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„An der falschen Ecke gespart“ – Kaufland mit peinlichem WM-Patzer

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Von: Marten Kopf

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Oft sind es kleine Dinge, die uns in Supermärkten auf die Palme bringen. Auch einem Kaufland-Kunden und Fußball-Fan geht es eigentlich um eine Kleinigkeit – die aber ist für den Einzelhandelsriesen ganz schön peinlich.

Eieiei, was war denn da los...? Zugegeben, das Social-Media-Team bei Kaufland hat natürlich grundsätzlich keinen ganz einfachen Job. Man möchte manchmal wirklich nicht in der Haut der Mitarbeiter stecken, die da via Facebook und Co. an vorderster Front die ungefilterte Kundenwut zu spüren bekommen. Ganz besonders bitter aber wird es, wenn es die eigenen Kollegen sind, die einem da Steine in den Weg legen.

Peinlicher WM-Patzer: Kaufland „mit gutem Beispiel“?

So erst kürzlich wieder geschehen, als sich Kunde Christian öffentlich mit einem doch sehr speziellen Problem an die Kaufland-Community bei Facebook wendet. Man könnte Christians Einstieg zunächst für den Beginn einer kleinen Lobeshymne halten, wenn er da schreibt: „Sogar Kaufland geht mit „gutem Beispiel“ voran und spart...“. Zu sparen ist natürlich etwas durchaus Begrüßenswertes. Aber der aufmerksame Leser merkt gleich – die gesetzten Anführungszeichen lassen nichts Gutes erahnen. Und tatsächlich: Der Haken an der Sache folgt auf dem Fuße.

Rechtzeitig zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nämlich hat Christian in einer Kaufland-Filiale für seinen Sohnemann ein Fan-Shirt der deutschen Nationalelf ergattert. Blöd nur, dass Kaufland bei besagtem Shirt ganz offenkundig tatsächlich am falschen Ende gespart hatte. Am völlig falschen Ende. Und als geneigter Fußball-Kenner merkt Christian sofort, dass dem guten Stück etwas ganz Entscheidendes fehlt.

Kundenbeschwerde bei Kaufland: „Am falschen Ende gespart“

Denn bekanntermaßen war der letzte Weltmeistertitel im Jahr 2014 der insgesamt vierte einer deutschen Nationalmannschaft. Und ebenso bekanntermaßen dürfen Nationen die Zahl ihrer WM-Siege prominent auf der Brust präsentieren, in Form von Sternen nämlich. Und jetzt zählen wir mal: eins...zwei...drei... Ja, und das war‘s dann auch. Einer fehlt. Peinlich. Christian hat also allen Grund zur Beschwerde.

Und das sieht dann auch das Social-Media-Team von Kaufland so. „Das ist aber an der falschen Ecke gespart“, kommentieren die Mitarbeiter und bitten den völlig zu Recht enttäuschten Kunden sogleich um Aufklärung, wo genau er das Shirt denn erstanden habe. Offenkundig scheint der weitere Austausch zwischen Christian und Kaufland dann zügig – wenn auch für den (Mit-)Leser unsichtbar – vonstattengegangen zu sein, denn Christian scheint mit Bearbeitung und Lösung seines „Problems“ überaus zufrieden.

Kundenbeschwerden im Supermarkt: Zwischen berechtigt und skurril

„...ein kleines Lob darf hier nicht fehlen“, schreibt er gleich am darauffolgenden Tag. „An was Kaufland nicht spart ist Kundenservice. Innerhalb 24h top Rückmeldungen und auch beim Umtausch in der Filiale alles ratzfatz erledigt. So wünscht man es sich doch. Und das schönste: Es war sogar noch ein fehlerfreies Exemplar in der passenden Größe vorrätig, sodass meinem Bua die Vorfreude auf den Anpfiff erhalten blieb.“ Puh, alles nochmal gut gegangen.

Mit solchen oder ähnlichen „Problem(ch)en“ wenden sich Kunden immer wieder über Social-Media-Kanäle an Supermärkte und Discounter, Kaufland steht da gar nicht alleine da. Manche berechtigt, manche banal. Erst kürzlich auf Twitter etwa war es ein schlichter Kassenzettel, der einen EDEKA-Kunden lesbar aus der Fassung brachte. Andere Fälle dürften eher in die Abteilung „skurril“ einzuordnen sein: In einem Fall aus Bayern echauffierte sich beispielsweise ein Kunde bei Aldi über die Neuinterpretation eines Weißwurst-Gerichts im Sortiment des Discounterriesen, wie Merkur.de seinerzeit berichtet. (mko)

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