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„Frechheit“ – Aldi-Kundin will Baby-Nahrung kaufen und steht vor leeren Regal

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Von: Jason Blaschke

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Eine Kundin von Aldi Nord macht eine verstörende Entdeckung, als sie für ihre kleine Tochter Babynahrung kaufen will – denn die gibt es plötzlich nicht mehr.

Seit Wochen tobt der Krieg in der Ukraine. Seitdem spüren die Verbraucher in Deutschland die Folgen, denn: Längst ist es nicht mehr nur Energie und Sprit, wofür die Menschen tiefer in die Tasche greifen müssen. Auch viele Lebensmittel sind im Zuge der Ukraine-Krise teurer und zum Teil knapper geworden – allen voran das Speiseöl. Viele Discounter und Supermärkte wie Aldi oder Kaufland mussten die Produkte massiv rationieren.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Umsatz106,3 Milliarden USD (Stand 2019)
Gründung1961, Essen
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Aldi-Kundin steht vor leerem Regal – Baby-Produkt nicht länger im Sortiment

Dass das auch derzeit noch der Fall ist, musste vor wenigen Wochen eine Aldi-Kundin feststellen, als sie am Speiseöl-Regal in einer Filiale vorbeigelaufen ist. Dort hatte es zwar ausreichend Speiseöl gegeben, allerdings in Verbindung mit einer seltsamen Nachricht. Ihren Speiseöl-Fund kommentierte die Aldi-Kundin mit „ganz schön frech“ und postete ein Foto davon auf Twitter. „Ungeheuerlich, was dort auf dem Zettel steht“, meinte dazu ein anderer Twitter-User.

Aktuell sorgt wieder eine solche Nachricht im Netz für Aufsehen. Allerdings geht es dieses Mal nicht ums Speiseöl – vielmehr steht ein Produkt im Fokus, bei dem viele Eltern keinen Spaß verstehen: Babynahrung. In einer Filiale von Aldi Nord in Buxtehude (Niedersachsen) machte eine Kundin eine verstörende Entdeckung, über die sie HEIDELBERG24 berichtet. „Wir haben uns entschieden, Babynahrung aus dem Sortiment zu nehmen“, steht auf einem Zettel.

Die Fotoaufnahme zeigt ein leeres Aldi-Regal, wo vorher die Babynahrung gestanden hatte. Eine Kundin findet dazu eine Mitteilung, in der Aldi die Gründe erläutert.
Hinweis statt Babynahrung: In einer Filiale in Niedersachsen macht eine Kundin eine verstörende Entdeckung. © Bild: Twitter/Screenshot: Privat

Aldi-Aktion löst Shitstorm aus – „nicht mal mehr Nahrung für meine Tochter“

Und weiter: „Um schnell Hilfe für die Ukraine leisten zu können, haben wir die verbleibenden Bestände direkt aus unseren Filialen abgeholt und weitergeleitet.“ Die aufmerksame Aldi-Kundin, die deshalb vor einem leeren Regal stand, kann es nicht fassen. „Ich bekomme noch nicht mal mehr Nahrung für meine Tochter“, berichtet sie HEIDELBERG24. Das sei schon voll die Frechheit, ergänzt sie. Eine Ansicht, die andere Twitter-Nutzer teilen.

Denn offenbar ist nicht bloß eine Filiale von Aldi Nord betroffen, auch in Hannover will eine Kundin die Nachricht am Regal bemerkt haben. Ein Nutzer textete dazu: „Deutsche Babys brauchen nun mal keine Babynahrung.“ Dass ein Teil der Babynahrung ohnehin aus dem Sortiment genommen werden würde, teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme mit. „Schnelle und unkomplizierte Hilfe“, heißt es aus der Konzernzentrale in Essen (NRW).

Hilfe für die Ukraine statt Abverkauf – Aldi regiert mit Stellungnahme

„Wir hatten bereits vor der Situation in der Ukraine beschlossen, das Sortiment für Babynahrung bei Aldi Nord bis Ende 2022 zu verkleinern“, heißt es weiter. Mit der Spende an Familien aus der Ukraine habe man die ohnehin geplante Auslistung vorgezogen und man verzichte lediglich auf den Abverkauf der Ware. Die Stellungnahme kommt in der Twitter-Community gut an. „Klasse Aktion. Respekt!“, kommentiert ein User.

Ein anderer meint: „Tolle Aktion, danke Aldi Nord für die Spenden an Ukraine.“ Dass der Discounter immer wieder mal das Sortiment anpasst, zeigt auch ein aktueller Bericht von RUHR24. Nach ersten erfolgreichen Tests beabsichtigt Aldi regionale Backwaren mit in das Sortiment aufzunehmen. Berichten von RUHR24 zufolge kooperiert der Discounter dafür mit mehreren Bäckereien, die die Aldi-Filialen in ihrem jeweiligen Umkreis beliefern.

Speiseöl-Käufe im Einzelhandel – neues Preisschild bei Aldi erstaunt Kunden

Eine Neuerung, die viele Nutzer auf Facebook und Twitter begrüßen. Doch nicht immer kommen die Aktionen von Aldi gut an. Erst vor wenigen Wochen reagierte etwa ein Kunde von Aldi entsetzt auf den neuen Speiseöl-Preis der Discounterkette. Zeitweise gab es ein Sonnenblumenöl von Aldi, das fast fünf Euro pro Liter gekostet hatte. Glaubt man der Beobachtung des Kunden, sind diese Zeiten in Deutschland zum Glück vorbei.

Wer übrigens grundsätzlich mehr beim Einkaufen sparen möchte, sollte die geheimen Psycho-Tricks am Einkaufswagen von Aldi, Lidl und Co. kennen, die Kunden dazu animieren, noch mehr zu kaufen. Mit welchen Tricks man stattdessen im Discounter sparen kann, fasst HEIDELBERG24 in einem separaten Serviceartikel zusammen. Wer schon ein paar Dinge beachtet, kann den Endbetrag an der Kasse minimieren – zum Beispiel, in dem man den Grundpreis vergleicht.

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