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Statt Speiseöl: An diese Alternative bei Aldi hätte wohl niemand gedacht

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Von: Madlen Trefzer

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Auf der Suche nach Sonnenblumenöl-Alternativen wird der eine oder andere kreativ. Auf diese Alternative kommen jedoch die wenigsten:

Supermärkte und Discounter erhöhen ihre Lebensmittelpreise. Insbesondere Speiseöle sind zurzeit heiß begehrt und werden preislich aufgrund der Knappheit erhöht. Aldi und Co. rationieren Produkte wie Sonnenblumenöl, Mehl und nun sogar auch Nudeln und Reis. Dass das Raps-, Oliven- und natürlich das Sonnenblumenöl in den Supermarktregalen fast schon eine Rarität ist, schockt langsam kaum jemanden. 

NameAldi
SitzEssen
Gründung1961
GründerKarl und Theo Albrecht

Das Sonnenblumenöl ist knapp – nun herrscht bei Aldi ein weiterer Mangel

Der Angriffskrieg auf die Ukraine verursacht in Deutschland Engpässe bei Sonnenblumenöl und Getreide. Experten schätzen, dass sich an dieser Situation demnächst kaum etwas ändern wird. Verbraucher sind dauerhaft auf der Suche nach Produkten, die das Sonnenblumenöl ersetzen können. Leider kommt es auch vermehrt zu Hamsterkäufen, die ein adäquates Angebot an Speiseöl beschränken. 

Wohl oder übel verfällt ein weiteres Produkt dem Hamsterkaufwahn – das Frittierfett. „Was ist denn jetzt wieder los? In 3 Läden (Combi, Aldi und Lidl) gab es kein Frittierfett mehr“, twittert „Wattkieker“. Doch wofür braucht man überhaupt das Frittierfett außer als zum Frittieren? Und kann es als Ölersatz fungieren? Übrigens gibt es bei Aldi ein 59-Cent-Produkt, das Sonnenblumenöl und Butter wirklich ersetzen kann.

Statt Speiseöl Frittierfett nehmen – wie durchdacht ist das?

Grundsätzlich ist es möglich, auf Frittierfett zu braten und dabei weitestgehend auf Sonnenblumenöl zu verzichten. Doch einiges sollte man dabei unbedingt beachten: Frittierfett schmeckt nur dann gut, wenn man damit bereits frittiert hat. Laut Stiftung Warentest fehlen dem noch unbenutzten Fett bestimmte Abbausubstanzen. Erst nach mehreren Anwendungen sollen sich die typischen Frittieraromen entwickeln.

„Kaltes Brat- und Frittierfett würde sich wohl kaum jemand freiwillig aufs Brot schmieren“, findet Stiftung Warentest. Schließlich riechen und schmecken Barren aus Kokos-, Palmfett, gehärtetem Rapsöl sowie Soja- oder Sonnenblumenöl neutral. Man beachte beim Kauf auch die gesundheitlichen Aspekte. Das Fett wird nämlich industriell hergestellt und ist außerhalb der Fritteuse eigentlich zweckentfremdet. 

Frittierfett statt Speiseöl – das sollte unbedingt beachtet werden

Wer mit Frittierfett frittiert, sollte folgende Profitipps beachten. Tipp 1: Eine Tasse gebrauchtes Öl ins frische Frittierfett geben. Tipp 2: Das gebrauchte Öl nach jedem Einsatz durch einen Kaffeefilter sieben. Das soll die Haltbarkeit verlängern. Tipp 3: Im Kühlschrank lagern. Gekühlt kann das Speisefett bis zu 3 Monaten haltbar bleiben. Jedoch sollte das Frittierfett nicht über 175 Grad erhitzt werden.

Wer gar kein Speiseöl zu Hause hat, kann diese günstige Alternative ohne Kalorien ausprobieren. Wer jedoch lieber zu konventionellen Ölen greift, erfährt hier über besten Alternativen zum Sonnenblumenöl und darüber, welches Speiseöl sich wofür eignet. Zwar sollte man des Geschmackes wegen das Frittierfett mehrfach wiederverwenden, aber gleichzeitig darauf achten, dass es nicht ranzig wird. 

Das Sonnenblumenöl ist knapp – Hamsterkäufer steigen auf Frittierfett um

Das Fett nicht verwenden, wenn es sich dunkel färbt, schäumt und kratzig zu schmecken beginnt. Die Speise nimmt dann nämlich doppelt so viel Fett auf als gewöhnlich. Kleiner fun fact: Die Aufnahme des Fettes vom Frittiergut geschieht nicht während des Frittierprozesses, sondern erst, wenn es aus der Fritteuse herausgenommen wird und abkühlt, so das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. 

Generell gilt: Braten mit Frittierfett funktioniert. Speiseöle wie Sonnenblumenöl und Olivenöl sind aber gesünder. Spannend ist auch dieses alternative Speiseöl und die 8 Fakten über Kokosöl, die keiner kennt. Bitte nur benutztes Frittierfett zum Kochen nehmen, sonst lässt der Geschmack mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wünschen übrig. Von Frittierfett im Salat lässt man übrigens lieber die Finger. (mad)

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