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„Die haben doch ‚nen Knall“ – Aldi-Kunden entsetzt über Speiseöl-Preise

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Von: Teresa Knoll

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Viele Verbraucher können die hohen Preise für Speiseöl nicht akzeptieren. Auf Twitter entbrannte kürzlich wieder eine Diskussion um das Thema, bei der Aldi nicht gut weg kam.

Die Preise für Lebensmittel sind gestiegen. Auch für Sonnenblumenöl müssen Kunden jetzt mehr hinblättern, weil es vor allem aus der Ukraine importiert wird. Die Verbraucher haben sich offenbar noch immer nicht mit den Teuerungen abgefunden. Verärgerte Kunden machen sich auf Twitter Luft. Für das Öl-Regal in einem Supermarkt musste zeitweise aber auch Security angestellt werden.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Umsatz106,3 Milliarden USD (Stand 2019)
Gründung1961, Essen
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Diskussion um Speiseöl: Günstiger aus dem Ausland

Ein Nutzer ist nicht bereit, so viel für Öl von Aldi zu bezahlen. „Bei 4,19 Euro bin ich da raus und warte, bis mir mein Kollege 2 Kartons aus Polen mitbringt. Zum Preis von 1,20 der Liter.“ Dazu postet er ein Bild von Sonnenblumenöl samt Preisschild, von denen es Dutzende in sozialen Medien gibt. Vor einiger Zeit führte Aldi das Speiseöl Ondosol ein, über dessen Preis sich ein Kunde besonders ärgerte. 

Das Preisschild auf dem Foto ist rot, was normalerweise darauf hinweist, dass das Produkt gerade günstiger zu haben ist. „Immerhin im Angebot“, kommentiert dann auch prompt ein Nutzer. Die Aussage ist offenbar ironisch gemeint, wie das Clowns-Emoji daneben verdeutlicht. Über Sonnenblumenöl für 1,99 Euro freute sich ein Aldi-Kunde und wurde dann bitter enttäuscht.

Speiseöl: Darauf verzichten oder selber machen

Eine andere Nutzerin vermutet gar eine perfide staatliche Aktion hinter den Teuerungen: „Spekulation mit Speiseöl. Staatlich, von der Ampel gerne gefördert. Man macht da schamlos mit. Je teurer, desto mehr Steuereinnahmen.“ Aber offenbar verzichten einige lieber, als diese hohen Preise zu bezahlen. „Die haben doch nen Knall...da bin ich raus“, schreibt eine Nutzerin.

Der Kauf von Speiseöl artet mancherorts zu einem regelrechten Kampf aus. In einem Supermarkt in Hamburg musste das Öl-Regal von Security überwacht werden, wie 24hamburg berichtet. Um unabhängig von Supermärkten zu sein, schlägt eine Twitter-Nutzerin „selber machen“ vor. Bei Preisen bis zu 5,49 Euro, wie eine andere Verbraucherin berichtet, vielleicht keine so schlechte Idee.

Speiseöl: Wenn teuer, dann Bio-Qualität

Manche lassen sich gutes Öl etwas kosten: „Hab mir noch rechtzeitig vor der grünen Mangelwirtschaft 50l Bio-Olivenöl aus Sizilien für 8 Euro den Liter kommen lassen“, twittert jemand. Anderen ist der halbe Preis schon zu teuer: Eine Kundin schreibt, sie habe im Kaufland das Sonnenblumenöl für 3,99 Euro gesehen: „Habe mich umgedreht und stehen gelassen“.

Nicht alle verstehen den Aufstand um die Teuerung von Speiseöl. „Was machen eigentlich alle mit dem Öl? Ich brauche NIE welches..?!“, fragt jemand und erhält ein paar Rezeptvorschläge: „Wir verwenden es in erster Linie zum Frittieren, z.B. Empanadas oder Papas Rellenas, aber auch für Salate. Da geht schon einiges drauf.“ „Ölbäder?“, schlägt jemand anderes vor. (resa)

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