1. Heidelberg24
  2. Verbraucher
  3. Einkauf & Test

„Sagt doch einfach, wenn wir nicht mehr bei euch einkaufen sollen“ – Kunde macht Ansage an Kaufland

Erstellt:

Von: Armin T. Linder

Kommentare

Ein Kaufland-Kunde beschwerte sich mit drei Fotos via Facebook bei der Supermarkt-Kette - und trug sein Geld dann doch lieber zu Aldi.

Dass die Abgabemenge von Produkten im Supermarkt begrenzt sein kann, ist für die Kunden nichts Neues. Bei Sonderangeboten ist es gang und gäbe. Und unvergessen ist diese Maßnahme auch aus den ersten Monaten der Corona-Pandemie, als die fairere Verteilung begehrter Produkte wie Klopapier oder Nudeln durch eine Limitierung gewährleistet werden sollte. Damals hatten die allermeisten Menschen wohl auch Verständnis. Bei einem Kaufland-Kunden gerät dieses jedoch nun an seine Grenzen, berichtet tz.de.

Kaufland-Kunde beschwert sich mit drei Fotos - Abgabemengen einiger Produkte limitiert

Beim Gang durch die Kaufland-Filiale im niedersächsischen Peine fühlt er sich nicht etwa an die Corona-Anfänge erinnert, sondern an die DDR. Das unerfreuliche Erlebnis dokumentiert er mit drei Fotos. Deren Echtheit ist zwar nicht bestätigt, es deutet aber auch nichts auf einen Fake hin.

„Wir waren grad mal wieder bei Kaufland einkaufen“, schreibt der Kunde. „Ich kann (glaube ich) die Freunde und Kollegen aus der ehemaligen DDR verstehen. Auch dort waren die Lebensmittelmengen limitert. Bei Kaufland in Peine steht eine Palette Weizenmehl im Hauptgang und trägt ein großes Schild ‚haushaltsübliche Menge. Nur 1 Stück‘.“

Kaufland-Kunde sauer: „Und das in der Vorweihnachtszeit“

Kein Einzelfall in der Kaufland-Filiale, wie er beschreibt: „Das ist aber nicht das einzige Schild dieser Art, das ich gesehen habe. Der komplette Gang mit Mehl und Zucker ist damit ausgeschildert. Maximal zwei Packungen Zucker oder normales Mehl. Und das in der Vorweihnachtszeit, wo ja bekanntlich mehr gebacken wird als sonst.“

Eine limitierte Abgabe von Mehl oder Zucker kam in den vergangenen Monaten häufiger vor - Hintergrund ist der Ukraine-Krieg. Besonders verwundert den Kunden aber ein entsprechendes Schild an einem anderen Produkt: Dosengemüse! „Selbst Bonduelle-Mais zum Normalpreis ist limitiert“, so der Kunde. Die Schrift auf dem passenden Foto ist zwar nicht komplett zu entziffern, es wirkt aber tatsächlich, als dürften Kunden nur zwei Konserven kaufen.

Der Supermarkt-Kunde fühlt sich nicht willkommen. Sein bitteres Fazit: „Ey Kaufland, sagt doch einfach, wenn wir nicht mehr bei euch einkaufen sollen. Dann gehen wir halt woanders hin.“ Er ist nicht der Erste, der sich über solche Schilder bei Kaufland verärgert zeigt. Die Reaktionen auf seinen Beitrag fallen unterschiedlich aus. „Da hast du mal total recht“, meint ein Nutzer. „Wie soll man sich bei den Mengen einen Notvorrat anlegen?“, fragt ein weiterer.

Kaufland-Kunde trägt sein Geld dann trotzig zu Aldi

Einer widerspricht dem Kaufland-Kunden: „Finde ich richtig so! Leider gehen da auch viele Händler oder Gastronomen einkaufen und decken sich für ihren Betrieb ein, weil es oft günstiger ist als im Großmarkt etc .... Dann werden die Sachen da wagenweise herausgeschoben, und andere bekommen dann nichts mehr ab.“ Der Kunde reagiert und findet, dass Welten liegen zwischen „wagenweise“ und einem Stück. „Wir wollten noch einige Kekse nachbacken (der Rest hat sich irgendwie verflüchtigt) und haben zudem am Wochenende noch eine Geburtstagsfeier mit Kaffee und Kuchen auszurichten.

Da kommt man mit einer Packung Mehl oder zwei Packungen Zucker nicht sehr weit. Außerdem zieht Dein Argument mit den Gastronomen und Händlern nicht, da ja auch Normalware wie der Bonduelle-Mais limitiert ist.“ Sie hätten „das Geld halt beim Aldi gelassen“, so der Mann trotzig.

Andere nehmen das Thema nicht ganz so ernst und die Kaufland-Beschwerde zum Anlass für Witze: „Ist Bier auch limitiert? Dann wäre ich wirklich verunsichert!“, scherzt einer. Und ein weiterer Facebook-Nutzer schreibt: „Das sollten Sie mal bei Klamotten und Schuhen einführen, dann shoppt meine Frau nicht mehr so viel.“ Ein Kaufland-Kunde aus Österreich fühlte sich unlängst nach seiner Rückkehr aus einer deutschen Filiale bitter enttäuscht. (lin)

Auch interessant

Kommentare