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Hamsterkäufe in Heidelberg: „Menschheit stirbt an Verblödung“ – Mann teilt gegen Kunden aus

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Von: Daniel Hagen

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Heidelberg - Hamsterkäufe und Lieferprobleme sorgen seit Wochen für leere Regale. Ein Facebook-Nutzer spricht daher Klartext – und findet harte Worte!

Wer in den letzten Wochen einen Supermarkt in Heidelberg oder dem Rest der Republik betreten hat, wird an manchen Stellen leere Regale sehen. Zuvor haben dort Toilettenpapier, Nudeln, Mehl, Speiseöl oder Senf gelagert – bevor sie den Hamsterern in die Finger gefallen sind. Denn die Hamsterkäufe haben wieder begonnen.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,8 km²
Einwohnerzahl158.741 (31. Dez. 2020)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Hamsterkäufe sorgen für leere Regale

Ukraine-Krieg, Corona-Pandemie, Inflation! Beim Klang dieser Worte scheint bei manchen Menschen der Drang zu entstehen, sich mit genug Toilettenpapier und Nudeln einzubunkern, falls die Zivilisation untergeht. Besonders schlecht ist das dann für die Menschen, die ganz normal einkaufen gehen wollen, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen.

Ein Facebook-User hat von den Hamsterkäufern auf jeden Fall die Schnauze voll und lässt seiner Wut freien Lauf. Dabei beginnt der Post noch ganz harmlos mit der Frage, ob die Leute aktuell nur noch Nudeln oder selbst gebackenes Brot äßen. Schließlich gebe es im Kaufland in Heidelberg noch andere Lebensmittel.

Ein Facebook-Nutzer beschwert sich über Hamsterkäufe.
Ein Facebook-Nutzer beschwert sich über Hamsterkäufe. © Screenshot Facebook

Hamsterkäufe: Facebook-User aus Heidelberg macht seinem Ärger Luft

„Ich glaube die Menschheit stirbt weder an der Pandemie noch an einem Krieg ich glaube die Menschheit stirbt höchstens an Menschlicher Verblödung aus!“, schreibt der User erbost. Die Leute im Zweiten Weltkrieg hätten fast gar nichts mehr gehabt, während man sich heutzutage Gedanken um Klopapier, Mehl, Hefe, Sonnenblumenöl, Olivenöl und Nudeln mache.

In den Kommentaren erzählen zahlreiche Nutzer von ihrer eigenen verzweifelten Suche in den Supermärkten und wie sie am Ende enttäuscht wieder gehen mussten. „Ich wollte die Woche für meinen alten Vater Kuchen backen. Musste ihn dann leider enttäuschen, weil ich kein Mehl bekommen habe“, berichtet eine Frau.

Kommentare berichten über leere Regale in Supermärkten – wegen Hamsterkäufen

Andere machen aber darauf aufmerksam, dass die leeren Regale in Heidelberg und dem Rest der Republik nicht nur durch Hamsterkäufe entstehen, sondern dass es schon seit Monaten Lieferschwierigkeiten und Ressourcenknappheit gibt. Teilweise fehlen Schiffscontainer und Lkw-Fahrer, um die Ware von A nach B zu bringen.

Mittlerweile haben Supermärkte reagiert und ein Maximum eingeführt, das eine Person pro Einkauf kaufen darf. 24RHEIN erklärt, wie genau die Rationierung aussieht*. Trotzdem gehen viele auf der Suche nach Mehl, Toilettenpapier oder Nudeln leer aus. Ein ähnliches Verhalten hat es auch 2020 gegeben, als das Coronavirus in Deutschland angekommen ist.

Bundesamt empfiehlt Notfallvorrat statt Hamsterkäufen

Um solchen Situation gewachsen zu sein, empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) übrigens, sich schon vorher einen Notfallvorrat für mindestens 10 Tage anzuschaffen – allerdings nicht auf einmal, sondern in Etappen.

„Wenn jede und jeder Einzelne in sicheren Zeiten einen Vorrat anlegt, können Engpässe im Ernstfall gemeinschaftlich überbrückt werden. Ein Notvorrat ist daher sogar gut für die Gemeinschaft!“, heißt es auf der Seite des Bundesamtes. (dh) HEIDELBERG24 und 24RHEIN sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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