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Ferrero-Rückruf: „Blutige Durchfälle“ – Kinder wegen Salmonellen im Krankenhaus

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Von: Daniel Hagen

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Ferrero - In Europa sind mittlerweile über 150 Fälle von Salmonellen-Infektionen bekannt, die auf Ferrero-Produkte zurückgehen. Viele der betroffenen Kinder befinden sich im Krankenhaus.

Während auf der ganzen Welt Ferrero-Produkte aus einem Werk in Belgien zurückgerufen werden, sind in Europa 158 Fälle einer Salmonellen-Infektion aufgetreten. Weitere 29 gelten als Verdachtsfall. Sie alle lassen sich laut dem European Centre for Disease Prevention and Control (EDCD) zu den kinder-Produkten des Süßwarenherstellers Ferrero zurückverfolgen.

UnternehmenFerrero
Gründung1946
HauptsitzAlba, Italien

Ferrero-Rückruf: Über 70 Salmonellen-Fälle in Großbritannien

In einer Meldung vom 20. April meldet das EDCD eine Zusammenfassung der bislang bekannten Erkrankungen in Europa. Dabei wird auch erwähnt, dass es eine höhere Dunkelziffer geben könnte, da die Testungsmethoden für Salmonellen nicht überall eine Routine seien. Die bekannten Fälle seien durch „fortschrittliche molekulare Typisierungstechniken“ identifiziert worden.

Durch den Massenausbruch gibt es aber alleine in Großbritannien 73 bestätigte Fälle. Platz 2 und 3 belegen Frankreich (37) und Irland (15). In Deutschland sind bislang 11 Fälle von Salmonellen-Infektion in Verbindung mit Ferrero aufgetreten, zudem gibt es drei Verdachtsfälle. Weitere Fälle gibt es in Österreich, Belgien, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Schweden.

Kinder leiden wegen Salmonellen-Infektion an „blutigen Durchfällen“

Wie die EDCD weiter berichtet, sind von dem Salmonellen-Ausbruch ungewöhnlich viele Kinder betroffen, die sogar im Krankenhaus behandelt werden müssen. Neben typischen klinischen Symptomen wie Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen würden viele der betroffenen Kinder auch an „blutigen Durchfällen“ leiden. Wie viele der Fälle in Europa Minderjährige und viele Erwachsene sind, ist nicht bekannt.

Durch den weltweiten Rückruf, den Ferrero seit Anfang April ausgerufen hat, soll die weitere Verbreitung der Salmonellen aus dem zwischenzeitlich geschlossenen Werk in Arlon verhindert werden. Teilweise sind auch Produkte betroffen gewesen, die noch aus der Weihnachtszeit 2021 stammen. Die Sorge, dass in Frankreich das beliebte Produkt Nutella ebenfalls verseucht ist, hat Ferrero mittlerweile aus der Welt geschafft.

Salmonellen-Rückruf: Konseuquenzen für Ferrero nocht nicht absehbar.

Die EDCD, die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA und Verbraucherzentralen kritisieren, dass die Warnung zu spät gekommen sei, da das Problem bereits seit Dezember 2021 bekannt gewesen ist. Was den Salmonellen-Ausbruch bei Ferrero verursacht hat, verrät hna.de.

Das Werk in Arlon wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und sogar die belgische Staatsanwaltschaft ermittelt! Welche Konsequenzen der gesamte Salmonellen-Skandal für den italienischen Süßwarenhersteller Ferrerohaben wird, ist noch völlig unklar. Das Vertrauen der Kunden ist allerdings stark belastet. (dh)

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