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Aldi Süd: Kunde will Pfandbon abgeben – und wird als Dieb beschuldigt

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Von: Katja Becher

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Ein Kunde von Aldi Süd verfasst eine saftige Beschwerde auf Facebook. Offenbar wurde er wegen einem kleinen Detail an der Kasse abgewiesen. Der Discounter klärt auf:

Karlsruhe - Das ist sicherlich jedem Kunden von Aldi* und Co. schon einmal passiert: Man hat seine Pfandflaschen vor dem Einkauf abgegeben, doch nach dem Gang durch die Regale an der Kasse angekommen, vergisst man das kleine Zettelchen aufs Band zu legen. Nicht selten bleibt der Pfandbon dann über Monate im Geldbeutel – bis man sich fragt, ob der Pfandzettel überhaupt noch gültig ist.

Ein Kunde von Aldi Süd aus Karlsruhe (Baden-Württemberg*) hatte eben solch einen alten Pfanbon – und beschloss, sein Glück an der Kasse zu versuchen. Doch dort wurde er offenbar nicht gerade freundlich abgewiesen. Nachdem ein Aldi-Süd-Mitarbeiter ihm darüber hinaus noch Betrug unterstellte, verfasste der Kunde eine Beschwerde in der Facebook-Community des Einzelhandels-Riesen. HEIDELBERG24* verrät, wie der Discounter selbst darauf reagierte:

DiscounterAldi Süd
HauptsitzMühlheim an der Ruhr
Mitarbeiterzahl156.899 in 11 Ländern weltweit

Aldi Süd: Kunde wird an Kasse abgewiesen – wegen Pfandbon-Diebstahl?

In Sachen Pfandbon müssen nicht nur Mitarbeiter von Aldi Süd vorsichtig sein. Mitarbeiter von großen Supermärkten und Discountern müssen sich bei ihrer täglichen Arbeit immer darauf gefasst machen, dass Betrüger sich beim Einkaufen einen Vorteil verschaffen wollen. Mittlerweile gibt es viele bekannte und besonders dreiste Maschen des Pfand-Betrugs*, mit denen Kriminelle aus 25 Cent pro Flasche oder Dose schnell mal tausende von Euro machen. Mit einem ähnlichen Vorwurf sah sich nun der Aldi-Süd-Kunde aus Karlsruhe konfrontiert.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 18.02.2022 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Denn als dieser, wie er auf Facebook berichtet, versuchen wollte, einen alten Pfandschein im Wert von rund 3 Euro in der Filiale einzulösen, wurde er an der Kasse abgewiesen. „Anscheinend war er zu alt und um die drei Euro ging es mir auch nicht wirklich“, beginnt der Aldi-Kunde seine Beschwerde. „Auch wenn man aus Kulanz Gründen dies für einen langjährigen Kunden hätte auszahlen können.“ Das eigentliche Ärgernis für den Facebook-Nutzer ist aber die Begründung des Aldi-Mitarbeiters, warum er ihm das Pfand nicht auszahlen wird.

Aldi Süd: Mitarbeiter mit Pfandbon-Unterstellung – Discounter entschuldigt sich

Wie der Kunde von Aldi Süd auf Facebook weiter berichtet, sei er an der Kasse dreist „abgefertigt“ worden. „Mit dem Satz der könnte gestohlen sein und den Bon einfach in den Müll zu werfen, finde ich eine absolute Frechheit“, beschwert er sich beim Social-Media-Team des Einzelhandelsriesen. Mit wütenden Kunden-Beschwerden* kennen sich die erfahrenen Community-Manager von Aldi Süd bestens aus – und dürften schnell bemerkt haben, dass in diesem Fall einiges an Erklärungsbedarf besteht.

Bei Pfandbons gilt dieselbe „zivilrechtliche Verjährungsfrist“ wie bei Gutscheinen. Wie im Bürgerlichen Gesetzbuch festgehalten, verfällt diese Frist nach drei Jahren. Wie HEIDELBERG24* bereits berichtete, wird die Frist für Pfandbons*, auf denen sich nur kleinere, einstellige Beträge befinden, sogar in der Regel noch etwas verlängert. Auch Aldi-Community-Manager Irek klärt den Karlsruher Kunden unter der Beschwerde über die Verjährungsfrist von Pfandbons auf und erklärt weiter: „Eine gesetzliche Einlösung ist aber nur möglich, solange die Angaben auf dem Bon noch leserlich und nicht verblasst sind.“

Die Diebstahl-Unterstellung des Aldi-Mitarbeiters an der Kasse nimmt der Community-Manager ebenfalls ernst: „Ich bin mir sicher, dass niemand dir irgendwas unterstellen wollte. Sollten sich Kolleg:innen falsch ausgedrückt haben, dann tut es mir sehr Leid. Irek verspricht dem Aldi-Süd-Kunden, seine Beschwerde weiterzuleiten, sodass die Kollegen „entsprechend nachbessern“ könnten. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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