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Nach Mega-Erfolg – „Rettertüte“ jetzt in allen Lidl-Filialen

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Von: Daniel Hagen

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Im Mai hat der Discounter Lidl einen Versuch gestartet. Das „Rette-mich“-Konzept soll dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu senken. Jetzt wird die „Rettertüte“ überall eingeführt.

Laut einer aktuellen Meldung des Statistischen Bundesamtes landen in Deutschland jedes Jahr rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Für die ganze Welt schätzt die WHO diese Verschwendung sogar auf etwa 1,3 Milliarden Tonnen ein. Schaut man sich die aktuelle Entwicklung an, in der Ernten aufgrund der Klimaerwärmung ausfallen oder Produkte des täglichen Lebens wie Speiseöl und Mehl aufgrund des Ukraine-Krieges in den Regalen fehlen, muss sich etwas ändern – so wie bei Lidl.

Lidl: Nach großem Erfolg – „Rettertüte“ gibt es jetzt in jeder Filiale

Auch der Discounter Lidl hat das erkannt und sagt den Problemen den Kampf an. Bereits im Mai ist daher das ganzheitliche Konzept „Rette mich“ eingeführt worden. Mit diesem sollen Lebensmittelverschwendung und organischer Abfall bis 2025 um 30 Prozent reduziert werden. Ein Teil des Konzepts ist die sogenannte „Rettertüte“.

In die Tüte kommen laut Lidl „äußerlich weniger perfekte, aber verzehrfähige Obst- und Gemüseprodukte“, denen eine zweite Chance gegeben werden soll. Kunden können die „Rettertüte“ dann für nur drei Euro kaufen – mit bis zu fünf Kilogramm Inhalt. Damit das Angebot nicht übersehen werden kann, werden in den Filialen Retterstationen- und Boxen aufgebaut, die man an dem Schild „Rette mich“ erkennen kann.

Erfolgreiche Pilotphase: „Rettertüte“ in über 3.200 Filialen

Nach einer „erfolgreichen Pilotphase“ in einzelnen Läden werde das Angebot der „Rettertüte“ jetzt sogar ausgeweitet. Diese soll dann in über 3.200 Filialen in Deutschland erhältlich sein. Wer auch privat keine Lebensmittel mehr verschwenden möchte, bekommt von HEIDELBERG24 ein paar Tipps.

„Mit dem ganzheitlichen Rette mich-Konzept und der Rettertüte wollen wir gemeinsam mit unseren Kunden gezielt Lebensmittel retten. Besonders bei Obst und Gemüse können schnell Verluste entstehen, die wir verringern, indem wir weniger perfekte Produkte stark rabattiert anbieten. Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in die Tonne“, erklärt Christian Härtnagel, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl in Deutschland.

Discounter Lidl will mit „Rettertüte“ mehr gegen Lebensmittelverschwendung tun

Bereits seit Ende 2020 gibt es bei Lidl in ganz Deutschland die sogenannten „Ich bin noch gut“-Boxen, in der ebenfalls Produkte mit kurzem Haltbarkeitsdatum für einen günstigeren Preis angeboten werden. Zu der „Rettertüte“ kommen noch weitere Maßnahmen entlang der gesamten „Wertschöpfungskette“ hinzu.

Hierbei geht es zum Beispiel um bedarfsgerechte Warenbestellungen durch ein effizienteres Warenwirtschaftssystem, eine zielgerichtete Zusammenarbeit mit Lieferanten, die Partnerschaft mit den Tafeln oder die Verwertung von nicht mehr essbaren Lebensmitteln in Biogasanlagen. (pm/dh)

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