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Make-up-Entferner im Öko-Test: „Mangelhaft“ – das ging ins Auge

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Von: Sarah Isele

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Smokey Eyes, getuschte Wimpern oder dezentes Tages-Make-up – egal was, am Ende des Tages müssen die Produkte entfernt werden. Öko-Test hat 24 Augen-Make-up-Entferner getestet:

Ob das dramatische Augen-Make-up für die Abendveranstaltung, rein Wimperntusche oder dezentes Tages-Make-up – am Ende haben alle Looks eine Gemeinsamkeit: Sie müssen am Abend vom Gesicht entfernt werden. Vor allem, wenn es sich hierbei um wasserfeste Produkte hält, kann sich die Reinigung des Gesichts zu einer anstrengenden Notwendigkeit entwickeln. Damit Menschen, die Make-up entfernen möchten, nicht mit einem feuchten Waschlappen rubbeln müssen und sich dabei die Haut verletzen, gibt es extra Augen-Make-up-Entferner. 24 dieser Entferner hat Öko-Test nun genauer unter die Lupe genommen.

Augen-Make-up-Entferner im Öko-Test: So wurde getestet

Augen-Make-up-Entferner wurden speziell dazu entwickelt, die Augenpartie schonend zu reinigen und sie zusätzlich zu pflegen. In Zusammenarbeit mit speziellen Laboren hat Öko-Test geprüft, ob in den Entfernern bedenkliche oder reizende Inhaltsstoffe enthalten sind. Getestet wurden 24 Augen-Make-up-Entferner, acht davon mit Naturkosmetik-Zertifizierung. Darunter Eigenmarken von Drogerieketten, Supermärkten und Discounter, aber auch bekannte Marken wie Garnier und Maybelline sind vertreten.

Hauptsächlich wurden Ein-Phasen-Reiniger, aber auch einige Zwei-Phasen-Reiniger getestet. Die Produkte haben bei 100 Millilitern eine Preisspanne zwischen 0,95 und 27,33 Euro. Parfümierte Produkte wurden auf allergieauslösende Stoffe sowie auf künstlichen Moschusduft und Cashmeran untersucht. Außerdem prüften die Labore, ob die Augen-Make-up-Entferner umstrittene oder bedenkliche Substanzen enthalten. Auch die der Anteil von recyceltem Plastik floss in die Bewertung mit ein. Den gesamten Testbericht von Öko-Test zu Augen-Make-up-Entfernen gibt es hier (kostenpflichtig).

Augen-Make-up-Entferner bei Öko-Test: Reizstoffe für empfindliche Haut

Am schlechtesten mit der Note „mangelhaft“ hat die „Garnier Clean & Fresh Augen Makeup Entferner Lotion“ abgeschnitten. Hier hat das Labor halogen-organsiche Verbindungen nachgewiesen. Gut daran: Dieser Stoff wird in den Inhaltsstoffen aufgezählt. Weniger gut: Dieses halogen-organsiche Konservierungsmittel gilt als hautreizend. Die Produkte, die beim Test am schlechtesten abgeschnitten haben:

Ebenfalls enthält das „Garnier“-Produkt und drei weitere Augen-Make-up-Entferner Polyethylengykol-Verbindungen. Diese Substanzen dienen als Tenside (Reinigungssubstanzen), die als Schaumbildner oder als Emulgatoren, die beim Verbinden der Öl- und Wasserphasen helfen. Jedoch können sie auch die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Aufgepasst: Die vielen „sehr guten“ und „guten“ Reiniger kommen ohne diese Stoffe aus. Zu einem fantastischen Augen-Make-up gehört auch eine umhauende Frisur: Auch hier hat Öko-Test Schaumfestiger getestet, bei denen sieben zum Haareraufen sind.

Augen-Make-up-Entferner im Öko-Test: Bekannte Marken greifen auf künstliche Substanzen zurück

Ebenfalls enthalten drei der getesteten Produkte Paraffine und Silikone, allesamt von bekannten Marken: Bebe, Maybelline und L’Oreal. Diese künstlichen Substanzen sind für die Hersteller leicht zu verarbeiten, aber sie fügen sich nicht so gut ins Hautgleichgewicht ein wie natürliche Fette und Öle. Dabei gibt es natürliche Alternativen zu Paraffinen und Silikonen. (rah)

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