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Leere Regale im Supermarkt: Diese Lebensmittel werden jetzt knapp

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Von: Tobias Becker

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Der Ukraine-Krieg auch Auswirkungen auf die Lebensmittelzufuhr in Deutschland hat. Manche Menschen reagieren mit Hamsterkäufen. 

Die Bilder aus dem ersten Lockdown, als das Coronavirus noch „neu“ war, kommen dem ein oder anderen Menschen in Baden-Württemberg und dem Rest von Deutschland aktuell sicher wieder in den Sinn. Jetzt sorgen steigende Preise und leere Supermarkt-Regale dafür, dass die Hamsterkäufe bei Discountern wie Aldi wieder einsetzen. Vor allem spezielle Produkte stehen auf der Liste der Hamsterer.

NameAldi
SitzEssen
Gründung1946
GründerKarl und Theo Albrecht

Krieg in der Ukraine: Jetzt geht das Hamstern wieder los

Bilder von leeren Regalen bei Aldi Süd oder Lidl gab es bereits im Sommer 2020. Damals war vor allem Klopapier betroffen – in diesem Jahr sind andere Produkte an der Reihe. Vor allem manche Bilder auf Social Media sorgen für den „Domino-Effekt“*, wie Bernd Ohlmann, Sprecher des bayerischen Handelsverbandes gegenüber tz.de erklärt.

Dabei läuft es vermutlich so ab: Einer hamstert und postet, der Herdentrieb setzt sich in Gang und die Angst, nichts mehr zu bekommen, steigt. Grund für die beginnenden Hamsterkäufe: Der Krieg in der Ukraine sowie die dadurch steigenden Preise.

Aldi und Co.: Diese Produkte sind begehrt beim Hamsterkauf

Betroffen sind unter anderem Produkte wie Nudeln und andere Weizenprodukte, da Russland und die Ukraine wichtige Lieferanten sind, wie hna.de berichtet. Aber auch Mehl wird gerne gehamstert. Hinzu kommt: Speiseöl ist hier und da bereits rar gesät und weitere Engpässe drohen, vermuten manche Verbraucher, auch wenn der Handelsverband Baden-Württemberg dem widerspricht.

Ein Grund: Die Ukraine, in der aktuell Krieg herrscht, ist einer der wichtigsten Exporteure von Sonnenblumen- und Rapssaaten. Allerdings sei die Versorgungssicherheit in Deutschland noch nicht in Gefahr, wie Momme Matthiesen, Geschäftsführer des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrie gegenüber dem Verbraucherportal chip.de sagte.

Drohen Hamsterkäufe? Aldi begrenzt, ADAC warnt

Um ein Szenario wie vor zwei Jahren beim Klopapier zu verhindern, leiten erste Supermärkte Schritte ein. So hat Aldi den Verkauf von Rapsöl der Eigenmarke auf maximal vier Flaschen pro Kunde festgelegt. Damit wirkt der Discounter-Riese auch möglichen Hamsterkäufen entgegen, die vor allem beim Pflanzenöl auch mit den steigenden Spritpreisen zusammenhängen könnten.

Denn inzwischen gibt es aufgrund der Benzinpreise von über zwei Euro Menschen, die dieses Öl als Dieselersatz nutzen. Davon rät wiederum der ADAC auf seiner Website dringend ab und verweist auf die eigenen Experten, die sagen: „Das größte Problem ist der deutliche Viskositätsunterschied im Vergleich zu herkömmlichem Diesel. Pflanzenöle führen zu Startschwierigkeiten und wirken sich negativ auf Leistung und Lebensdauer des Motors aus“. (tobi)*HEIDELBERG24, hna.de und tz.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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