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dm: Als erster deutscher Händler – Drogerie-Riese strebt Umwelt-Revolution an

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Von: Marten Kopf

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Die Drogeriemarktkette dm macht sich als erster Händler auf den Weg zum umweltneutralen Unternehmen – und setzt dabei auch auf die Unterstützung eines Heidelberger Forschungsinstituts.

Als größte Drogeriemarktkette Deutschlands hat dm* eine gewisse Vorbildfunktion. Für ihre Kunden genauso wie für ihre Mitarbeiter. Nicht nur, aber gerade im Bereich Klimaschutz will das in Baden-Württemberg* ansässige Unternehmen eben dieser Vorbildfunktion nun noch ein bisschen gerechter werden und sein Engagement im Bereich Umweltneutralität nach der Entwicklung der ersten umweltneutralen Produkte weiter fortsetzen.

Zwar setzen auch andere deutsche Großkonzerne wie etwa der Lebensmittel-Discounter Aldi* zunehmend auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit*, vollständige Umweltneutralität allerdings wäre ein Novum. Als ersten Schritt hatte dm schon für das Jahr 2021 die Umweltauswirkungen des Energieverbrauchs seiner Märkte in Deutschland erstmals umweltneutral gestellt.

Drogeriekettedm-drogerie markt
HauptsitzKarlsruhe
Filialenrund 3.850 (2021)
Mitarbeiterrund 66.000 (2021)
Jahresumsatz12,27 Milliarden Euro (2021)

dm: Drogerie-Riese will erstes umweltneutrales Unternehmen Deutschlands werden

Jetzt möchte der Konzern seine Auswirkungen auf die Umwelt weiter vermindern. Bereits seit mehr als zehn Jahren ist dm daher auch bestrebt, seinen Energiebedarf zu reduzieren – beispielsweise mithilfe moderner Gebäudetechnik und durch den Bezug von Ökostrom. Im Rahmen der Initiative KLIMA BEWUSSTER HANDELN entwickelte dm darüber hinaus die Produktserie „Pro Climate“, die nicht nur klima-, sondern sogar umweltneutral sind. „Mit der Entwicklung unserer umweltneutralen Produkte von „Pro Climate“ konnten wir wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln, wie wir unsere Auswirkungen auf die Umwelt umfassender betrachten und ausgleichen können. Denn uns allein auf die Klimawandel zu fokussieren, wird unserer Überzeugung nach in Zukunft nicht ausreichen“, sagt Kerstin Erbe, als dm-Geschäftsführerin verantwortlich für das Ressort Produktmanagement und den Bereich Nachhaltigkeit.

dm-drogerie markt: Öko-Bilanzierung durch Heidelberger Forschungsinstitut

Den Energieverbrauch aller dm-Märkte in Deutschland umweltneutral zu stellen sei für das Drogerieunternehmen nur der Anfang. „Wir möchten in den kommenden Monaten und Jahren weitere Schritte gehen und unsere Auswirkungen insbesondere in den Bereichen Materialeinsatz, Logistik/Transport und Gebäudemanagement weiter vermindern und unsere nicht vermeidbaren Auswirkungen nach unserem Ansatz möglichst verursachungsgerecht ausgleichen. Hierfür erstellen wir gerade weitere Ökobilanzen in den einzelnen Bereichen, um weitere Reduzierungspotenziale zu ermitteln“, so Erbe weiter. 

Im Geschäftsjahr 2020/21 erwirtschaftete dm-Deutschland einen Umsatz von rund 9,04 Milliarden Euro, europaweit sogar über 12 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein in Deutschland arbeiten 42.663 Menschen für die Drogeriekette. Das macht sie zur größten des Landes – noch vor Branchenkonkurrent Rossmann. Nach der Unternehmens-Ökobilanzierung durch das ifeu (Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg*) werden die Auswirkungen des Energieverbrauchs aller dm-Märkte in Umweltkosten nach dem Methodenstandard der CE Delft „Environmental Prices“ umgerechnet.

Diese werden 1:1 durch den Partner HeimatERBE in die ökologische Aufwertung ehemaliger Industrieflächen im Ruhrgebiet investiert, um so Biodiversität zu fördern und Klimafolgen zu bewältigen. „dm verfolgt weiterhin den ganzheitlichen und innovativen Ansatz aus Vermeidung, Reduktion und Kompensation der Umweltauswirkungen unter anderem auf Klima, Wasser und Böden“, Dirk Gratzel, Geschäftsführer von HeimatERBE. (mko/PM) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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