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Apps gegen Kopfschmerzen bei Stiftung Warentest – welche wirklich helfen können

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Von: Tobias Becker

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Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen oder Migräne. Es gibt jedoch gewisse Apps, die als Hilfsmittel zur Dokumentation dienen. Stiftung Warentest hat solche Kopfschmerz-Apps untersucht.

Kopfschmerzen sind lästig und oft sehr schmerzhaft. Über 200 verschiedene Varianten werden unterschieden und In Deutschland sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) 57,5 Prozent der Frauen und 44,4 Prozent der Männer mindestens einmal im Jahr davon betroffen. Für Geplagte gibt es Hilfe per App - mit einigen nützlichen Funktionen. Stiftung Warentest hat diese Kopfschmerz-Apps nun untersucht.

Kopfschmerz-Apps im Test: Wie hat Stiftung Warentest untersucht?

Um die unterschiedlichen Kopfschmerz- und Migräne-Apps, von denen je acht für Android und iOS getestet wurden, ordentlich zu untersuchen, hat Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe (09/2022) zwei fiktive, aber typische Fälle erstellt. In diesen Testfällen leiden die Person unter Spannungskopfschmerzen und Migräne. Bewertet werden die Krankengeschichte und das Schmerztagebuch.

Das heißt unter anderem, ob diverse Aspekte des Leidens abgefragt werden, aber auch wie umfassend die Dokumentation der Kopfschmerzen, Symptome und Behandlungen möglich ist. Informationen und Empfehlung macht im Testergebnis ebenfalls einen großen Punkt aus, ebenso wie der Basisschutz persönlicher Daten. Hinzu kommen die Handhabung sowie ob Studien den Nutzen der Apps belegen.

OrganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
HauptsitzBerlin

Kopfschmerz-Apps im Test: Bestenfalls befriedigend – kein Produkt überzeugt

Wie auch beim Wäschetrockner-Test fällt das Ergebnis unterschiedlich aus. Die gute Nachricht vorab: Viele der Apps sind kostenfrei nutzbar, was heutzutage nicht bei allen Apps der Fall sein muss. Die schlechte: Keine einzige App bekommt von Stiftung Warentest ein gutes oder gar sehr gutes Gesamturteil. „Befriedigend“ ist das höchste der Gefühle. Diese vier Apps schneiden am besten ab:

Während die App „Kopfschmerzwissen“ als „Testsieger“ hervorgeht, hat sie im Vergleich zu M-sense Migräne jedoch weniger belegten Nutzen (nur „ausreichend“). Im Vergleich dazu hat sie aber große Vorteil, wenn es um den Umgang mit persönlichen Daten geht (Note „sehr gut“). Das gesamte Ergebnis des Kopfschmerz-App-Test von Stiftung Warentest kann hier kostenpflichtig nachgelesen werden.

Kopfschmerz-Apps im Test: Für Betroffene eine gute Übersicht

Generell scheinen die Apps laut Stiftung Warentest aber recht solide zu sein, schließlich kratzen einige davon an der Note „gut“. Zwei der untersuchten Kopfschmerz-Apps richten sich an diejenigen, die an Migräne leiden. Die restlichen sind universell nutzbar und decken ein breites Spektrum an Kopfschmerzen ab. Doch sind die Kopfschmerz-Apps auch sinnvoll? Für Menschen mit häufigen Beschwerden, ja.

Denn zum einen bietet die Nutzung der App auch den behandelnden Ärzten einen ordentlichen Überblick über den Verlauf, zum anderen über die Wirksamkeit der Medikamente. Allerdings sollte man beachten, dass die Warnsignale der Kopfschmerz-Apps, wie bei zu häufiger Schmerzmitteleinnahme im Monat, nur dann funktionieren, wenn man auch wahrheitsgemäß alles dokumentiert. Es ist eben ein Hilfsmittel. (tobi)

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