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Anfangsmilch im Öko-Test: „Sehr gut“ für die Kleinsten – diese 6 Produkte sind zu empfehlen

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Von: Teresa Knoll

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Grade bei Nahrung für Babys sollte man besonders aufmerksam sein. Das Ergebnis von Anfangsmilch im Öko-Test ist durchmischt, aber immerhin sechs Produkte sind zu empfehlen.

Für die Kleinsten, die nicht oder nicht mehr gestillt werden, stellt Anfangsmilch die Hauptnahrungsquelle dar. Das Beste sollte da gerade gut genug sein. Deshalb hat Öko-Test verschiedene Pulver getestet, mit denen Milch für Babys hergestellt wird. Die beiden größten Mängel sind die Verunreinigung mit dem Mineralöl-Bestandteil MOSH und eine fehlende Fettsäure. Die Ergebnisse haben sich zwar seit dem letzten Öko-Test verbessert. Trotzdem schaffen es nur zwei Produkte zu einem „Sehr gut“.

Öko-Test: Anfangsmilch für Babys – so wurde getestet

Was sich da alles in der Babynahrung ansammeln kann, ist schon ein Kapitel für sich. Im Labor wurde getestet, ob die Produkte mit Mineralöl oder mit Rückständen aus Reinigungsmitteln verunreinigt sind. Letztere können auf Dauer zu Störungen der Schilddrüsen führen. Zudem wurde auf weitere Schadstoffe getestet, die aus früheren Tests bekannt waren.

Außerdem wurden die Pulver auf ihren Gesamtkeimgehalt getestet und konkrete Krankmacher wie Salmonellen. Ein weiterer Kritikpunkt waren die enthaltenen Fettsäuren – und damit die Enthaltung aktueller Empfehlungen von Kinderernährungsexperten Den gesamten Testbericht von Öko-Test zur Anfangsmilch gibt es hier (kostenpflichtig).

Anfangsmilch im Öko-Test: Immerhin zwei schneiden mit Bestnote ab

Öko-Test bemängelt, dass in manchen Pulvern wichtige Fettsäuren fehlen. Seit 2020 muss DHA verpflichtend in Säuglingsnahrung zugesetzt werden. ARA und DHA sind wichtig für die Gehirnentwicklung der Babys. ARA war in den getesteten Produkten teils aber überhaupt nicht nachweisbar. Das sind die drei besten Pulver für Anfangsmilch:

Zwar ist keines der Produkte durchgefallen, aber sieben erhalten nur die Note „befriedigend“ und das Pulver Lebenswert Bio Anfangsmilch 1, Bioland wird mit „ausreichend“ bewertet. Grund dafür sind vor allem erhöhte Werte von MOSH. Wenn die Kleinen schlafen, braucht man ein gutes Babyphone – Stiftung Warentest testete einige und hat dabei deutliche Schwächen entdeckt.

Anfangsmilch im Öko-Test: Erhöhte Werte von Mineralöl-Bestandteilen

Eine positive Entwicklung hat sich seit dem letzten Öko-Test für Babynahrung ergeben: Es wurden diesmal keine MOAH-Belastungen gefunden. Zu MOAH (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe) gehören auch krebserregende Verbindungen. Von MOSH (gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe) sind aber immer noch in allen Produkten zumindest Spuren enthalten. MOSH sammeln sich unter anderem in der Leber an, welche gesundheitlichen Folgen das haben kann, ist noch nicht geklärt.

Die gute Nachricht: In keinem der Pulver wurden krank machende Keime wie Salmonellen gefunden, andere Krankheitserreger nur in geringen Spuren. Öko-Test weist auch darauf hin, dass es keinen Grund zur Sorge gibt, wenn ein Baby eines der im Test belasteten Produkte bekommen hat. Damit es keine Tränen gibt, sollte man auch das Kindershampoo sorgfältig auswählen – Öko-Test hat einige getestet und kann immerhin acht empfehlen. (resa)

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