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Flüssige Seife im Öko-Test: Allergie-Gefahr – fünf Produkte fallen durch

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Von: Teresa Knoll

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Jeder benutzt sie (hoffentlich) jeden Tag, und das mehrmals: Seife. Öko-Test hat 48 Flüssigseifen unter die Lupe genommen – fünf davon will man nicht auf der Haut haben.

Bei Seife kann man gar nicht viel falsch machen, oder? Da man sie jeden Tag an seine Haut lässt, sollte man aber doch einen näheren Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Und genau das hat Öko-Test getan. Von den 48 getesteten Flüssigseifen sind die meisten empfehlenswert, aber in fünf haben die Experten dermaßen bedenkliche Stoffe gefunden, dass die Produkte durchgefallen sind.

Flüssigseife im Öko-Test: Experten testen auf Schadstoffe und Allergene

Eher weniger überraschend: Von den 12 Seifen, die als Naturkosmetik zertifiziert sind, erhalten alle die Note „sehr gut“. Die Preisspanne reicht von 74 Cent bis 41,65 Euro. Erfreulich für Sparfüchse: Auch die günstigsten Seifen aus diversen Discountern und Drogeriemärkten erhalten durch die Reihe eine „gute“ Bewertung, wie die Today Cremeseife Milch & Honig von Rewe und Penny oder die Balea Cremeseife Ginger & Lemon von dm.

Im Labor untersuchten die Experten die Flüssigseifen auf problematische Duftstoffe und andere schädliche Inhaltsstoffe, die die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen oder Allergien auslösen können. Auch die Nachhaltigkeit kommt nicht zu kurz: Öko-Test wollte wissen, ob die Verpackungen recycelte Anteile enthalten. Für die Frauen wichtig zu wissen: In manchen Slip-Einlagen, die Öko-Test unter die Lupe nahm, stecken Krebserreger.

Flüssigseife im Öko-Test: Teuerstes Produkt fällt durch

Qualitativ hochwertige Flüssigseife muss nicht teuer sein: Die „sehr guten“ naturkosmetische Produkte erhält man schon ab 2,08 Euro. Von den konventionellen Produkten haben es immerhin drei zur Note „sehr gut“ gebracht – die sind mit Kosten zwischen 8,65 und 25 Euro allerdings etwas hochpreisiger. Das sind vier der Testsieger mit Note „sehr gut“:

Noch ein Hinweis, dass Preis nichts über die Güte eines Produktes aussagt: Unter den Test-Verlieren ist die teuerste Seife. Die Molton Brown Heavenly Gingerlily Fine Liquid Hand Wash für über 40 Euro hat ein „Ungenügend“ bekommen. Das liegt an den schädlichen Duftstoffen und einem stark erhöhten DEP-Gehalt, wegen denen auch einige der anderen Seifen durchfielen. Den gesamten Testbericht von Öko-Test zu den Flüssigseifen gibt es hier (kostenpflichtig).

Flüssigseife im Öko-Test: Schadstoffe können Allergien und Leberschäden verursachen

Parfüm enthalten alle Seifen in den unterschiedlichsten Geruchsnoten. Das problematische an Duftstoffen wie künstlichem Moschusduft ist, dass es sich im menschlichen Fettgewebe anlagern kann und im Verdacht steht, Leberschäden zu verursachen. Das Konservierungsmittel CIT wurde in der Sagrotan Seife Hydra Care Apfel & Jasmin von Reckitt Benckiser nachgewiesen. Es kann starke allergische Reaktionen auslösen und ist in bestimmten Kosmetika sogar verboten.

Ein Punkt, auf den Öko-Test immer stark achtet, ist das Plastik im Produkt. Immerhin ein Drittel der Flaschen enthalten über 30 Prozent recyceltes Plastik. Aber auch in den Seifen selbst ist der umweltschädliche Plastikanteil zurückgegangen: Nur noch fünf der getesteten Seifen enthalten Kunststoff. Auch ein wichtiger Test aus dem Badezimmer: Bei Stiftung Warentest wurden Föhne untersucht – fünf davon fallen durch. (resa)

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