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Babymatratzen im Öko-Test: Erstickungsgefahr – 6 Produkte fallen durch

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Von: Tobias Becker

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Babymatratzen sind wichtig für einen guten Schlaf, doch laut Öko-Test geht von einigen Produkten eine Gefahr für Babys aus. Das Ergebnis vom Test:

Beim Kauf einer Matratze gibt es viel zu beachten: Der Liegekomfort, die Härte, aber auch das Material sind beispielsweise von Belang. Für werdende oder junge Eltern kommt noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu, wenn es um den Kauf einer Matratze für ihr Baby geht: Die Sicherheit! Schließlich soll das Neugeborene nicht nur gut schlafen, sondern auch möglichst ohne Gefahr. Doch welche Babymatratze ist gut und welche nicht?

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Babymatratzen im Öko-Test: Kaum Schadstoffprobleme in der Untersuchung

Wie HEIDELBERG24 berichtet, hat das Verbrauchermagazin Öko-Test hat in der Ausgabe Juni 2022 gleich 15 verschiedenen Babymatratzen untersucht. Dabei reicht die Größe der Matratzen von 70 Zentimeter bis 140 Zentimeter. Meistens handelt es sich um Schaumstoff-Matratzen, fünf waren jedoch auch aus Latex. Geachtet wurde auf die Qualität der Verarbeitung und die Sicherheit, allerdings auch auf mögliche Schadstoffe.

Die gute Nachricht vorweg: Alle Matratzen scheinen laut Öko-Test-Urteil kein Schadstoffproblem zu haben. Zwar gibt es kleinere Mängel, wie beispielsweise eine umstrittene halogenorganische Verbindung, die in sechs Kindermatratzen gefunden wurde, aber im Vergleich zu vielen Kosmetik-Tests, wie dem Öko-Test über Haarkur oder dem Testbericht über Puder, fällt das Urteil recht gut aus.

Babymatratzen im Öko-Test: Zu weich und Kleinteile enthalten – Erstickungsgefahr droht!

„Matratzen für Babys müssen relativ hart sein, damit insbesondere Säuglinge nicht mit Mund und Nase einsinken können“, schreibt Öko-Test im Bericht. Die Erstickungsgefahr ist sonst recht hoch. Der Schock beim Ergebnis: Drei der 15 Babymatratzen sind auf einer Seite zu weich. Zu hart ist kaum eine Matratze für Babys, da sie eine geradere Wirbelsäule haben und nicht so viel wiegen wie Erwachsene.

Noch schlimmer sieht es allerdings bei Kleinteilen aus, die verschluckt werden können: Bei vier Matratzen sind laut Testbericht die Reißverschlussgriffe des Matratzenbezugs abgegangen. Schlecht, denn Babys erkunden die Welt und solche Kleinteile müssen sicher versteckt sein. Gleiches gilt auch für das Füllmaterial, das ebenfalls in vier Fällen nicht ausreichend gesichert war.

Babymatratzen im Öko-Test: „Ungenügend“! Sechs Produkte fallen durch

Aufgrund der Gefahren, die viele Babymatratzen für die Kleinen besitzen, rasseln gleich sechs Matratzen durch den Öko-Test. Drei weitere „Testverlierer“, wie das Verbrauchermagazin sie nennt, sind zu weich. Immerhin gibt es auch eine Babymatratze, die den Test mit Bestnote bestanden hat, und drei weitere Produkte, die mit „gut“ bewertet wurden. Diese sechs Matratzen bekommen die Note „ungenügend“:

Babymatratzen im Öko-Test: Prüfnorm nicht rechtlich bindend

Fraglich ist bei Kindermatratzen generell, warum sich Hersteller in manchen Fällen nicht an die Sicherheitsnorm halten. Zwar ist diese Vorschrift laut Öko-Test nicht rechtlich bindend, soll jedoch richtungsgebend sein. Richtig mies: Drei der sechs Babymatratzen, die mit „ungenügend“ durchgefallen sind, weisen sogar in der Gebrauchsinformation auf diese Norm hin.

Immerhin schreibt Öko-Test, dass wohl einige Firmen bereits Maßnahmen angekündigt haben, um die Testergebnisse und die Sicherheit der Babymatratzen zu verbessern. Viele Testberichte zeigen, dass vor allem gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe für schlechte Testergebnisse sorgen. Oder wie beim Spülmaschinentab-Test, die mangelnde Qualität. (tobi)

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