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Aldi: Verwirrung um Masken-Pflicht – Mitarbeiter muss sich entschuldigen

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Von: Katja Becher

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FFP2- oder OP-Maske? Es herrscht vielerorts Verwirrung, welche Corona-Regel in Aldi-Filialen nun gelten. Eine Kundin richtet nun eine geharnischte Beschwerde an den Discounter.

Aus Sorge vor der Omikron-Variante hat die Landesregierung von Baden-Württemberg erst kürzlich ihre Corona-Verordnung überarbeitet. Aus der bisherigen Empfehlung zum Tragen einer FFP2-Maske in bestimmten Bereichen wurde eine Pflicht – auch beim Einkauf bei Aldi und Co. Bei vielen Kunden stiftet diese Regel-Änderung aktuell Verwirrung, denn die neue Regelung wurde im Bundesland quasi über Nacht eingeführt. Hinzu kommt außerdem, dass in anderen Bundesländern der Einkauf mit OP-Maske aktuell erlaubt ist.

Auch das Social-Media-Team von Aldi Süd muss sich seit der Einführung der FFP2-Maskenpflicht in Filialen in Baden-Württemberg vielen Fragen und Beschwerden stellen. Der Erfahrungs-Bericht einer Kundin aus Stuttgart löste nun eine Diskussion in den Kommentaren aus, nach der das Aldi-Team selbst zurückrudern musste:

DiscounterAldi
HauptsitzEssen (Aldi Nord), Mühlheim an der Ruhr (Aldi Süd)
GründerKarl & Theo Albrecht
Filialen weltweit11.235 (2019)

Aldi: Verwirrung um FFP2-Maskenpflicht – Wütende Kundin bemängelt Umsetzung

In Zeiten von vielen unterschiedlichen Corona-Regelungen in den Aldi-Filialen in Deutschland muss das krisenerprobte Social-Media-Team von Aldi Süd viele Beschwerden aufnehmen, Fragen zu aktuellen Regelungen aufklären und auch das ein oder andere mal die Umsetzung der Corona-Maßnahmen durch die Aldi-Mitarbeiter verteidigen.

Wie im Fall einer hochschwangeren Aldi-Kundin aus Mannheim landen aktuell vor allem Beschwerden auf der Facebook-Seite des Discounters, wonach Kunden wegen der falschen Maske aus dem Laden geflogen seien. Auch ein Senior aus Baden-Württemberg musste diese Erfahrung offenbar bereits machen – und löste damit eine hitzige Diskussion auf Facebook aus. Doch eine Aldi-Kundin aus Stuttgart hat nun etwas ganz anderes zu bemängeln: Auf Facebook beanstandet sie den Umgang in der Hauptstadt-Filiale mit der FFP2-Maskenpflicht – und bringt damit die Aldi-Mitarbeiter selbst kurzzeitig in Erklärungsnot.

Aldi: Masken-Diskussion auf Facebook – FFP2-Maske oder nicht?

Die Aldi-Kundin schildert auf Facebook, dass sie am Dienstagabend (11. Januar) in einer Filiale in Stuttgart eingekauft hätte. „Beschildert ist, FFP2-Maske sei Pflicht zum Einkaufen im Geschäft. An der Kasse standen 4 Kunden plus 1 Angestellte. Ich war die einzige Person mit FFP2-Maske“, erklärt sie weiter. Drei Personen hätten OP-Masken getragen, der Angestellte hätte die Maske unter dem Kinn getragen. Eine Person hätte sogar eine Stoffmaske getragen. „Ich werde keinesfalls auf die FFP2-Maske verzichten, erwarte aber auch, dass meine Mitmenschen sich ebenfalls an die Vorschriften halten – und dass seitens der Geschäfte auch auf die Einhaltung geachtet wird!“, fordert die Kundin weiter.

Die Antwort von einem Aldi-Mitarbeiter lässt nicht lange auf sich warten. „Ich habe mich bei den Kolleg:innen vor Ort informiert und es gilt auch dort weiterhin die Pflicht zum tragen einer medizinischen Mund- und Nasenmaske. Es besteht keine FFP2-Maskenpflicht“, erklärt dieser der wütenden Kundin – doch hat er damit wirklich Recht?

Maskenpflicht bei Aldi: Discounter-Mitarbeiter rudert zurück – „Irreführende Info“

Schnell schalten sich in die Diskussion auf Facebook auch weitere Kunden ein und erklären, dass in Baden-Württemberg sehr wohl eine FFP2-Maskenpflicht im Supermarkt bestehe. Der Aldi-Mitarbeiter rudert daraufhin zurück und entschuldigt sich „für die irreführende Info“. Allerdings weist er auch darauf hin, dass die FFP2-Maskenpflicht am Dienstag (11. Januar), als die Kundin in der Stuttgarter Filiale einkaufte, noch nicht bestand – und erst am Tag darauf eingeführt wurde. Diese Erklärung reicht der wütenden Verfasserin der Beschwerde aber nicht aus. Erneut weist sie auf das bereits am Dienstag aufgestellte FFP2-Warnschild hin.

Das Social Media-Team von Aldi versucht daraufhin noch einmal die Wogen zu glätten. „Es war keineswegs unsere Absicht, dir deinen Einkauf auf irgendeine Weise unangenehm zu gestalten“, lenkt der Aldi-Mitarbeiter ein – wenn auch etwas patzig: „Was passiert ist, können wir jetzt jedoch nicht mehr ändern. Wir geben deine Erfahrung und dein Feedback aber wie gesagt sehr gerne intern weiter, damit wir unsere Hygiene- und Schutzmaßnahmen und deren Durchführung noch weiter verbessern können.“ Dieses Beispiel beweist einmal mehr, welche Verwirrung die Einführung der FFP2-Maskenpflicht in Baden-Württemberg gestiftet hat – nicht nur bei Discounter-Kunden, sondern offenbar auch bei den Mitarbeitern selbst. (kab)

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