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Aldi und Lidl erhöhen Preise – jedes zweite Produkt wird teurer

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Von: Kathrin Ostroga

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Die steigenden Lebensmittelpreise lassen viele an der Supermarktkasse bei Aldi oder Lidl schlucken. Zahlen belegen jetzt die aktuelle Preisspirale.

Es gibt viele Gründe, warum wir deutlich mehr Geld für Lebensmittel und andere Produkte zahlen, als noch vor einem Jahr. Mit Corona und dadurch krankheitsbedingten Ausfällen, sowie einem Rohstoffmangel fing es an. Lieferketten konnten nicht mehr eingehalten werden – Regale blieben leer. Jetzt sind die Märkte zwar wieder voll, der Preis steigt aber gefühlt immer mehr an, berichtet RUHR24.

Klimakrise und Krieg in der Ukraine – Discounter erhöhen jeden zweiten Preis

Die Inflation durch die Folgen des Ukrainekrieges und der Klimawandel machen auch vor den Discountertüren nicht halt. Weil Getreidelieferungen aus den Kriegsgebieten ausbleiben und durch Dürren der Ertrag kleiner wird, steigen die Preise aktuell immer mehr an. Auch die Energiekrise treibt die Preise hoch. Glücklicherweise gibt es einige Tipps zum Gassparen.

In Discountern wie Aldi und Lidl wurde in der ersten Hälfte von 2022 jeder zweite Preis deutlich erhöht. Das merken wir alle, wenn wir durch die Supermarktgänge gehen und am Ende deutlich mehr Geld, für weniger Produkte zahlen. Wie die Lebensmittelzeitung weiß, wurden rund 1.350 Artikel bei Aldi-Süd allein im ersten Halbjahr teurer – das macht mehr als die Hälfte der Produkte.

Aldi und Lidl erhöhen Preise von mehr als tausend Produkten – auch wegen der Energiekrise

Bei Lidl sieht es ähnlich aus. Hier wurden 1.216 Artikel teurer. Es soll sich dabei auch in etwa um dieselben Artikel handeln. Dabei verändern sich die Preise auch schneller als früher. Sonst blieb ein Artikel nach einem Preisanstieg bis zu ein Jahr lang gleich teuer. Ziel war es, dem Kunden ein Gefühl von Verlässlichkeit zu vermitteln. Das lässt sich aktuell wegen der Energiekrise und der Inflation für die Discounter nicht garantieren. Sie müssen schnell auf Veränderungen reagieren.

So musste Aldi-Süd in der ersten Hälfte von 2022 etwa 400 Preise schon zwei Mal erhöhen. In einigen Ausnahmefällen sogar schon viermal (mehr Supermarkt-News bei RUHR24).Die finanziellen Forderungen der Händler zwingen laut Lebensmittelzeitung viele Discounter zu diesem Schritt. Das Ergebnis ist, dass viele Kunden sich Bio- oder Markenprodukte nicht mehr leisten wollen oder können. So bleiben Produkte liegen.

Inflation in Deutschland – immer mehr Menschen greifen im Discounter zur Eigenmarke

Bei Fischstäbchen lässt sich das leicht erkennen und verstehen. Das Igloprodukt hat mit 4,19 Euro einen neuen Höchstwert erreicht. Das Discounterprodukt liegt mit 2,89 Euro deutlich darunter. Auch bei Pesto oder anderen Produkten lässt sich dieser große Preisunterschied beobachten.

Die gestiegenen Preise wirken sich auch auf den Ertrag und das Wachstum der Discounter aus. Laut der Lebensmittelzeitung steigen die Preise momentan so schnell, dass viele Märkte deutliche Verluste machen. Experten rechnen damit, dass sich der Trend noch einige Monate fortsetzen wird.

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