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Supermarkt-Geheimcodes: „Lucky Luke“ und „88“ – das bedeuten die Durchsagen wirklich

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Von: Daniel Hagen

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Egal ob Aldi, Kaufland oder Ikea – alle Supermärkte in Deutschland haben geheime Codes, die über Lautsprecherdurchsagen durchgesagt werden. Was diese bedeuten – und warum es sie gibt:

Supermärkte – egal welcher Art – sind schon eine eigene Welt. Alles dort erfüllt einen Sinn und Zweck. In den meisten Fällen kennen die Kunden den nicht oder es fällt ihnen gar nicht auf. So gibt es viele Tricks, die uns zum Kaufen animieren und auf anderen Arten manipulieren sollen. Selbst das Licht und die Musikauswahl zielt nur auf die Kunden ab. Bei Aldi hat sogar der Teppich eine geheime Funktion!

KonzernIkea
GründerIngvar Kamprad
Gründung28. Juli 1943, Älmhult, Schweden
CEOJesper Brodin (1. Sept. 2017–)
HauptsitzDelft, Niederlande

Aldi, Kaufland und Ikea: Diese geheimen Codes sind entschlüsselt worden

Natürlich sind auch die Durchsagen in den Supermärkten wie Aldi, Kaufland oder Ikea nicht zufällig, sondern folgen einem geheimen Code. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese Codes nicht überall gleich sind und möglicherweise nicht nur in Deutschland gelten. HEIDELBERG24 verrät, welche dieser Codes bereits entschlüsselt worden sind.

„13 Anruf 212 bitte“. Solche Durchsagen hat jeder von uns schon einmal im Super- oder Heimwerkermarkt gehört und sich dann gefragt, was das heißen soll. In diesem Fall ist die Antwort darauf einfach. So handelt es sich wohl um die Aufforderung, dass ein Kassierer mit der Nummer 13 oder am Standort 13 die Durchwahl 212 wählen soll. Dabei soll sich hinter der Nummer 100 die Information, unter 102 das Kassenbüro befinden.

Durchsagen: Das bedeuten die geheimen Codes der Supermärkte

Kommt in einer Durchsage die 01 oder 02 vor, wird höchstwahrscheinlich gerade der Chef oder Filialleiter gerufen. Hört man die 7 oder 17 durch den Markt hallen, benötigt ein Mitarbeiter wohl eine Ablösung, um zur Toilette oder in die Pause zu gehen. Klingt auch viel angenehmer als „Frau Müller muss aufs Klo“.

Laut Focus Online soll es bei Ikea noch mehrere dieser Codes geben. So wird bei 88 wohl eine Reinigungskraft benötigt, 89 weist auf eine Lieferung hin und bei 300 ist ein Kunde verletzt worden. Zudem bedeutet die 500 wahrscheinlich, dass ein Kind vermisst wird. Also praktisch das Gegenstück zu „XY möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden.“

Wird diese Zahl im Supermarkt mehrfach genannt, wird evakuiert

Besonders dramatisch könnte es bei Ikea werden, wenn der Code 1.000 ausgerufen wird. Der soll nämlich die Mitarbeiter in Alarmbereitschaft setzen, die bei einer weiteren Nennung der Zahl eine Evakuierung des Gebäudes vorbereiten. Sollte die 1.000 ein drittes Mal genannt werden, tritt die Evakuierung sogar in Kraft.

Doch die geheimen Codes bestehen nicht nur aus Zahlen. So sollen die Worte „Pipi Langstrumpf“ bei einem Ladendiebstahl Sicherheitspersonal anfordern. „Lucky Luke“ soll hingegen bedeuten, dass alle Kassen besetzt werden, um sich auf einen gewaltigen Ansturm von Kunden vorzubereiten. Lange Zeit ist bei Aldi übrigens auch geheim gewesen, was mit den Brötchen vom Vortag passiert – bis jetzt.

Vorsicht! Bei diesem Wort droht Gefahr bei Karstadt

Besonders kurios ist das Wort „Wahrschau“, das bei Karstadt für einen unbestätigten Feueralarm stehen soll. Der Begriff hat aber nichts mit der polnischen Hauptstadt zu tun, sondern ist ein seemännisches Fachwort, das „Achtung“ oder „Vorsicht“ bedeutet. Es stammt von dem mittelniederdeutschen Wort warschuwinge, das ebenfalls Warnung bedeutet.

Obwohl Super- und Baumärkte die Übersetzung ihrer geheimen Codes nicht veröffentlichen wollen, hat sich Kaufland gegenüber „T-Online“ etwas offener gezeigt. „Die Zahlencodes, die wir bei unseren Durchsagen verwenden, dienen der schnellen und einfachen Information unserer Mitarbeiter in den Filialen. Sie werden bundesweit in allen Filialen einheitlich verwendet.“

Warum werden geheime Codes in Supermärkten benutzt?

Doch wieso werden diese Codes überhaupt verwendet? Das hat mehrere Gründe: So könnte es sich beim Inhalt der Nachricht um etwas Vertrauliches handeln, so wie das Beauftragen des Hausdetektivs für einen bestimmten Bereich. Zudem soll eine Panik vermieden werden, falls eine Situation noch unklar ist. Und natürlich hat es keinen Kunden zu interessieren, ob ein Mitarbeiter gerade auf die Toilette muss. (dh)

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