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Aldi: Kunde mit kurioser Hot-Dog-Diskussion – „Nicht zu gebrauchen“

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Von: Marten Kopf

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Tagtäglich muss sich der Discounter-Riese Aldi mit Beschwerden seiner Kunden auseinandersetzen, es geht um zu hohe Preise und Mogelpackungen. Viele sind durchaus berechtigt – andere erstaunen.

Das Social-Media-Team bei Aldi Süd hat es oft nicht ganz leicht. Immerhin sind es die dortigen Mitarbeiter, die an vorderster Front stehen und an denen sich die Kundenwut ungefiltert entlädt. Erst kürzlich zum Beispiel sahen Kunden sich offen getäuscht – wegen Chipstüten. Nicht selten ist es aber auch klassische Aktionsware Ziel der Beschwerden. Wie berechtigt diese Vorwürfe im Einzelnen sind, darüber kann man sicher diskutieren. Oftmals müssen sich die Mitarbeiter aber eben auch mit durchaus berechtigter Kritik auseinandersetzen. Kein ganz einfacher Job. Tauschen möchte man jedenfalls nicht unbedingt.

DiscounterAldi
HauptsitzEssen (Aldi Nord)/Mühlheim an der Ruhr (Aldi Süd)
GründerKarl & Theo Albrecht
Filialen weltweit11.235 (2019)
Jahresumsatz81,8 Milliarden Euro (2019)

Dann gibt es da noch diese Fälle, in denen es gar nicht um vermeintliche Verbrauchertäuschung oder Mogelpackungen geht, sondern um Produkte, die, tja, einfach gewissen Kundengewohnheiten widersprechen. So könnte man es wohl ausdrücken. Es ist eben ärgerlich, wenn sich zuhause herausstellt, dass sich der Kauf gar nicht so verarbeiten lässt, wie man es gewohnt ist.

Beschwerde bei Aldi: Hot-Dog-Brötchen falsch geschnitten?

Alexander zum Beispiel hat kürzlich mal wieder Lust auf Hot Dogs. So weit, so gewöhnlich. Hot Dogs sind allgemein beliebt, da dürfte die Suche nach den Zutaten keinerlei Problem darstellen. Und tatsächlich wird Alexander bei Aldi selbstverständlich auch fündig. Der Discounter bietet sogar ganz besondere Hot-Dog-Brötchen an. Die heißen dann auch nicht lapidar „Hot-Dog-Brötchen“, nein. Bei Aldi erwirbt man „BBQ Brioche-Hot-Dog-Buns“. Mit Butter verfeinert, versteht sich. Das Problem: Zuhause angekommen, stellt Alexander fest, dass irgendetwas nicht so recht stimmen mag...

Beschwerde über Hot-Dog-Brötchen
Alexander ist unzufrieden mit seinem Einkauf © facebook/Screenshot: HEIDELBERG24

„Hallo Liebes Aldi-Süd Team. Wir haben gestern bei euch BBQ Brioche-Hot-Dog-Buns gekauft. Zuhause ist uns dann aufgefallen das diese schon vorgeschnitten sind. Was aber ja nicht schlimm ist. Nur, warum sind die Buns nicht quer sondern von oben nach unten eingeschnitten? So geht ja da gar nichts rein und ist somit auch nicht zu gebrauchen.“, wendet sich Alexander also via Facebook an Aldi Süd. Und tatsächlich, die beigefügten Fotos beweisen es: längs statt quer eingeschnittene Hot-Dog-Brötchen. Da fehlen einem doch die Worte.

Längs statt quer: Aldi reagiert diplomatisch auf Kunden-Beschwerde

Nun könnte man sicher darüber streiten, ob dieser „Fauxpas“ die armen Brötchen tatsächlich gleich völlig nutzlos macht. Oder ob man sich nicht ausnahmsweise doch damit abfindet, statt sie direkt in die Tonne zu treten. Trotzdem zeigt sich das Social-Media-Team von Aldi Süd selbstredend diplomatisch: „Hallo Alexander, dass du mit den Brioche-Hot-Dog-Buns unzufrieden ist, ist schade. Tatsächlich kann es ein wenig schwierig sein, diese für konventionelle Hotdogs zu gebrauchen. Wir danken für dein Feedback und haben deinen Hinweis intern weitergegeben.“

Na, Gott sei Dank, gerade nochmal gutgegangen. Nicht auszudenken, wenn noch mehr Kunden das Schicksal falsch geschnittener Hot-Dog-Brötchen ereilen würde. Ebenfalls irritiert zeigten sich Kunden erst kürzlich wegen eines neuen Angebots des Discounter-Riesen. Denn im Online-Shop von Aldi wurde ein wesentlich höherer Preis angezeigt, als in der Filiale. (mko)

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