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Aldi: Ab Sommer – Diese Produkte fliegen raus

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Von: Josefine Lenz

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Aldi wirft ab Sommer ein Fleischprodukt aus dem Regal. Damit will der Discounter den Regenwald schützen und illegale Rodungen verhindern:

Wer künftig bei Aldi einkaufen geht, der wird einige Veränderungen feststellen. Der Discounter-Riese setzt auf mehr Tierwohl und Umweltschutz. Gleichzeitig werden von einigen Produkten die Preise erhöht, wie zuletzt von Milch. Nun gibt Aldi eine weitere Veränderung bekannt, denn das Unternehmen schmeißt eine Fleischware aus dem Regal. Sowohl bei Aldi Süd als auch bei Aldi Nord wird es das Produkt künftig nicht mehr geben, wie in einer Pressemitteilung berichtet wird.

UnternehmenAldi
SitzEssen
Gründung1961, Essen

Aldi wirft Fleischprodukt aus den Regalen – „Zerstörung bedrohter Waldgebiete entgegenwirken“

Wie Aldi mitteilt, verzichtet der Discounter künftig auf den Verkauf von Rindfleisch aus Brasilien. Damit setzt sich der Konzern gegen die Entwaldung des Amazonas-Regenwaldes und der dortigen Region ein. Die Rinderwirtschaft in Brasilien steht ständig in der Kritik. Grund: Damit die Rinder weiden können, braucht es jede Menge Land. Der Regenwald muss dafür gerodet werden, oftmals auch illegal. „Als internationale Händler mit globalen Lieferketten wollen wir unseren Teil der Verantwortung wahrnehmen, um der Zerstörung bedrohter Waldgebiete entgegenzuwirken“, sagt Dr. Tanja Hacker, Managing Director Category Management und National Buying bei Aldi Nord. „Gleichzeitig ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass wir unseren Haltungswechsel ernst meinen und konsequent mehr Fleisch aus Deutschland anbieten“, so Erik Döbele, Managing Director National Buying bei Aldi Süd.

Aldi will beispielsweise bei Frischmilch ausschließlich auf die Haltungsformen 3 und 4 umstellen. Bis 2030 soll dieses Vorhaben umgesetzt werden. Bis dahin soll auch Frischfleisch auf diese Haltungsformen umgestellt und die niedrigen Haltungsbedingungen 1 und 2 abgeschafft werden. Bereits seit 2021 verzichtet der Discounter auf das Kükenschreddern.

Aldi: Ab Sommer – Rindfleisch aus Brasilien wird aus den Regalen verbannt  

Der Verzicht auf brasilianisches Rindfleisch gilt ab Sommer 2022 für alle neuen Lieferantenverträge für Frischfleisch und Tiefkühlware. In einem nächsten Schritt überprüfen die Discounter die Herkunft von verarbeitetem Fleisch. Erklärtes Ziel ist es, bis Ende 2030 die Entwaldung entlang der relevanten Lieferketten, wie Soja, Palmöl oder eben Rindfleisch, international zu beenden. Bereits heute stammen rund 85 Prozent der bei ALDI verkauften Frischfleischprodukte aus deutscher oder sogar regionaler Herkunft. Diesen Anteil möchte ALDI auch aufgrund der wachsenden Nachfrage kontinuierlich steigern. (jol/pm)

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