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Garnelen im Test: Mehr als die Hälfte sind „gut“ – von drei wird jedoch abgeraten

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Von: Julian Kaiser

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Stiftung Warentest kam bei der Untersuchung von 18 Garnelen-Produkten zu unterschiedlichen Ergebnissen. Von einigen sollten Kunden die Finger lassen.

NRW – Beim Gang an den Tiefkühlregalen von Aldi, Lidl und Edeka vorbei, finden Fischfreunde in der Regel eine große Auswahl an Produkten vor. Wem beim Gedanken an gegrillte Riesen­garnelen, Black Tiger, White Tiger, Tiger Prawns, Party­garnele oder Shrimps schon das Wasser im Mund zusammenläuft, sollte sich allerdings die Ergebnisse von Stiftung Warentest zu Gemüte führen.

GarnelenVerschiedene Arten Krebstiere
LebensraumWeltweit in allen Ozeanen, einige auch im Süßwasser
Zahl der GarnelenartenRund 20.000, davon rund 4000 zum Verspeisen geeignet

Stiftung Warentest: 18 Garnelen auf Qualität und Nachhaltigkeitssiegel getestet

Viele der rund 4000 essbaren Garnelen-Arten sind reich an Eiweiß und nicht besonders fetthaltig. Die 18 rohen Warmwassergarnelen-Produkte, die Stiftung Warentest genauer unter die Lupe genommen hat, kommen von verschiedensten Herstellern und sind mit den drei Nach­haltig­keits­siegel von Natur­land, ASC und EU-Bio versehen (mehr Testberichte auf RUHR24).

Die Garnelen von bekannten Marken wie Bofrost oder Costa, aber auch in preiswerterer Form von Aldi, Lidl und Rewe wurden in Supermärkten, bei Discountern und im Biohandel eingekauft. Zwischen 1,47 Euro und 4,65 Euro liegt die Preisspanne pro 100 Gramm.

Stiftung Warentest: Elf von 18 TK-Garnelen schneiden mit „gut“ ab

Insgesamt lief der Test zweistufig ab. Im ersten Schritt wurde die Qualität der tiefgekühlten Garnelen untersucht, hier wurde vor allem auf Schad­stoffe und Keime geachtet sowie der Geschmack bewertet, berichtet RUHR24.

Im zweiten Schritt haben sich die Tester der Aussagekraft der Nach­haltig­keits­siegel für Garnelen von Natur­land, ASC und EU-Bio und damit der Frage, ob diese ihre Anforderungen an den Umweltschutz und die Garnelenzucht einlösen, gewidmet.

Das Ergebnis von Stiftung Warentest ist eindeutig: Zwar haben allein elf der 18 getesteten Garnelen mit der Note „gut“ abgeschnitten, allerdings stechen hinter den vier mit „befriedigend“ bewerteten Produkte insbesondere drei Sorten negativ hervor, die nur ein „ausreichend“ bekamen – darunter gleich zwei Produkte von Edeka.

Stiftung Warentest prüft Garnelen: Zwei Produkte von Edeka unter den Verlierern

Garnelen im Test: Stiftung Warentest entdeckt Schadstoffe bei Edeka-Produkt

Beim Garnelen-Schlusslicht von Edeka war besonders die Schadstoff-Bewertung von 4,5 für die schlechte Platzierung ausschlaggebend. In den Edeka-Garnelen fand Stiftung Warentest einen besonders hohen Chlorat-Gehalt vor. Bereits nach dem Verzehr von 100 Gramm sei die tolerierbare Tageszufuhr ausgeschöpft.

Die Garnelenschwänze von Escal sind demgegenüber falsch deklariert und weisen entsprechende Kennzeichnungsmängel auf. So entspreche die Abbildung auf der Verpackung nicht dem Aussehen des Produkts. Der Garzustand der ebenfalls von Edeka stammenden „Gut & Günstig“-Garnelen auf dem drittletzten Platz ist zudem als roh angegeben, allerdings stießen die Tester nach dem Öffnen auf teilgegarte Tiere.

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