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Aldi: Ab Sommer – dieses Fleischprodukt verschwindet aus den Regalen

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Von: Tobias Becker

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Aldi Süd kündigt in einer Mitteilung eine große Veränderung an, die bereits ab Sommer 2022 gelten soll. Damit will der Discounter ein Zeichen setzen.

Seit Jahresbeginn hat sich einiges geändert in den deutschen Supermärkten und Discountern. Für Kunden sind auf den ersten Blick nur einige der Neuerungen sichtbar, andere geschehen langsam und auf Zeit. So hat Aldi Süd bereits im vergangenen Jahr angekündigt, ein Zeichen für das Tierwohl zu setzen. Ein Schritt dahingehend: Die Einführung der 5D-Regel.

Das bedeutet, dass Aldi in Zukunft bei jedem einzelnen Schritt der gesamten Wertschöpfungskette bei konventionellem Schweinefrischfleisch auf eine nationale Produktion setzen will. Dazu zählen Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Verarbeitung, wie HEIDELBERG24 bereits berichtete. Eine weitere Veränderung in diesem Zusammenhang soll bei Aldi Süd und Aldi Nord ab Sommer 2022 umgesetzt werden.

Ab Sommer 2022: Aldi verzichtet auf Rindfleisch aus Brasilien

„ALDI Nord und ALDI SÜD verzichten künftig auf Rindfleisch aus Brasilien“, heißt es in der Mitteilung von Februar. Zum einen will sich der Discounter-Riese dadurch gegen die Entwaldung der Amazonas-Region positionieren, zum anderen soll ein „wesentlicher Teil ihres Tierwohl-Versprechens“ eingelöst werden. „Gleichzeitig ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass wir unseren Haltungswechsel ernst meinen und konsequent mehr Fleisch aus Deutschland anbieten“, so Erik Döbele, Managing Director National Buying bei Aldi Süd. Als Ziel gibt Aldi Sommer 2022 vor. Der Verzicht auf brasilianisches Rindfleisch gelte demnach für alle „neuen Lieferantenverträge für Frischfleisch und Tiefkühlware“.

Damit aber noch nicht genug, denn der Discounter geht noch einen Schritt weiter. Auch die Herkunft von verarbeitetem Fleisch werde anschließend überprüft, um bis 2030 die „Entwaldung entlang der relevanten Lieferketten, wie Soja, Palmöl oder eben Rindfleisch, international zu beenden“, wie Aldi erklärt. In der Mitteilung gibt der Discounter auch einen Grund für das entschiedene Vorgehen an. So stehe die brasilianische Rinderwirtschaft oft in der Kritik, da es dort häufig zu illegaler Rodung komme, um Weideland auszuweiten. Dabei gebe es laut Mitteilung bereits Abkommen, die diese Praktik verhindern sollten.

NameAldi
SitzEssen/Mühlheim an der Ruhr
Gründung1946
GründerKarl und Theo Albrecht

Fleisch ist nicht das einzige Produkt, das künftig anders behandelt wird. Aldi setzt auch bei Milch auf die Haltungsformen 3 und 4 sowie eine deutsche Herkunft. Beim Fleisch gibt Aldi zum aktuellen Stand bekannt: „Bereits heute stammen rund 85 Prozent der bei ALDI verkauften Frischfleischprodukte aus deutscher oder sogar regionaler Herkunft.“ Der Anteil soll weiter erhöht werden, auch aufgrund der steigenden Nachfrage. (tobi/pm)

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