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„Danke Aldi, lasst mal stecken“ – Kunde reagiert deutlich auf teures Speiseöl

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Von: Jason Blaschke

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In vielen Aldi-Filialen gibt es nach dem Versorgungsengpass wieder Speiseöl zu kaufen – allerdings zu verschiedenen Preisen. Ein Kunde reagiert mit einer deutlichen Ansage:

Die Folgen vom Krieg in der Ukraine spüren auch die Verbraucher in Deutschland – und zwar im Geldbeutel. Neben Sprit und Energie sind auch viele Produkte im Einzelhandel massiv teurer geworden, dazu zählen Fleisch und Milchprodukte, aber auch Speiseöle. Der Discounter Aldi hatte im April rund 400 Produkte teurer gemacht, nachdem viele Produzenten ihre Preise angepasst hatten. Konkurrenten wie Kaufland, Lidl oder Edeka mussten ebenfalls reagieren.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Umsatz106,3 Milliarden USD (Stand 2019)
Gründung1961, Essen
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Speiseöl, Milch und Co. auch bei Aldi teurer: Experte nennt die Gründe

Genau wie sehr vielen Verbrauchern machen die teuren Energie- und Spritpreise auch der Wirtschaft zu schaffen. Und gerade in der Landwirtschaft würden zudem noch Mehrausgaben für Dünge- und Futtermittel dazu kommen, die enorm im Preis gestiegen seien, sagte Eckhard Heuser vom Milchindustrie-Verband (MIV). Im Gespräch mit BW24 enthüllt er, warum ausgerechnet viele Milch- und Milchprodukte teurer geworden sind.

Mit Blick auf das knappe und teure Speiseöl im Einzelhandel kommt noch ein ganz anderes Problem hinzu: massive Lieferengpässe. Aus Zahlen der Ölsaaten-verarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) geht hervor, dass sowohl Russland als auch die Ukraine in Europa wichtige Importländer für Sonnenblumenöl sind. Auch in Deutschland wird der Bedarf zu mehr als 90 Prozent von Speiseöl-Lieferungen aus Osteuropa gedeckt.

Das Foto zeigt ein volles Speiseöl-Regal in einer Filiale von Aldi. Eine Flasche kostet 4,19 Euro.
4,19 Euro für eine Flasche – für einen Aldi-Kunden ist hier ganz klar eine Grenze überschritten. © Screenshot: Twitter/Thomas aus M./Collage: HEIDELBERG24

Sonnenblumenöl erzürnt Kunde – „nee Danke Aldi, last mal stecken“

Und wenn das Sonnenblumenöl knapp wird, wirkt sich das auch auf Alternativen wie Raps- oder Olivenöl aus. Hinzu kommt, dass in Indonesien ein Exportstopp für Palmöl die Verfügbarkeit weltweit beeinflusst. Auch das ist letztlich ein Faktor, der die Preise für die Speiseöle beeinflusst. Wie stark, zeigt sich aktuell in Filialen von Kaufland, Aldi und Co. wo zuletzt Preise von fast fünf Euro pro Liter Realität sind.

Auch Aldi Süd führt aktuell ein Sonnenblumenöl im Sortiment, das 4,19 Euro pro Liter kostet und auf ein Stück pro Kunde begrenzt ist. „Nee Danke Aldi, last mal stecken“, twittert dazu ein Nutzer und postet ein Foto, das ein volles Speiseöl-Regal zeigt. Der Nutzer will das Öl nicht kaufen, er textet: „Ich weiß, ihr habt unter Einsatz von eurem Leben dieses Öl direkt aus dem Kriegsgebiet geholt, nur damit ihr eure Kunden glücklich macht.“

Aldi verkauft Speiseöl für mehr als vier Euro – „Ich nenne das Wucher“

„Ich nenne das schlicht Wucher! Meine Meinung!“ Von Aldi gibt es mittlerweile eine Stellungnahme dazu. Auf eine Anfrage der Bild teilt das Unternehmen mit Sitz in Essen mit, dass das Sonnenblumenöl der Marke ‚Ondosol‘ kurzfristig eingekauft worden sei, damit die Warenversorgung sichergestellt werden könne. „Der Artikel sollte nicht mit unserer Eigenmarke verglichen werden“, bekräftigte der Discounter in seiner Stellungnahme.

In einigen Filialen von Aldi gibt es wohl auch wieder Sonnenblumenöl der Eigenmarke ‚Bellasan‘ zum günstigeren Preis von 1,79 Euro pro Flasche – allerdings auf wenige Liter pro Kunde begrenzt. Eine Kundin teilte dazu vor wenigen Tagen ein Foto auf Twitter, das ein Preisschild zeigt. Fast genauso interessant wie der Preis war auf der Fotoaufnahme auch die sehr seltsame Mitteilung von Aldi, die viele Twitter-User nicht ganz nachvollziehen konnten.

Aldi-Kundin in NRW macht verstörende Entdeckung – es ist nicht das Speiseöl

Die betroffene Kundin bezeichnete ihren Aldi-Fund am Speiseöl-Regal als „ganz schön frech“, ihre Meinung hierzu: „Ungeheuerlich, was auf dem Zettel steht.“ Ein ähnlicher Fall ereignete sich erst vor wenigen Tagen in Niedersachsen, wo eine weitere Aldi-Kundin eine verstörende Entdeckung bei der Babynahrung machte. Dort war allerdings nicht der Preis ausschlaggebend, sondern die Tatsache, dass das Regal komplett leer war.

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