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No-Name vs. Marken: Großer Preis-Vergleich von Stiftung Warentest

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Von: Josefine Lenz

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Die Preise von Lebensmitteln steigen immer mehr, lohnt sich dann der Griff zu Eigenmarken statt zu bekannten Labeln? Stiftung Warentest hat sich das mal näher angeschaut:

Muss es immer das teure Markenprodukt sein oder kann man auch zur günstigeren Alternative greifen, ohne Einbußen bei Geschmack und Qualität zu haben? Diese Frage hat sich Stiftung Warentest gestellt. Die Experten haben sich ihre eigenen Tests der letzten drei Jahre genauer angeschaut und mehrere Produkte von Marken und Eigenmarken miteinander verglichen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Übrigens: Weitere Informationen zu Testberichten erhältst Du hier.

Marken-Vergleich bei Stiftung Warentest – keine Abstriche bei der Qualität

Kurz zur Erklärung: Zu einer Marke zählen Hersteller, die ihre Produkte an mehrere Händler verkaufen. Dazu zählen zum Beispiel Iglo, Hipp, Coca-Cola etc. Als Handels-, No-Name oder Eigenmarken zählen Marken, die von einem Händler stammen. REWE, Aldi, Lidl und Co. beauftragen einen Hersteller zur Produktion bestimmter Produkte und verkaufen diese dann unter den Marken „Gut & Günstig“ (Edeka), „Rewe Feine Welt“ oder „Gut Bio“ (Aldi).

Für den großen Warenkorb-Vergleich hat Stiftung Warentest sämtliche Tests der letzten drei Jahre durchforstet. Von insgesamt 1.414 Produkten werden dann jeweils die besten Marken und Eigenmarken herausgepickt. Anschließend schaut man auf den Unterschied von Preis, Qualität, Geschmack und weiteren Kriterien. Das macht Stiftung Warentest übrigens bei jedem Produkt-Vergleich, wie aktuell bei Waschmittel.

Eigen- vs. Handelsmarke: Stiftung Warentest mit großen Warenkorb-Vergleich

25 Produktgruppen sind für den Warenkorb-Vergleich bewertet worden. Grundsätzlich liegen Marken und Eigenmarken bei fast allen Bewertungskriterien sehr nahe aneinander:

Stiftung Warentest vergleicht Preise von Marken – das Ergebnis

Doch wie groß ist nun der Preis-Unterschied, wenn man Handelsmarken den „normalen“ Marken vorzieht? Grundsätzlich sind Lebensmittel in dem Zeitraum von November 2021 bis November 2022 um rund 21 Prozent teurer geworden, wie das Statistische Bundesamt vermeldet. Handelsmarken erleben außerdem seit Herbst 2022 einen regelrechten Boom. Doch nicht nur die Nachfrage, auch der Preis steigt bei diesen Produkten noch weiter an.

Dennoch kann Stiftung Warentest feststellen: Wer beim Einkauf lieber zu Eigenmarken statt Marken greift, der kann Geld sparen! „Unser Einkaufskorb mit den besten Handelsmarken ist um 34 Prozent günstiger als der mit den besten Markenprodukten“, so die Experten. Der Warenkorb-Preis von Markenprodukten liegt bei 115,08 Euro; der von Handelsmarken bei 75,60 Euro.

Stiftung Warentest: Handelsmarken immer viel günstiger? Nicht immer!

Doch nicht jedes Eigenmarken-Produkt ist immer günstiger. „Die Preisabstände zwischen den besten Handelsmarken und Marken sind mal kleiner, mal größer. Halb so teure Schnäppchen lassen sich machen bei Chips, Baby-Pre-Nahrung, Mineralwasser, Bitterschokolade, Kinderdesserts, Tortelloni, Veggie- Aufstrichen, Apfelmus, Balsamico“, so Stiftung Warentest. Anders sieht es bei Tofu, Öl oder Bio-Fleisch aus. Hier sind die Preise sehr ähnlich. Eine genaue Preisanalyse kannst Du bei Stiftung Warentest (kostenpflichtig) nachlesen. (jol)

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