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Speiseöl in die Tonne? So entsorgst Du altes Öl und Fett richtig

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Von: Marten Kopf

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Aus keiner Küche sind Öl und Fett wegzudenken. Aber es ist wie so oft: Kochen macht Spaß, das Aufräumen weniger. Und wohin bloß mit den Resten?

Es eignet sich zum Braten, Frittieren und Backen. Man damit würzen oder leckere Dressings und Soßen zaubern. Es gibt im Grunde kaum etwas, was man mit Speiseöl und -fett in der Küche nicht machen kann. Nicht umsonst gehört es zu den grundlegenden Dingen, die jeder zu Hause haben sollte, der gerne am Herd steht. Entsprechend groß ist die Auswahl, von simpel und günstig bis hochwertig und verdammt teuer ist praktisch alles dabei. Schwierig wird‘s dann aber nach dem Kochen: Wohin mit den Resten?

LebensmittelkategorieSpeiseöl und Speisefett
Rohstoffe zur HerstellungPflanzen, Samen, Früchte, Tiere
chemische VerbindungAcylglycerine

Öl und Fett richtig entsorgen: Vorsicht vor Speiseresten in der Kanalisation

Man kann es sich fast denken, Öl und Fett gehören auf keinen Fall in den Abfluss – und schon gar nicht in die Toilette. Der Grund ist simpel: Weder Öl noch Fett ist wasserlöslich. Wer altes Fett ins Klo oder Ölreste in den Abfluss kippt, hat das Zeug zwar erstmal aus den Augen, darf sich früher oder später aber über verstopfte Rohre „freuen“. Nicht so schön, den Ärger kann man sich sparen, obwohl es für so einen verstopften Abfluss ein paar einfache Tricks gibt.

Außerdem ist es generell keine sonderlich gute Idee, Speisereste über die Kanalisation zu entsorgen, weil sie für Ratten im wahrsten Sinne ein gefundenes Fressen sind. Und wo‘s was Leckeres zu futtern gibt, dahin kommt man bekanntlich gerne wieder zurück – und bringt dann womöglich noch ein paar Freunde mit. Und eine Rattenplage im Haus braucht nun wirklich kein Mensch.

Altes Fett, altes Speiseöl: Einfache Tipps zur richtigen Entsorgung

Deshalb gehören Speisereste jeglicher Art grundsätzlich in den Hausmüll. Genauer gesagt: in den Restmüll. Aber jetzt bitte nicht auf die Idee kommen, altes Öl einfach in die Tonne zu gießen. Einfach das Öl vor dem Wegschmeißen in eine Plastikflasche füllen (dabei unbedingt einen geeigneten Trichter verwenden, um sich unnötige Putzarbeit zu ersparen). Und auch klar: Es sollte wirklich eine Plastikflasche sein. Glas geht im Zweifelsfall kaputt und dann haben wir den Salat.

Und auch für Fettreste gibt‘s einen simplen Trick: Da tut‘s vor dem Weg zur Mülltonne nämlich ein schlichtes Stück Zeitungspapier oder Ähnliches. Kurz einwickeln und weg damit. Das ist wichtig, denn Fettreste an der Innenseite der Mülltonne gilt es unbedingt zu vermeiden. Bekanntermaßen wird Fett schnell ranzig und ranziges Fett riecht ausgesprochen unangenehm – da hat man anschließend noch wochenlang was von.

Öl und Fett einfach entsorgt: Anlaufstelle Abgabestelle

Wer stolzer Besitzer eines eigenen Gartens samt Komposthaufen ist, dem sei gesagt: Auch der Kompost sollte nicht der Ort der Wahl für Öl und Fett sein. So gelangen die Reste nämlich über die Erde ins Grundwasser. Und da will man sie nun wahrlich nicht haben. Tatsächlich gibt es in einigen Kommunen besondere Abgabestellen für Ölreste. Ansonsten ist – sollte es sich um größere Mengen handeln – auch der nächste Wertstoffhof eine gute Anlaufstelle.

Aber nochmal zurück zum Anfang: Natürlich reden wir hier eher über Variante „simpel und günstig“. Vermutlich würde niemand auf die Idee kommen, teures Olivenöl zum Frittieren zu nehmen (es eignet sich dafür auch nicht allzu gut) und hinterher gar wegzuschütten. Bei teurem Öl lohnt es sich derweil, sich vor dem Kauf kundig zu machen. Das Magazin Öko-Test etwa nahm übrigens jüngst einige Olivenöle genauer unter die Lupe – und das mit durchaus überraschendem Ergebnis. (mko)

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