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Lebensmittel online kaufen – was sich ab September für Verbraucher ändert

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Kassel - In der Vergangenheit führten Lücken im Gesetzbuch immer wieder zu Problemen beim Online-Einkauf. Einige sollen nun geschlossen werden.

Kundinnen und Kunden müssen sich immer wieder auf neue Regeln beim Einkaufen einstellen. Im Jahr 2022 wurde unter anderem das Pfandsystem bei Lidl, Rewe, Edeka und Co. geändert. Zudem trat ein Verbot für Plastiktüten in Kraft. Und bald könnten Aldi-Kunden von einer weiteren Neuerung profitieren: Aldi Nord testet zurzeit einen kassenlosen Supermarkt.

Online einkaufen soll sicher werden

Ab September sollen neue Regeln den Online-Einkauf sicherer für Verbraucherinnen und Verbraucher machen. Spätestens seit der Corona-Pandemie kaufen immer mehr Menschen auch ihre täglichen Lebensmittel im Internet ein. Dort waren Kundinnen und Kunden nicht mehr bestens geschützt, wie hna.de berichtet. So fehlte bislang eine ausreichende Überwachung des Handels. Dadurch konnten Produkte schlechter zum Hersteller rückverfolgt werden. Besonders bei Rückrufen von verderblichen Lebensmitteln kann das gefährlich für die Gesundheit werden – beispielsweise wenn Salmonellen im Spiel sind. Diese Lücke soll nun geschlossen werden.

Das deutsche Lebensmittel- und Futtergesetzbuch (LFGB) wird an geltendes EU-Recht angepasst, wodurch sich einige Änderungen ergeben. Die Überwachung des Online-Handels mit verderblichen Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen soll verbessert werden. Überwachungsbehörden dürfen Waren zur Qualitätsprüfung anonym bestellen. Informationen zur Rückverfolgung von Produkten müssen ab 1. September innerhalb von 24 Stunden elektronisch an die Behörden übermittelt werden.

Neue Gesetze: Bewusste Täuschung bekämpft

Dadruch sollen Lieferketten nachvollzogen und mögliche Gesundheitsgefahren abgewendet werden. Zudem wird es amtliche Kontrollrechte geben – bei Verdacht auf Verstöße durch Online-Marktplätze. Diese müssen unsichere Produkte von der Plattform entfernen.

Durch diese Gesetzesänderungen soll also der Einkauf von Nahrungsmitteln im Internet ähnlich sicher gemacht werden wie vor Ort in den Filialen. Auch eine bewusste Täuschung von Verbrauchern durch verwirrende oder unzureichende Produktbeschreibung soll vermindert werden. (Jan Wendt)

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