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Wegen erhöhter Kosten: Biohändler Basic meldet Insolvenz an – Schutzschirmverfahren beantragt

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Von: Daniel Hagen

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Der Bio-Supermarkt Basic AG hat Insolvenz angemeldet. Zu dem Unternehmen aus München gehören 22 Filialen in Deutschland und Österreich. Auch das Tochterunternehmen Biomammut ist in Not.

Seit der Gründung im Jahr 1997 hat sich die Basic AG das Motto „Bio-Genuss für alle“ auf die Fahne geschrieben. Über die Jahre hinweg hat das Unternehmen mit Sitz in München Filialen in ganz Deutschland eröffnet – aktuell sind es 20. Doch auch in Österreich gibt es seit 2006 zwei Läden. Jetzt allerdings der große Schock. Denn der Biohändler hat Insolvenz angemeldet. Auch das Tochterunternehmen Biomammut steckt in Not!

Wegen steigender Kosten: Biohändler Basic meldet Inolvenz an

Die Supermarkt-Kette Basic hat beim Amtsgericht München ein Schutzschirmverfahren beantragt – ähnlich wie die Schuhgeschäfte Salamander und Klauser. „Die basic AG ist ein im Kern gesundes Unternehmen mit einem funktionierenden Geschäftsmodell, einer starken Marke und treuen Kunden. Wir sind überzeugt, dass die basic AG das Sanierungsverfahren als zukunftsfähig aufgestelltes Unternehmen wieder verlassen wird“, erklärt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das Amtsgericht München habe dem Antrag laut Bayerischem Rundfunk bereits stattgegeben.

Trotz der Insolvenz liege aber keine Zahlungsunfähigkeit vor. So sollen die Gehälter der rund 520 Mitarbeiter für drei Monate durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert sein. Doch auch darüber hinaus reichten die Finanzmittel. Die Filialen, die sich größtenteils in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen befinden, sollen geöffnet bleiben. Das Sanierungsverfahren soll nach Vorstellung des Unternehmens im Sommer beendet werden. Durch das Schutzschirmverfahren kann sich Basic in Eigenverantwortung sanieren.

Bio-Supermarkt Basic
Die Bio-Supermarkt-Kette Basic meldet Insolvenz an. © Andreas Gebert/dpa

Insolvenz bei Bio-Kette Basic – auch Biomammut in Not

Wie bei vielen anderen Händlern sind steigende Kosten der Grund für die Insolvenz. Dabei geht es zum einen um die Energiepreise, die seit Beginn des Ukraine-Kriegs steigen. Zum anderen aber auch um immer höher werdende Lebensmittelpreise, durch die Kunden eher zu billigeren Discountern wechseln. Auch steigende Mieten und das Tochterunternehmen Biomammut sollen eine Rolle gespielt haben. In Hessen steht derzeit eine Brauerei vor dem Aus, die seit 191 Jahren existiert.

Denn von der Insolvenz ist nicht nur die Basic-Kette betroffen. Bereits im November hat das 2021 übernommene Tochterunternehmen Biomammut ein Insolvenzverfahren eingereicht. Die Gründe dafür sind eigentlich die gleichen, wie bei Basic. „Wie bei den meisten anderen deutschen Bio-Supermärkten auch, haben die Preiserhöhungen bei Lebensmitteln bei den basic-Märkten zu einer Kaufzurückhaltung der Verbraucher geführt“, heißt es in einer Mitteilung. (dh)

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