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Haaröl im Öko-Test: „Mangelhaft“! Dieses Produkt besteht den Test nicht

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Von: Tobias Becker

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Pflegeprodukte gehören für viele Menschen zum Alltag, allerdings bergen sie auch einige Gefahren. Öko-Test hat sich nun Haaröl-Produkte genauer angeschaut.

Die Haare sind bei vielen Menschen ein wertvolles Hab und Gut. Männer stylen sich aufwendig, Frauen verwenden Zeit und Arbeit, um ihre Haare attraktiv zu gestalten. Dafür benutzen die meisten Verbraucher verschiedenen Produkte zur Pflege, wie zum Beispiel Haaröl. Es dient dafür, die Haare geschmeidig und weich zu halten. Glänzend sollen sie aussehen, einen Wow-Effekt auslösen - im besten Fall.

Haaröl soll bei der Haarpflege helfen, aber sind die verschiedenen Marken auch empfehlenswert? Öko-Test hat sich 20 Produkte näher angeschaut und im Details untersucht. Wie schon die Testberichte* über Trockenshampoo* oder den Test von Badezusätzen* hat HEIDELBERG24* auch die wichtigsten Ergebnisse zu diesem Produktvergleich im Überblick:

Haaröl im Öko-Test: Auf gefährliche Stoffe untersucht - mit Erfolg!

Um die Haaröle zu untersuchen, hat Öko-Test 20 Produkte eingekauft, von denen neun zur zertifizierten Naturkosmetik zählen. Im Test ging es unter anderem darum, PEG-Verbindungen oder bedenkliche UV-Filter aufzudecken, die der Gesundheit letztlich schaden können. Auch die Verpackung wurde unter die Lupe genommen und Produkte, in denen Paraffine enthalten sind, wurden auf Mineralölbestandteile geprüft.

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Dabei ist das Verbrauchermagazin auf wichtige Erkenntnisse gestoßen. In acht der 20 Produkte sind beispielsweise Silikonöle enthalten, welche aber so gut wie nie ganz oben auf der Zutatenliste auf der Verpackung stehen. Silikone reparieren kaputtes Haar nicht, belasten aber zum Teil die Umwelt. Genutzt werden sie vermutlich, weil sie günstig herstellbar sind. Hinzu kommt, dass auch das Siloxan D5 nachgewiesen wurde. Das Schlimme laut Öko-Test: „D5 darf aus Gründen des Gewässerschutzes in auswaschbaren Kosmetika nicht höher konzentriert sein als 0,1 Prozent. In fünf Haarölen macht das Silikon allerdings den Löwenanteil aus.“ Auch interessant: Schlankmacher Apfelessig? Das „Diät-Wundermittel“ im Experten-Check von Öko-Test*.

Haaröl im Öko-Test: Das Ergebnis ist oft „sehr gut“ – aber auch einmal „mangelhaft“

Trotz dieser schlechten Nachrichten aus dem Test, sind die Hälfte der Haaröl-Produkte von Öko-Test mit der Bestnote „sehr gut“ bewertet worden. Vor allem die zertifizierten Naturkosmetika schneiden in diesem Test besonders gut ab. Von den neun getesteten Produkten bekamen acht die Bestnote, darunter auch die Haaröle von DM, Rossmann und Müller Drogeriemarkt. Allerdings hat auch ein Haaröl die Note „mangelhaft“ erhalten.

„Khadi Ayurvedisches Haaröl Rose Repair“ kommt beim Öko-Test nicht gut weg und fällt beim Test auf Inhaltsstoffe durch. Von Parfümen und und ätherischen Ölen bis zu Diethylphthalat fanden die Labore einige gefährliche Stoffe in der zertifizierten Naturkosmetik. Vier weitere Produkte bekamen zudem die Note „ausreichend“. Alle Ergebnisse der Haaröl-Untersuchung gibt es bei Öko-Test. (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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