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Aldi Nord leert Regale mit Babynahrung – Kunden mit heftigen Vorwürfen

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Von: Katja Becher

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Im Netz sorgt aktuell ein Aushang, der offenbar aus einer Filiale von Aldi Nord stammt, für heftige Diskussionen – und unfassbare Vorwürfe gegen den Discounter.

Der Ukraine-Krieg tobt weiter – und hunderte Menschen müssen täglich ihre Heimat zurücklassen. Unzählige Menschen in Deutschland wollen die Opfer des Kriegs unterstützen, sei es mit Geld- und Sachspenden oder der Aufnahme von Geflüchteten. Umso verwunderlich ist die Diskussion, die sich nun um einen Aushang von Aldi Nord im Netz entwickelt hat.

UnternehmenAldi Nord
Gründung1961
HauptsitzEssen

Ukraine-Hilfe: Aushang bei Aldi Nord zu Babynahrung löst Netz-Diskussion aus

Nicht nur Bürger, sondern auch Unternehmen in Deutschland leisten aktuell große Beiträge zur Ukraine-Hilfe. Neben Chemie-Giganten wie BASF haben auch die großen Einzelhändler bereits angekündigt, Spenden ins Kriegsgebiet zu schicken. Eine heftige Diskussion löste nun jedoch ein Aushang aus, der aus einer Aldi-Nord-Filiale stammen soll – und von Kunden komplett missverstanden wurde.

„...wir haben uns entschieden, Babynahrung aus dem Sortiment zu nehmen. Um schnell Hilfe für die Ukraine leisten zu können, haben wir die verbleibenden Bestände direkt aus unseren Filialen abgeholt und weitergeleitet“, ist auf dem Foto des Schilds zu lesen, das aktuell auf diversen Social-Media-Kanälen die Runde macht.

Aldi Nord spenden Babynahrung an Ukraine-Opfer – unfassbare Twitter-Kommentare

Neben Fotos des Aushangs posteten Nutzer in den vergangenen Tagen auch noch Bilder von leeren Regalen, in denen Babynahrung zu finden sein sollte – und genau diese Tatsache sorgte unter einigen Aldi-Kunden offenbar für Ärger. So findet man zum Beispiel unter einen Twitter-Post des betreffenden Bildes Reaktionen wie „hochgradig dämlich“ oder sogar Aufrufe zum Boykott von Aldi.

Manche Twitter-Nutzer sehen offenbar sogar die „Versorgung und Gesundheit“ ihrer Kinder gefährdet – und erhalten für Kommentare dieser Art ordentlich Gegenwind im Netz. „Wer so etwas postet, war noch nie in seinem Leben wirklich in Not... unglaublich!“, lautet nur einer der vielen fassungslosen Kommentare.

Aldi-Nord-Aushang kursiert im Netz – Discounter klärt Missverständnis auf

So verwunderlich es ist, dass eine Spende an Babys in einem Kriegsgebiet überhaupt eine solche Diskussion auslösen kann, haben die wütenden Aldi-Nord-Kunden die Ankündigung offenbar auch noch komplett falsch aufgefasst. Denn gegenüber tz.de erklärte der Discounter, was es wirklich damit auf sich hat, dass die Babynahrung aus dem Sortiment genommen wird.*

Auf Anfrage von tz.de lautete es von der Aldi Nord-Pressestelle, dass man das Babynahrungs-Sortiment bis Ende 2022 „deutlich verkleinern“ wolle. Die Entscheidung dazu sei bereits vor längerer Zeit gefallen. Statt die restlichen Lagerbestände in den Aldi-Nord-Filialen abzuverkaufen, wolle das Unternehmen diese direkt in die Ukraine spenden.

Aldi Nord verkleinert Babynahrungs-Sortiment – Lagerbestände werden gespendet

Den Anblick von leeren Regalen ist man bei Aldi und Co. bei bestimmten Produkten zwar aktuell gewohnt – doch dieser Fall hat ganz offensichtlich einen anderen Hintergrund. Laut Aldi Nord würden die kompletten Restbestände an Babynahrung an die Caritas in Essen gespendet, die dann für den Transport der Spenden ins Kriegsgebiet sorgen würde.

Doch auch ohne diese Aufklärung seitens des Discounters lösen die wütenden Kommentare unter dem Bild des Aushangs bei vielen Twitter-Nutzern zurecht Fassungslosigkeit aus:. „Da ist in einem Laden kurzfristig ein Fertigprodukt nicht vorhanden und ihr bauscht das zu einer Hungersnot der deutschen Babys auf. Meine Güte, geht´s noch?“ (kab) *HEIDELBERG24 und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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