1. Heidelberg24
  2. Verbraucher
  3. Einkauf & Test

Rückruf von Nuss-Mus: Allergiker aufgepasst – lebensgefährlicher Schock droht

Erstellt:

Von: Marten Kopf

Kommentare

Eine gefährliche Verwechslung ist Ausgangspunkt für einen jüngst eingeleiteten Produktrückruf: Die KoRo Handels GmbH warnt vor dem Verzehr ihres Haselnussmus – das nämlich enthält gar keine Haselnüsse.

Beliebt in der Küche, zum Kochen wie zum Backen – und jetzt zumindest für Allergiker womöglich akut gesundheitsgefährdend: Die KoRo Handels GmbH informiert über den Rückruf von „KoRo Bio Haselnussmus“. Und der Grund ist einigermaßen überraschend. Denn wie das Unternehmen mitteilt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass das betroffene Produkt gar kein Haselnuss-, sondern fälschlicherweise Pistazienmus enthält.

Haselnussmus-Rückruf: Akute Gefahr für Allergiker

Konkret geht es um 250-Gramm-Gläser mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 31.08.2024. KoRo teilt dazu mit: „Die Produkte sind leicht identifizierbar. MHD und Chargennummer befinden sich nach folgendem Muster auf dem Deckelrand “31.08.2024 / BP 1001”. Außerdem haben die zurückgerufenen Produkte nicht die für Haselnussmus charakteristische braune Farbe, sondern sind Pistazienmus typisch dunkelgrün.“

Immerhin fast fünf Prozent der Deutschen leiden laut Robert-Koch-Institut unter Lebensmittelallergien. Das Ausmaß der allergischen Reaktion kann individuell stark variieren. Nahrungsmittelallergien äußern sich zum Beispiel in Form von Schleimhautschwellungen im gesamten Mund-, Nasen- und Rachenraum und Anschwellen der Zunge. Auch Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Durchfall können auftreten. Im Extremfall kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen.

Rückrufe in Deutschland: Fremdkörper und Keime in zahlreichen Lebensmitteln

Personen, die unter einer Pistazienallergie oder -unverträglichkeit leiden, sollten den Artikel also auf keinen Fall verzehren und in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgeben, warnt etwa produktwarnung.eu. Etwas pikant: „Hersteller, Händler oder Verkäufer des/der betroffenen Produkte informiert Endkunden, aber unserer Meinung nach nicht ausreichend. So ist nicht gewährleistet, dass möglichst viele Endverbraucher diese Information auch erhalten“, so die Einschätzung des Verbraucherportals.

Rückrufe wie dieser sind zwar grundsätzlich keine Seltenheit. Mal sind es Fremdkörper, die während des Produktionsprozesses in Lebensmittel gelangen, erst kürzlich (mal wieder) geschehen, als das Bundesamt für Verbraucherschutz vor einer bekannten Kochcreme warnte, wie RUHR24 seinerzeit berichtet. In anderen Fällen werden erhöhte Keimbelastungen festgestellt – allein die aktuelle Liste der Rückrufe wegen möglicher Salmonellengefahr liest sich mittlerweile wie ein kleiner Lexikoneintrag. (mko/PM)

Auch interessant

Kommentare