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Aldi, Lidl und Co.: Vorsicht, Falle! Wer diese Tricks durchschaut, kann beim Discounter richtig sparen

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Von: Katja Becher

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Discounter wie Aldi locken ihre Kunden mit günstigen Preisen in die Filialen. Doch auch mit weiteren Tricks werden Verbraucher dazu verführt, mehr zu kaufen, als sie eigentlich brauchen:

Günstige Preise und ein breites Sortiment – damit locken Discounter wie Aldi ihre Kunden in ihre Filialen. Doch das Gefühl, beim Einkauf Geld zu sparen, ist nicht die einzige Manipulations-Taktik, auf die Discounter und Supermärkte setzen, um den Verbraucher zum Kauf zu bewegen. Wer kennt es nicht: Man will eigentlich nur etwas Milch und Klopapier kaufen – und verlässt den Laden mit einem gefüllten Einkaufswagen.

Wem das passiert, der könnte in eine der zahlreichen Einkaufsfallen getappt sein, denen sich Aldi und Co. bedienen. Wer also beim Einkaufen Geld sparen will, sollte die beliebtesten Tricks von Discounter und Supermarkt kennen:

UnternehmenAldi Süd/Aldi Nord
HauptsitzMühlheim/Essen
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Aldi: Der Einkaufswagen-Trick – darum ist der Boden schräg

Wer genau hingesehen hat, dem dürfte ein Detail beim Einkaufswagen in Supermarkt und Discounter bereits bemerkt haben: In den meisten Fällen verläuft der Boden des Wagens nämlich nicht gerade, sondern schräg. Dahinter steckt eine geschickte Manipulation, der sich Aldi und Co. bedienen, um ihre Kunden zum Kauf zu verleiten. Denn wenn wir den Einkaufswagen vor uns herschieben, ist unser Blick nach vorne gerichtet. Legen wir einen Artikel in den Wagen, rutscht dieser durch den schrägen Boden automatisch in unsere Richtung – und verschwindet aus unserem Blickfeld. Der Effekt: Wir haben den Eindruck, das wir noch gar nicht so viel gekauft haben.

Aldi: Einkaufsfalle Backwaren – so beeinflusst der Discounter dein Kaufverhalten

In nahezu jeder Filiale von Aldi, Lidl und Co. finden Kunden die Backwaren direkt zu Anfang. Vor allem die frischen und duftenden Brötchen und andere Kohlenhydrate-Bomben lassen dem ein oder anderen Kunden direkt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dabei setzen die Discounter und Supermärkte natürlich auf besonders hungrige Verbraucher, die sich angesichts der hübschen und leckeren Auslage direkt angesprochen fühlen. Das ist übrigens auch beim frischen Obst und Gemüse der Fall, für das oftmals Speziallampen eingesetzt werden, die die Ware noch bunter erscheinen lassen. Wer sich bei Aldi und Co. nicht von seinem Appetit leiten lassen will, sollte also niemals hungrig einkaufen gehen!

Aldi: Preis-Unterschiede und Produktplatzierung verleiten zum Kauf

Ein weiterer Trick beim Aufbau des Sortiments in den Filialen: Produkte, die besonders häufig gekauft werden, finden sich nicht etwa am Anfang, sondern besonders weit hinten im Laden. So wird der Kunde dazu verleitet, auf dem Weg zu Butter, Milch und Co. noch diverse andere Artikel in seinen Einkaufswagen zu packen, bis er am eigentlichen Ziel ankommt.

Auch bei der Verteilung der Produkte innerhalb eines Regals haben sich Discounter und Supermärkte etwas gedacht: Denn bei Aldi und Co. findet man die teureren Artikel meist genau auf Augenhöhe, während die günstigeren Alternativen weiter oben oder gar ganz unten im Regal zu finden sind. Es lohnt sich also, nicht gleich das erstbeste Produkt zu greifen, sondern sich die Zeit zu nehmen, Preise zu vergleichen – und auch mal in die unteren Bereiche der Auslage zu schauen.

Ein weiterer hilfreicher Tipp: Weil die meisten Menschen Rechtshänder sind, könnten in der Filiale des Vertrauens die teureren Produkte auf der rechten Seite stehen. Aus diesem Grund verlaufen übrigens auch die Gänge in den meisten Märkten im Uhrzeigersinn. Ein Blick nach links lohnt sich also ebenfalls!

Aldi: Einkaufsfalle Mogelpackung – so lässt man sich nicht täuschen

Immer wieder greifen auch bekannte Marken, die sich in Supermarkt und Discounter finden, zu Tricks, um Verbrauchern mehr Geld für weniger Ware zu entlocken. Das geht oft mit einer vergrößerten Verpackung mit verkleinertem Inhalt einher, aber auch mit saftigen Preiserhöhungen. Seit einigen Jahren vergibt die Verbraucherzentrale Hamburg deshalb den Negativpreis „Mogelpackung des Jahres“. Dabei können Verbraucher nicht nur abstimmen, welche Hersteller besonders dreist bei Verpackung und Co. schummeln. Die Liste der Mogelpackungen dient Kunden von Aldi und Co. auch dafür, bei ihrem Einkauf direkt zu erkennen, bei welchen Artikeln sie vergleichsweise wenig für ihr Geld kriegen.

Wer diese beliebten Tricks von Aldi, Lidl, REWE und Co. kennt, der ist für den nächsten Einkauf bestens gewappnet – und erlebt beim Blick auf den Kassenzettel keine böse Überraschung. Zusätzlich empfiehlt sich natürlich immer, im Vorfeld einen Einkaufszettel zu schreiben und diesen dann nach und nach abzuarbeiten – ohne sich manipulieren zu lassen. Auch interessant: Im Gegensatz zu anderen Supermärkten, läuft in Filialen von Aldi und Lidl keine Musik – aus diesem Grund. (kab)

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