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Wunder-Gemüse zu schade für den Müll: Karottenschalen clever weiterverwenden

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Von: Josefine Lenz

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Die Schalen der Karotte landen meistens im Müll, doch dafür ist sie viel zu schade. Es gibt gute Gründe, sie weiterzuverarbeiten:

Die meisten von uns ziehen mit Sicherheit geschälte Karotten den ungeschälten vor. Doch obwohl das Schälen keine Sünde ist, sind die Schalen viel zu schade für den Mülleimer. Doch es gibt einige Gründe, warum Du Karotten lieber geschält genießen solltest. Was aber lässt sich nun mit den übrig gebliebenen Schalen anstellen? HEIDELBERG24 hat Fakten und Ideen über das beliebte Gemüse gesammelt. 

Karottenschalen gehören auf den Teller – einfache Suppe selber machen

Wenn Du die Schale mitessen willst, solltest Du einen wichtigen Punkt bedenken. Reinige die ungeschälte Mohrrübe sorgfältig vor dem Verzehr. Insbesondere konventionell angebautes Wurzelgemüse kann größere Spuren von Pestiziden beinhalten. Zum Entfernen dieser kannst Du sogar eine Bürste verwenden und die Karotten damit abschrubben. Um ganz sicherzugehen, kaufe Dein Gemüse in Bio-Qualität. 

Das Verwerten der Gemüseschalen reduziert nicht nur den Küchenabfall, sondern ist noch gut für den kleinen Geldbeutel. Die Karottenschalen können einfach in einem Topf gesammelt und eine halbe Stunde lang geköchelt werden. Schon ist die selbstgemachte Brühe fertig! Bei Gelegenheit auch gerne Zwiebelschalen hinzufügen und das Zwischenergebnis zu einer Suppe oder einem Eintopf weiterentwickeln.

Zu schade für den Müll: Wertvolle Stoffe in Karottenschalen

Zwar enthalten die Schalen der Karotte nicht so eine konzentrierte Menge an Vitaminen, wie Äpfel, sind aber reich an Ballaststoffen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt jedem Erwachsenen etwa 30 Gramm Ballaststoffe täglich. An diese Richtlinie halten sich jedoch die wenigsten in Deutschland. Der Genuss von Schalen kann dabei helfen, den Ballaststoffhaushalt anzukurbeln. 

Selbst Menschen, die normalerweise empfindlich auf Ballaststoffe reagieren, tun dies laut Zentrum der Gesundheit bei Karotten nicht. Darüber hinaus beinhalten die Möhren Mengen an Kalium, Chlorid, Phosphor, Natrium, Calcium, ja auch Magnesium und Schwefel. All diese guten Inhaltsstoffe finden sich auch in den Gemüseschalen wieder. Sogar, wenn diese zu Chips weiterverarbeitet werden.

Gemüseschalen als leckerer Snack – so backst Du die Karotten-Chips

Für Gemüsechips aus eigener Produktion mariniert man die Schalen mit Olivenöl, Salz, Gewürzen nach Geschmack und breitet diese dann auf einem Backblech aus. Gebacken werden die Schalen bei 200 Grad – nur wenige Minuten lang. Schließlich sind die dünnen Schalen sehr schnell fertig. Zu Chips kann man alle möglichen Gemüseschalen verwerten. Zum Beispiel die der Roten Beete oder der (Süß-) Kartoffel.

Beim Backen sollte man die Schalen aber lieber nicht aus den Augen lassen. Übrigens: je niedriger die Gradzahl, desto schonender die Zubereitung. Wer Vitamine und Mineralstoffe schonen will, kann die Schalen auch in einen Smoothie werfen. Das Grün der Karotte sowie ihre Stängel eignen sich für dieses Vorhaben ebenfalls ausgezeichnet. Dabei aber immer auf das Bauchgefühl hören. 

Das Wundergemüse Karotte – seit der Steinzeit beliebtes Nahrungsmittel

Denn nicht immer eignen sich Küchenabfälle als Genussmittel. Vorsicht also bei Stellen, die auf den ersten Blick schon unappetitlich aussehen. Die dann lieber konventionell entsorgen. Und immer bedenken: laut Zentrum der Gesundheit sättigt eine rohe Karotte schneller als eine gekochte. Bei ihren 26 Kilokalorien pro Stück lässt sie sich ganz ohne Bedenken verzehren und besteht zudem aus 90 Prozent Wasser.

Zur Möhrengeschichte: Sie gehört seit der Steinzeit zur menschlichen Ernährung. Damals allerdings in Form der wilden Möhre, die noch heute auf Wiesen und am Wegrand wächst. Durch das Kultivieren nahm sie binnen Jahren ihre typische Größe und Farbe an. Es gibt sie auch in lila, weiß, gelb und rot. All diese bunten Schalen sind natürlich essbar und können auch als Lebensmittelfarbe verwendet werden. (mad)

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