen sorgen für Ängste bei den Galeria Kaufhof-Angestellten, die in Speyer sogar eine Demo veranstalteten.

Galeria Kaufhof insolvent: Einige Filialen sollen erhalten bleiben

Galeria Karstadt Kaufhof versuchte sich Ende Oktober 2022 zum zweiten Mal innerhalb von weniger als drei Jahren mit einem Schutzschirmverfahren zu retten. Galeria-Chef Miguel Müllenbach sagte damals, das Filialnetz mit zuletzt noch 131 Warenhäusern müsse im Zuge des Schutzschirmverfahrens „um mindestens ein Drittel reduziert werden“, also um mindestens 40 Filialen. Doch offenbar könnten auch doppelt so viele Häuser betroffen sein.

Galeria selbst betonte allerdings, dass die Zahl der Filialen, die von einer Schließung bedroht gewesen wären, zuletzt deutlich reduziert werden konnte – ohne allerdings weitere Details zu nennen. Das Galeria-Management und der Gesamtbetriebsrat einigten sich nach Angaben der Warenhauskette mittlerweile in den Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan auf erste Eckpunkte. Auch ein bekannter Fahrradhersteller ist insolvent – das hat Konsequenzen für Lidl und Aldi, wie echo24.de berichtet. (dpa/resa)

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