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dm und Rossmann ziehen Preise an: So teuer wird es jetzt für Drogerie-Kunden

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Von: Julian Kaiser

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Nicht nur Artikel in Supermärkten werden teurer, auch Drogeriemarktketten ziehen die Preise deutlich an. Dm und Rossmann geben klare Ursachen an.

NRW – Der Blick auf die Preisschilder in Supermärkten, Discountern sowie in Drogeriemärkten wie Dm oder Rossmann sorgt bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern seit geraumer Zeit wohl zunehmend für Stirnrunzeln. Dass man nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Duschgel, Mascara oder Reinigungsmittel tiefer in die Tasche greifen muss, hat Gründe – nun äußern sich zwei Drogerieketten zu den Preiserhöhungen, wie RUHR24 berichtet.

dmdeutsche Drogeriemarktkette
SitzKarlsruhe
Gründung1973

Drogeriemarktketten ziehen die Preise an – Kunden zahlen für viele Produkte deutlich mehr

Preisvergleiche bei Drogerie-Märkten sind laut dem Focus schwierig. Schließlich variierten diese „nicht nur von Kette zu Kette, sondern auch von Filialen zu Filialen“. In urbanen Zentren, wo Dm mehr Miete und höhere Nebenkosten zahlen muss, sei der Preis oftmals höher als in Gewerbegebieten. Zwischen 5 Cent und 1,20 Euro zahlen Verbraucher hier demnach mehr (mehr Service-News auf RUHR24).

Beispiele gefällig? Im Vergleich zum Februar 2021 schoss der Preis in der Drogeriebranche innerhalb eines Jahres bei Küchenrollen um bis zu 70 Cent in die Höhe, bei Klopapier waren es in der Spitze gar 1,20 Euro mehr, die Kunden bei Dm oder Rossmann nun berappen müssen. Während sich die Preiserhöhung für Duschgel mit bis zu 20 Cent noch im Rahmen hält, müssen Verbraucher für Mascara mancherorts gar bis zu 2 Euro mehr bezahlen.

Drogeriemarktkette Dm erklärt Preiserhöhungen mit Energiekrise, Lieferengpässen und Rohstoffknappheit

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Auf RUHR24-Anfrage gab Sebastian Bayer, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Marketing + Beschaffung, „die Rohstoffpreisentwicklung, Rohstoffknappheit, höhere Herstell- oder Lagerkosten, Lieferengpässe oder auch höhere Kosten für Transport, Logistik und Energie“ als Ursachen für höhere Preise an. Auch wenn Preiserhöhungen laut eigener Aussage stets „das letzte Mittel“ seien, könnten diese „in der derzeitigen Situation nicht ausgeschlossen werden“.

Weiterhin gab das Unternehmen an, dass die seit 1994 bestehenden Dm-Dauerpreise „auch in der jetzigen Situation mindestens vier Monate gültig“ seien. Die Produkte, die in jüngerer Vergangenheit nicht teurer geworden sind, würden durch das „individuelle ‚Nicht erhöht seit‘-Datum direkt am Regal und im Onlineshop angeben“, versichert Bayer.

Rossmann verweist auf Preisanpassungen von Herstellern – Eigenmarken vermehrt gefragt

Die Drogeriemarktkette Rossmann, die der Inflation jüngst mit Preissenkungen trotzen wollte, äußerte sich auf Nachfrage weniger konkret zu den Preissteigerungen. Es gebe Hersteller, die wegen diverser Faktoren, dazu zählten die „Energiekrise, Verknappung von Rohstoffen, Lieferkettenunterbrechung etc.“, Preissteigerungen vorgenommen hätten. Dem wolle man aber insbesondere durch ein starkes Eigenmarkensortiment „zu guten Preisen“ begegnen.

Diese seien bei der Kundschaft momentan besonders gefragt, so Rossmann weiter. In Supermärkten und Discountern wie Aldi und Rewe waren diese Eigenmarken-Artikel zuletzt deutlich teurer geworden. Die Inflation und die explodierenden Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs lassen Hersteller, Händler und zuletzt insbesondere Verbraucher nicht zur Ruhe kommen. Die Drogeriemarktkette Müller äußerte sich gegenüber RUHR24 bislang nicht zu den Preiserhöhungen.

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