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Aldi Nord geht neue Wege: Werden Filialen komplett umgebaut?

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Von: Tobias Becker

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Aldi zählt zu den erfolgreichsten Discountern weltweit, dennoch gibt es nun einen Wandel. Aldi Nord geht neue Wege und reagiert damit wohl auf den Verlust von Marktanteilen.

Aldi Süd hat zwar weniger Filialen als Aldi Nord, dafür macht der Einzelhandels-Riese jedoch mehr Umsatz. Auch im Aussehen wirken die die Filialen für viele Verbraucher zeitgemäßer als die im Norden. Und auch Klaus Gehrig, ehemaliger Chef der Schwarz-Gruppe, zu der auch Aldi-Konkurrent Lidl gehört, sagte in einem Interview, er meine Aldi Süd, wenn er von Aldi* spreche. Ein klares Statement, welche der beiden Ketten in Deutschland die Nase vorne hat. Aber: Das könnte sich nun ändern.

Der Grund: Aldi baut um! Bereits zum dritten Mal in vier Jahren geht Aldi Nord neue Wege und ändert Aussehen und Aufbau der Filialen. Für Kunden bedeutet das, dass sie sich auch an einen neue Anordnung der Regale gewöhnen müssen. Bislang waren beispielsweise Obst und Gemüse ganz hinten zu finden, Aktionsware im Eingangsbereich (ANIKo-Konzept). In naher Zukunft werden im Eingangsbereich, ähnlich wie bei Aldi Süd oder Lidl, Obst und Gemüse sowie frische Backwaren zu finden sein. HEIDELBERG24* verrät die Details zu den Plänen von Aldi Nord.

DiscounterAldi
HauptsitzEssen (Aldi Nord)/Mühlheim an der Ruhr (Aldi Süd)
GründerKarl & Theo Albrecht
Filialen weltweit11.235 (2019)
Jahresumsatz81,8 Milliarden Euro (2019)

Aldi Nord baut erneut um: An diesen Standorten sieht‘s bald neu aus

Der Umbau bei Aldi Nord erfolgt wohl Schritt für Schritt und wird im Verbreitungsgebiet zunächst an diversen Standorten von Aldi getestet, wie Der Westen schreibt. Demnach sollen zwei Filialen in Nordrhein-Westfalen betroffen sein, zwei in Niedersachsen und eine in Schleswig-Holstein. Die genauen Standorte sind Werl, Radevormwald, Hannoversch Münden, Sievershausen und Nortorf.

Ob weitere Filialen von Aldi Nord umgebaut werden sollen, ist bislang noch nicht bestätigt, wie es auf Chip.de heißt. Aber: Der Umbau der Standorte bleibt wohl nicht der einzige Wandel. Auch die Logistik soll verändert werden. Ziel ist es, das Motto „Frische Wahl trifft günstig“ besser einzulösen.

Auf was sich Kunden nach dem drastischen Umbau bei Aldi noch einstellen müssen*, verrät ruhr24.de.

Aldi Nord baut erneut um: Verlust von Marktanteilen ein Grund?

Der Grund für den erneuten Umbruch des Discounters liegt wohl in den verlorenen Marktanteilen. So hat Aldi Nord etwa ein Prozent im vergangenen Jahr eingebüßt. In 2022 sollen laut einer Prognose weitere Verluste drohen. Das kann der Discounter-Riese so nicht auf sich sitzen lassen und versucht nun gegenzusteuern. Dabei ist bei Aldi eigentlich die Strategie, weltweit denselben Look* zu bieten. Kunden sollen sich zurechtfinden, egal wo sie sind.

In einem Ranking liegt Aldi inzwischen in den Top 10 der weltweit größten Discounter. Hinter US-Handelsriese Wal Mart, Internetgigant Amazon und der US-Kette Costco erreicht Aldi als Konzern Platz vier*. Kein Wunder also, dass immer wieder neue Innovationen getestet werden können. So gibt es in Australien nun einen Pizzabot bei Aldi*, der restaurantähnliche Pizza herstellt. (tobi) *HEIDELBERG24 und ruhr24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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