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Ferrero-Rückruf: Nach Salmonellen-Skandal – Razzien in Fabrik und Hauptsitz

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Von: Teresa Knoll

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Die Ermittlungen im Salmonellen-Fall der Ferrero kinder-Produkte gehen weiter. Razzien in der Fabrik und dem Hauptsitz der Firma sollen zeigen, ob es sich um schwere Täuschung handelt.

Kurz vor Ostern 2022 startete Ferrero den Rückruf vieler kinder-Produkte. Der Grund: Verdacht auf Salmonellen in Ferrero-Produkten, von denen Menschen in ganz Europa betroffen waren. Vor allem Kinder mussten mit den Folgen der Infektion ins Krankenhaus eingeliefert werden. In Belgien und Luxemburg wurden Razzien durchgeführt. Auch in Frankreich wurden Vorermittlungen gegen den Süßwarenhersteller eingeleitet.

UnternehmenFerrero
Gründung1946
HauptsitzAlba, Italien

Ferrero-Rückruf: Razzien sollen Verantwortliche für Salmonellen-Skandal aufdecken

Um weitere Erkenntnisse über den europaweiten Salmonellen-Ausbruch zu erlangen, haben Ermittler Razzien in Belgien und Luxemburg durchgeführt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung der Staatsanwaltschaft der belgischen Provinz Luxemburg. Demnach wurden Räumlichkeiten in Brüssel und der Ferrero-Hauptsitz in Luxemburg durchsucht.

Auch die Ferrero-Fabrik in Arlon, in der die Salmonellen nachgewiesen worden waren, wurde erneut durchforstet. Dabei seien Dokumente und Computer-Hardware beschlagnahmt worden. Die Ermittlungen sollen klären, wer für den Umgang mit der Kontamination, der Überwachung der Nahrungsmittelkette und die Weitergabe oder Nichtweitergabe von Informationen an die Gesundheitsbehörden verantwortlich war.

Rückruf wegen Salmonellen: Durchsuchungen könnten Öffnung der Ferrero-Fabrik verhindern

Auch in Frankreich hat sich die Justiz eingeschaltet. In einer Klage macht der deutsche Verbraucher-Verein Foodwatch dem Süßwarenhersteller den Vorwurf schwerer Täuschung und Gefährdung anderer. Auch Frankreich war von dem Ferrero-Rückruf betroffen. Vorermittlungen sollen zeigen, ob diese Vorwürfe überhaupt haltbar sind.

Bereits im Dezember waren in der Ferrero-Fabrik im belgischen Arlon Salmonellen festgestellt worden. Ferrero hatte die Behörden zunächst jedoch nicht informiert. Die Fabrik sollte eigentlich im Laufe des Junis wieder öffnen. Es ist unklar, ob die Durchsuchungen daran etwas ändern werden. Um zu wissen, ob man eines der betroffenen Ferrero-Produkte zu Hause haben, zeigt diese Liste. (dpa/resa)

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