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Aldi erhöht Preise bei weiteren Produkten – und nennt Gründe

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Von: Tobias Becker

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Durch den Krieg in der Ukraine und das Coronavirus steigen die Preise in den Supermärkten. Nun macht Platzhirsch Aldi weitere Produkte teurer und erklärt den Grund.

Der Geldbeutel ächzt! Wer heute Geld ausgibt, wird Scheine und Münzen meist schneller los als gewollt, denn die Preise in vielen Alltagsbereichen steigen derzeit. Das beginnt beim Benzin, endet bei den Lebensmitteln von Aldi, Lidl und Co. aber noch lange nicht. Dennoch ist gerade dort die Diskussion groß, nachdem in der vergangenen Woche Discounter-Riese Aldi viele Artikel teurer werden ließ.

DiscounterAldi
HauptsitzeEssen (Aldi Nord)/Mühlheim an der Ruhr (Aldi Süd)
GründerKarl & Theo Albrecht
Filialen weltweit11.235 (2019)
Jahresumsatz81,8 Milliarden Euro (2019)

Weitere Preissteigerung bei Aldi: Konkurrenz zieht nach

Ein Problem daran ist, dass Aldi auf dem Markt das Maß aller Dinge ist. Heißt: Wenn Aldi die Preise bei einem Produkt steigert, ziehen Konkurrenten wie Rewe, Lidl, Edeka und andere nach - flächendeckend und teils noch über die von Aldi vollzogen Erhöhung hinaus, wie die WirtschaftsWoche schreibt.

Andersrum ist das aber ebenfalls der Fall. Also wenn die Preise bei Aldi beispielsweise für Fleisch sinken, wird das Aufstöhnen der Konkurrenz fast hörbar, denn auch hier wird oft, wenn wohl auch widerwillig, nachgezogen. Aktuell gehen die Preise jedoch nach oben beim Discounter-Riesen und somit auch in anderen Supermärkten. Eine Entwicklung, die dem Geldbeutel der Kunden schadet.

Weitere Preissteigerung bei Aldi: So begründet der Discounter-Riese

Als Ursache nennt Aldi gegenüber der WirtschaftsWoche zwei „Jahrhundert-Ereignisse“, die sich „massiv auf die weltweiten Lieferketten auswirken“: Die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine. Metalle, Baumwolle, Kunststoffe, Holz - diese Rohstoffe haben eine steigende Nachfrage, die derzeit schwierige Logistik verstärkt die Problematik.

Die ohnehin schon corona-bedingt angespannte Lage bei den Lieferketten gerät durch „den Krieg in der Ukraine und der zunehmenden Isolierung Russlands weiter unter Druck“. Zumal Russland und die Ukraine laut Aldi „wichtige Herkunftsländer für Rohstoffe wie Weizen oder Speiseöl“ seien. Die steigenden Energiepreise tun ihr übriges und erhöhen wiederum die Kosten in der Produktion und Logistik.

Weitere Preissteigerung bei Aldi: „Kein Mitnahmeeffekt“

Aber: Wahllos Preise erhöhen ist bei Aldi kein Thema. Bereits vor einigen Tagen wurde von vielen Unternehmen bemängelt, dass einige Hersteller die derzeitige Situation nutzen, um Preisaufschläge durchzusetzen, die die erhöhten Kosten übersteigen. Diesen „Mitnahmeeffekt durch die Industrie“ will Aldi nicht fördern und schaut deshalb genau hin, wo Preiserhöhungen gerechtfertigt sind.

Nachdem Aldi bereits rund 160 Artikel teurer gemacht hat, werden weitere 20 bis 30 Artikel hinzukommen, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Durch unterschiedliche Varianten sind es letztlich mehr als 180 Produkte mit 450 Varianten. Hinzu kommt, dass manche Artikel auch knapp werden könnten. (tobi)

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