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Discounter-Trick – so findet man den guten Wein

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Discounter-Wein boomt. Dabei war Tetra Pak gestern, denn auch bei Lidl, Netto und Co. kann man inzwischen guten Wein finden – wenn man weiß, woran man ihn erkennt.

Herbst ist Weinzeit. Gerne wird dann zu jedem Anlass ein Gläschen getrunken. Doch gerade in Zeiten von Inflation und steigenden Preisen muss es preiswert sein. Viele greifen darum gerne zum Discount-Produkt. Rund die Hälfte der Flaschen Wein, die in Deutschland verkauft werden, gehen bei Lidl, Netto, Aldi und Co. über das Fließband. Gerade im Niedrigpreisbereich sind die Qualitätsschwankungen jedoch groß. Wie man trotzdem den richtigen Wein findet, verrät HEIDELBERG24.

Ob Wein aus dem Discounter oder Fachhandel: Es herrschen einige Irrtümer

Zunächst gilt es mit einigen Irrtümern aufzuräumen. Dazu gehört, dass Schraubverschlüsse ein Zeichen für schlechten Wein seien. Die Zeiten, in denen guter Wein nur mit Korken verschlossen wurde, sind vorbei. Zudem sagt die Platzierung im Regal nicht viel über die Qualität eines Weins aus. Auf Augenhöhe stehen laut businessinsider.de oft die Flaschen, deren Hersteller mehr in das Marketing investieren. Wie RUHR24 berichtet, soll Wein wegen der Energiekrise deutlich teurer werden.

Auch „je älter, desto besser” gilt nicht mehr. Heute werden Weine gewöhnlich dafür hergestellt, „jung” getrunken zu werden. Gerade günstigere Sorten sind nicht lange lagerfähig. Generell sollte das Alter zwei Jahre nicht überschreiten. Doch Vorsicht: Der Jahrgang eines Weins bezieht sich auf den Zeitpunkt, zu dem die Trauben geerntet wurden und ist damit zu unterscheiden von seinem Abfülldatum.

Guter Discounter-Wein: Das Etikett verrät einiges über die Qualität

Auf dem Etikett findet man neben dem Jahrgang auch eine Losnummer mit dem Abfülldatum. Diese erkennt man an einem „L” am Anfang, auf das kurze eine Zahlenkette folgt. Die letzten beiden Ziffern geben das Abfülljahr an, die drei in der Mitte den absoluten Tag. Als Beispiel: Für einen Wein, der am ersten September 2021 abgefüllt wurde, würde die Nummer „L21321” lauten.

Das Etikett gibt auch Aufschluss über die Qualitätsstufe eines Weins. „Qualitätswein” darf sich ndr.de zufolge demnach nur nennen, was in Aussehen, Geruch und Geschmack weinfehlerfrei ist, also beispielsweise keine Trübungen aufweist. „Prädikatswein” darf zudem nur Trauben aus einem Anbaugebiet verwenden. „Classic” bedeutet, es wurde nur eine Traubensorte verarbeitet und „Selection” bezeichnet einen gebietstypischen trockenen Wein.

Lieblich, trocken oder süß? Discounter-Wein ganz nach dem eigenen Geschmack

Weitere Unterschiede richten sich vor allem an den individuellen Geschmack. Mag man es lieber lieblich, trocken oder süß? Die Bezeichnungen auf dem Etikett beziehen sich in erster Linie auf den Zuckergehalt und sagen nicht viel über den Geschmack an sich aus. Weine mit einem niedrigen Zuckergehalt, die wenig Säure beinhalten, werden etwa oft als süß wahrgenommen.

Auch auf das Essen, zu dem der Wein getrunken wird, kommt es an. Weißwein eignet sich beispielsweise bei milden Speisen, während Rotwein gut zu scharf Angebratenem passt. Bei einem höheren Alkoholgehalt darf es deftiger werden. Zum Ausbalancieren saurer Speisen sollte säuerlicher Wein vermieden werden. (paw)

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