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Für den Ernstfall: Innenministerin rät zu Notvorräten – und will Schutzbunker reaktivieren

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Von: Tobias Becker

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Leere Regal bei Mehl und Speiseöl sorgen für Unmut bei einigen Menschen in Deutschland. Dennoch spricht sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nun für eine Vorratsanschaffung aus.

Mehl, Öl und Reis sind in vielen Supermarkt-Regalen in Baden-Württemberg kaum noch zu finden. Es herrscht wohl eine Knappheit bei einigen Lebensmitteln. Die Hamsterei, wie in besten Corona-Zeiten, hat schon längst begonnen - und könnte durchaus ihren Teil zur Knappheit beitragen. Eine Aussage von Bundesinnenministerin Nancy Faeser sorgt nun für neuen Zündstoff.

NameNacy Faeser
ParteiSPD
AmtBundesinnenministerin
Geburtsdatum13. Juli 1970

Notvorräte anschaffen: Bundesinnenministerin Faeser erklärt es für „sinnvoll“

Die ranghohe Politikerin der SPD empfiehlt Menschen in Deutschland, sich Notvorräte anzulegen. Aber: Das gilt vor allem in Hinblick auf ein bestimmtes Szenario. „Wenn tatsächlich mal länger der Strom ausfällt oder das tägliche Leben auf andere Art und Weise eingeschränkt wird, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen Notvorrat zu Hause zu haben“, sagt Faeser dem „Handelsblatt“.

Demnach warnt Faeser vor allem wegen des Ukraine-Krieges auch zur Vorsorge im Krisenfall: „Denken Sie zum Beispiel an Cyberattacken auf kritische Infrastruktur.“ Sie verweist zu dem auf eine Notvorrats-Liste des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz. In der Liste geht es um Lebensmittel, aber auch um wichtige Rufnummer für den Notfall sowie alltägliche Dokumente.

Notvorräte oder hamstern? Menschen ärgern sich über leere Regale in Deutschland

Währenddessen gehen Bilder durchs Netz, auf denen literweise Speiseöl zu sehen ist. Aber: Die Bilder stammen nicht aus Deutschland, sondern aus Schweden und Griechenland, obwohl es sich wohl um deutsches Sonnenblumenöl handelt. Der Frust vieler Menschen in Baden-Württemberg und auf Twitter ist groß, zumal die Preise aktuell steigen.

Viele User im Netz schieben die Schuld an der Knappheit zum Teil auch auf Hamsterer. Auch diverse Handelsverbände warnten vor einigen Wochen noch davor, zu hamstern. Lebensmittelknappheit sei zunächst keine Gefahr. Mit Hinweis auf den Krieg spricht sich Faeser nun für einen Notvorrat aus, was durchaus etwas anderes ist, als die Hamsterei, die Deutschland schon während der Corona-Lockdowns erlebte.

Notvorrat anschaffen: Bundesinnenministerin Faeser gibt Zivilschutz „hohe Priorität“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser spricht sich gegenüber dem „Handelsblatt“ aber nicht nur für ein Anlegen von Notvorräten aus, sondern auch für die Reaktivierung einiger Schutzräume in Deutschland. Insgesamt gebe es noch 599 aktive sowie einige, die derzeit anders genutzt werden. Eine Reaktivierung einiger davon, hält Faeser für „sinnvoll“.

Generell erklärt Faeser, dass sie dem Zivilschutz „hohe Priorität“ einräume, denn die vielfältigen Krisen der aktuellen Zeit, wie die Pandemie, die Klimafolgen und Kriegsgefahren, gilt es nun zu bewältigen. Dafür müsse Deutschland auch prüfen, welche Schutzvorkehrungen notwendig sein können. (tobi)

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