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Edeka schränkt Klopapier-Verkauf ein – Kundin lässt Wut freien Lauf

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Von: Daniel Hagen

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Edeka - Toilettenpapier ist seit Beginn der Pandemie immer wieder im Mittelpunkt von Hamsterkäufen gewesen. Eine Edeka-Kundin beschwert sich über eine darauf folgende Maßnahme.

Als die Corona-Pandemie im März 2020 in Deutschland ankommt, fürchten sich zahlreiche Menschen im Land vor Szenen wie in Italien, Spanien oder China. Damit beginnen die Hamsterkäufe, in deren Mittelpunkt Toilettenpapier und Nudeln aller Art stehen. Die Regale in den Supermärkten sind so schnell ausverkauft, dass der Handel eine Grenze ziehen muss. Manche Produkte werden daraufhin nur noch in „haushaltsüblichen Mengen“ verkauft. Wer also auf einmal mehr als eine Packung Toilettenpapier kaufen möchte, bekommt nur eine verkauft. Das führt in so mancher Filiale sogar zu Gewalt und Wut. Wütend ist auch eine Edeka-Kundin, die sich auf Facebook beschwert – und dafür jede Menge Gegenwind erhält.

NameEdeka Zentrale
Umsatz67,1 Milliarden USD (2019)
HauptsitzHamburg
CEOMarkus Mosa (1. Mai 2008–)
TochtergesellschaftenNetto, Marktkauf, Scheck-In

Edeka: Kundin beschwert sich über Klopapier-Rationierung

„Wollten heute 2 pakete Toilettenpapier kaufen 1 für uns ein für meine erkrankte Mama. Leider wurde mir an der Kasse 1 Paket weggenommen. Was ich unverschämt finde. Musste dann zu Aldi um für meine Mama ein Paket Toilettenpapier zu kaufen. Das nenn ich Kundenfreundlich“, schreibt die Frau auf der Facebook-Seite von Edeka. Da die Mutter der Kundin laut eigener Aussage derzeit einen gebrochenen Fuß habe, ist die Wut auf den Supermarkt sehr nachvollziehbar.

Das sieht auch Edeka ein und entschuldigt sich für das Verhalten vor Ort. Die Kundin soll sich daher melden und die Filiale angeben. Eine Vorgabe, wie viele Waren derselben Sorte ein Kunde mitnehmen darf, gibt es übrigens nicht. „Da unsere Märkte eigenständig geführt sind, entscheiden sie selbst über die jeweiligen Mengen, die pro Kund:in abgegeben werden dürfen“, schreibt Edeka daher. Es scheint sich also nicht um eine Reaktion des Unternehmens auf die aktuelle Klopapier-Knappheit in Deutschland zu handeln.

Edeka: Wütende Kundin bekommt heftigen Gegenwind auf Facebook

Mit ihrer Art macht sich die wütende Kundin übrigens keine Freunde. „Das einzig Unverschämte an der Situation ist deine Denkweise. Und nichts anderes“, antwortet eine andere Userin unter den Post. Sie erklärt zudem, dass diese Abgabe-Regel ein Ergebnis der Hamsterkäufe der letzten Jahre sowie des aktuellen Ukraine-Kriegs sei. Denn zahlreiche Menschen kaufen derzeit auch in Deutschland Hygieneartikel wie Toilettenpapier und schicken es an die Flüchtlinge, denen durch den Krieg einfach alles fehlt.

Doch auf diese Argumente möchte die wütende Edeka-Kundin nicht eingehen, sodass am Ende andere Kommentatoren einfach aufgeben. „Ich hoffe der Besuch bei Aldi hat kein Trauma verursacht. Das wäre ja noch der Gipfel“, schreibt einer davon sarkastisch. Vor kurzem hat Edeka übrigens Kritik dafür erhalten, dass sie russische Produkte aus ihren Filialen verbannt haben. (dh)

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