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Aldi-Kundin wütend über Preis-Skandal bei Bananen „So wird der Verbraucher verarscht!“

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Von: Jason Blaschke

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Auf Twitter macht eine Kundin von Aldi ihrem Ärger Luft. Es geht um ein vermeintliches Sparangebot, das aber offenbar keines ist. Ein Foto soll es beweisen.

Die Folgen vom Krieg in der Ukraine bekommen die Verbraucher in Deutschland massiv zu spüren. Neben Energie oder Sprit sind in Supermärkten und Discountern auch zahlreiche Alltags-Produkte deutlich teurer geworden, dazu zählen etwa Fleisch-, Milch- oder Milchprodukte, aber auch Dinge wie Speiseöl oder Getreideprodukte. Zuletzt hatte auch der Discounter-Riese Aldi seine Preise für rund 400 Produkte angepasst und auf die aktuelle Lage verwiesen.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Umsatz106,3 Milliarden USD (2019)
Gründung1961, Essen
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Kundin wettert gegen Obstsorte von Aldi, die pro Kilo ein Euro kostet

Von exemplarischer Bedeutung ist hier das Speiseöl, das in den letzten Wochen vielfach in den Schlagzeilen gestanden hatte. Das Speiseöl-Regal war gerade zu Kriegsbeginn in vielen Filialen von Aldi und Co. leergekauft. Ganz besonders das Sonnenblumenöl ist auch aktuell noch Mangelware – oder so teuer, dass Verbraucher vom Kauf absehen. Erst vor wenigen Wochen hatte auch Aldi ein Sonnenblumenöl für fast fünf Euro im Sortiment, was einen heftigen Shitstorm auslöste.

Auch aktuell sorgt ein Aldi-Produkt wieder für Unmut – allerdings hat es dieses Mal nichts mit Speiseöl zu tun. Im konkreten Fall ist es die Banane, die bei einer Kundin für Unmut sorgt. In einem Prospekt wirbt der Discounter mit Sitz in Essen mit einem Rabatt von 15 Prozent auf den Kilopreis für Bananen. Stand 17. Mai 2022 wird der bei Aldi mit 1,19 Euro beziffert. Zieht man davon die 15 Prozent Rabatt ab, kommt man auf einen Kilopreis von einem Euro.

„Verbraucher verarscht!“ – Aldi-Kundin schimpft über Bananen für einen Euro

Im Prospekt, das von einer Kundin fotografiert wurde, bewirbt Aldi die Bananen als „1-Euro-Highlight“. Eine Aktion, die der Twitter-Userin sauer aufstößt, denn: „Der Preis für Bananen wurde erst von 0,99 Euro auf ein Allzeithoch von 1,19 Euro pro Kilo angehoben“, twittert die Nutzerin. Aus ihrer Sicht macht Aldi hier gar kein Sparangebot, sondern verkauft die Bananen einfach zum alten Preis als „1-Euro-Highlight“. Vom Discounter selbst sind diese Informationen weder bestätigt noch wurden sie kommentiert.

Die verärgerte Kundin attackiert Aldi für die Aktion scharf: „So werden die Verbraucher verarscht!“, textet sie unter ein Foto, das das im Prospekt als „1-Euro-Highlight“ angepriesene Angebot zeigt. Ähnlich emotional reagierte vor einigen Wochen eine Twitter-Nutzerin, als sie in einer Filiale von Aldi ein kurioses Speiseöl-Angebot entdeckte, das wie die Bananen offenbar kein Angebot war. Eine Welle von Kritik hatte kürzlich zudem ein Zettel verursacht, der in einer Aldi-Filiale in Berlin aufgetaucht war.

Aldi und Co. öfter in der Kritik – es geht nicht immer bloß um Preise

Mit „ganz schön frech“ kommentierte eine Aldi-Kundin die Zettel-Aktion, die auf Facebook und Twitter viral gegangen war. Aldi ist aber längst nicht der einzige Händler, der wegen steigender Preise und Lieferengpässen immer mal wieder in der Kritik steht. Auch ein Kaufland-Produkt machte wegen einer Bewertung der Stiftung Warentest kürzlich Schlagzeilen. Berichten von RUHR24 zufolge war es um eine Eissorte gegangen, die die Tester mit „mangelhaft“ bewertet hatten.

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