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Rewe, Aldi, Lidl und Co.: Corona-Lage verschärft sich - Das ändert sich im November

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Von: Jonas Raab

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Seit mehr als eineinhalb Jahren bestimmt Corona unser Leben. Auch beim Einkaufen müssen seitdem viele Regeln befolgt werden. Im November stehen sie auf dem Prüfstand.

München - Die Temperatur sinkt, die Infektionszahlen steigen. Um das Coronavirus* so gut wie möglich in Schach zu halten, gelten in Deutschland schon seit Monaten die verschiedensten Regeln, Vorschriften und Gesetze – auch beim Einkauf im Supermarkt. Maskenpflicht, Abstandslinien an der Kasse und teilweise auch der Zutritt nur mit Einkaufswagen oder Korb gehören längst zum Alltag bei Aldi*, Edeka*, Rewe* und Co. Zum November hin könnten die Maßnahmen verschärft werden – denn in einigen Bundesländern ist das schon jetzt der Fall.

In Bayern gilt derzeit fast in allen Landkreisen die 3G-Regel, weil die Sieben-Tage-Inzidenz dort über 35 liegt. Viele Innenräume dürfen nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete betreten. Das betrifft die Gastronomie, Dienstleister wie Friseure und zahlreiche andere Einrichtungen wie Museen, Kinos oder Sportstätten. Der Einzelhandel des täglichen Bedarfs – also Supermärkte, Versorger und Discounter – sind von dieser Regel in Bayern explizit entbunden. Im November gelten deshalb weiterhin die Hygienekonzepte der jeweiligen Supermärkte. Ob das den gesamten Winter über so bleibt, lässt sich momentan nicht abschließend beantworten – insbesondere, weil erst kürzlich zwei Bundesländer sogar eine 2G-Regel für den kompletten Einzelhandel beschlossen haben.

Corona-Regeln bei Edeka, Kaufland und Co.: Kommt die 2G-Regel im Supermarkt?

Die Regierungen in Niedersachsen und Hessen haben den dortigen Einzelhändlern die gesetzliche Option eingeräumt, in ihren Filialen eine 2G-Regel zu etablieren*. In Märkten, die das Optionsmodell umsetzen, sind Ungeimpfte also ausgeschlossen. Ein Test (egal ob PCR- oder Schnelltest) genügt dort nicht. Andere Bundesländer könnten dem Vorbild folgen, zumal sich der Handelsverband Deutschland (HDE) für ein deutschlandweites 2G-Optionsmodell im Einzelhandel nach hessischem Vorbild ausspricht.

Ob Ungeimpfte in Bayern weiterhin Lebensmittel einkaufen können, hängt deshalb an Markus Söder, seiner Staatsregierung, und vor allem an den Einzelhändlern selbst, schließlich sind sie nicht zur Umsetzung der 2G-Regel gezwungen. In den vergangenen Tagen positionierten sich alle großen Supermarktketten*. Die Discounter Aldi, Lidl* und Netto* erteilten der Kann-Regel für ganz Deutschland ebenso eine Absage wie die Märkte der Rewe Group (Rewe, Penny, Toom Baumarkt), die Handelskette Kaufland*, Edeka und Real – in Niedersachsen, Hessen, Bayern und sonst wo.

Corona-Regeln: Im November wird über die Zukunft der Maskenpflicht im Supermarkt entschieden

Wie es mit der Maskenpflicht beim Einkauf weitergeht, entscheidet sich noch im November. Um das Infektionsgeschehen in Deutschland einzudämmen, wurde als gesetzliche Grundlage zu Beginn der Pandemie die „epidemische Notlage“ ausgerufen und mehrfach verlängert. Doch am 25. November 2021 soll sie enden. Das haben die Teilnehmer der Koalitionsverhandlungen um die mögliche künftige Ampel-Regierung am Mittwoch (27. Oktober) bekanntgegeben. Bis zum 22. März 2022 soll eine Übergangslösung gelten, wie aus einem Eckpunktepapier hervorgeht. Ob es bei diesem Zeitplan bleibt und ob das ein Ende der Supermarkt-Maskenpflicht im Frühling bedeutet, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. (jo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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