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No-Gos im Sommer: Finger weg von diesen Lebensmitteln

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Von: Marten Kopf

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Der Sommer ist ja etwas Schönes, stellt uns aber auch vor besondere Herausforderungen. Auch beim Einkauf. Ja, richtig gehört. Denn es gibt da bei Extremhitze ein paar absolute No-Gos:

Natürlich freut man sich über sommerliche Temperaturen, gar keine Frage. Aber, so ehrlich muss man sein, sie erschweren auch so manches. Die Nacht bei annähernd 30 Grad durchzuschlafen zum Beispiel. Oder sportliche Aktivitäten etwa. Und auch den Einkauf. Nicht nur, weil man sich durch schwitzende Menschenmengen bewegt und womöglich schwere Kisten durch die Hitze schleppen muss. Nein, die Sonne hat auch ganz handfeste Auswirkungen auf bestimmte Lebensmittel.

Und bekannterweise werden Lebensmittel bei Hitze in aller Regel nicht besser (außer auf dem Grill vielleicht, aber so warm ist es dann ja nun doch nicht). Klar, der Einkauf muss natürlich erledigt werden, Sommer hin oder her. Tatsächlich aber sollte man sich gut überlegen, was man bei Extremtemperaturen, wie sie in Baden-Württemberg etwa Juli und August gerne mal mit sich bringen, besorgt – und was eben lieber nicht:

No-Go in der Sommerhitze 1: Eier und Eierprodukte

Beispiel Nummer 1: Tierische Produkte sind besonders hitzeanfällig. Dazu gehören neben Fleisch und Fisch selbstverständlich auch Eier. Die nämlich können Salmonellen enthalten, die sich in ungekühlten Produkten besonders schnell vermehren. Salmonellen sind Bakterien, die üblicherweise über den Verdauungstrakt in den Körper gelangen. Eine Salmonellen-Erkrankung ist eine klassische Lebensmittelinfektion, die Durchfall verursachen kann. Und den braucht kein Mensch. Bei 30 Grad im Schatten schon gar nicht.

Was man dabei gerne vergisst: Natürlich können Salmonellen nicht nur in rohen Eiern vorkommen, sondern auch in Produkten, in denen Eier verarbeitet werden. Mayonnaise zum Beispiel ist so ein Fall, auch Speisecremes, Salate auf Eierbasis oder roher Kuchenteig gehören dazu. Grundsätzlich gilt: Wenn doch gekauft, dann möglichst kühl transportieren und lagern, Fleisch und Wurst nach dem Öffnen nie offen liegen lassen, sondern am besten direkt in Alufolie verpacken. Ohnehin übrigens ist Alufolie ein kleiner Alleskönner im Haushalt, mit dem sich Zeit und bares Geld sparen lassen.

No-Go in der Sommerhitze 2: zu fettes Fleisch

Dass auch Fleischprodukte Salmonellen enthalten können, haben wir also gehört. Nicht nur deshalb aber gilt es, vor allem zu fettes Fleisch in den warmen Monaten des Jahres zu meiden. Das liegt nicht etwa am Fett, sondern an unserem Körper. Denn um Fettiges zu verarbeiten, benötigt der deutlich mehr Energie als für andere Lebensmittel. Gerade in der Hitze ist Energie aber etwas, was wir dringend auf anderen Baustellen brauchen.

No-Go in der Sommerhitze 3: zu kalte Getränke

Selbiges gilt übrigens für kalte Getränke. Klingt verwunderlich, denn was gibt es bei Hitze Erfrischenderes als eine kühle Flasche Wasser? Ist aber so. Grund sind unsere Gefäße. Die verengen sich bei der Aufnahme kalter Flüssigkeiten nämlich, und auch dann muss der Körper mehr Energie aufwenden, sie zu verarbeiten.

No-Go in der Sommerhitze 4: Alkohol

Okay, dass zu viel Alkohol ungesund ist, ist eine Binsenweisheit. Tatsächlich aber ist das ach so erfrischend kühle Bier gerade bei hohen Außentemperaturen mitunter sogar gefährlich. Der Grund: Alkohol entzieht dem Körper lebenswichtige Mineralstoffe und Flüssigkeit.

Klingt im ersten Moment auch seltsam, aber jeder, der schon mal einen über den Durst getrunken hat, kennt das Phänomen vom Kater am Morgen danach: Kopfschmerzen – verursacht durch die fehlenden Mineralstoffe. Und der berühmte „Brand“ – verursacht durch die fehlende Flüssigkeit. Davon abgesehen gehören übrigens Eier und Bier zu den Dingen, die sich zu Hause außer zum Verzehr noch überraschend anders verwenden lassen. Ganz ohne Salmonellen. Ganz ohne Kater. (mko)

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